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  <item rdf:about="http://www.linke-frankfurt.de/meldungen/am-18.2.-von-frankfurt-nach-dresden-naziaufmarsch-verhindern">
    <title>Am 18.2. von Frankfurt nach Dresden: Naziaufmarsch verhindern!</title>
    <link>http://www.linke-frankfurt.de/meldungen/am-18.2.-von-frankfurt-nach-dresden-naziaufmarsch-verhindern</link>
    <description>Aller guten Dinge sind Drei! In diesem Jahr will das Bündnis "Dresden nazifrei" zum dritten Mal in Folge den Naziaufmarsch in Dresden verhindern. Die LINKE Frankfurt ist Teil des Mobilisierungs-Bündnis "Netzwerk Frankfurter Antifaschist_innen" und organisiert die Fahrt von Frankfurt nach Dresden mit. Ab sofort gibt es Tickets für die Busse zu kaufen. </description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Momentan ist unklar, ob die Nazis &#252;berhaupt einen gro&#223;en Aufmarsch in  Dresden am 18. Februar planen.  Es scheint, als ob die frustrierenden  Erfahrungen der letzten Jahre und interne Streitigkeiten den  Mobilisierung-Elan stark abgek&#252;hlt haben. ABER: die regionale St&#228;rke der  Nazis ist nicht zu untersch&#228;tzen und unter Umst&#228;nden kann sich in den  letzten Wochen noch etwas tun.  Sollte tats&#228;chlich kein Nazi-Aufmarsch  stattfinden, ist das Grund genug f&#252;r ein gemeinsames Freudent&#228;nzchen.  F&#252;r diesen Fall ruft das B&#252;ndnis &#8222;Dresden nazifrei&#8220; zu einer  bundesweiten antifaschistischen Demonstration in Dresden auf.</p>
<p><b>Deshalb gilt f&#252;r das Mobi-B&#252;ndnis &#8222;<a class="external-link" href="http://frankfurtermobi.blogsport.de/" target="_blank">Netzwerk Frankfurter Antifaschist_innen</a>&#8220;: Wir fahren auf jeden Fall am 18.02. nach Dresden!</b></p>
<p><b><a class="external-link" href="http://frankfurtermobi.blogsport.de/dresden-18-2/" target="_blank">Infos zum Ticket-Verkauf</a><br /></b></p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Sarah Holze</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2012-01-30T22:09:12Z</dc:date>
    <dc:type>Nachricht</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://www.linke-frankfurt.de/meldungen/konturen-zeigen">
    <title>Konturen zeigen</title>
    <link>http://www.linke-frankfurt.de/meldungen/konturen-zeigen</link>
    <description>Konturen zeigen will die LINKE im anstehenden Oberbürgermeister-Wahlkampf. Zum einen mit ihren kontrastreichen Wahlplakaten. Zum anderen mit klaren Themensetzungen.  Am vergangenen Mittwoch, den 25.01., präsentierten die Partei "DIE LINKE" und ihre Oberbürgermeisterkandidatin Janine Wissler im Sachsenhäuser Südbahnhof der Presse ihre Wahlplakate und beantworteten Fragen.</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Mit insgesamt vier "Themenplakaten" und weiteren vier Veranstaltungsplakaten will die LINKE in den Stra&#223;enwahlkampf ziehen. Mit den vier thematischen Plakaten sollen aktuelle Schwerpunktthemen der LINKEN in die &#246;ffentliche Diskussion getragen werden.<img class="image-left" src="../bilder-und-grafiken/ob-wahl2012/Plakat_SozialeGerechtigkeit1.jpg" /></p>
<p>Dauerthema der LINKEN ist nat&#252;rlich die soziale Gerechtigkeit. Daf&#252;r steht das Plakat "Menschen vor Profite - Deine Stimme f&#252;r soziale Gerechtigkeit". "Man kann nicht die Kinderarmut beklagen", erl&#228;uterte Wissler, "ohne die Ursachen zu benennen: Kinderarmut ist Elternarmut!" Deshalb schaue die LINKE als einzige Partei nicht nur auf die Armut in unserem Land, sondern auch auf den Reichtum und stelle die Verteilungsfrage. So werden dann auch Forderungen der LINKEN wie eine Halbierung der Fahrpreise im &#214;ffentlichen Nahverkehr und ein Sozialticket bezahlbar.</p>
<p>W&#228;hrend die Einkommen der Menschen fallen, steigen die Mieten in Frankfurt in den Himmel. 2 Mio. m&#178; B&#252;rofl&#228;che stehen in der Bankenstadt leer, w&#228;hrend viele Leute keine bzw. keine bezahlbare Wohnung finden. Das Wohnraumzweckentfremdungsgesetz, mit dem man gegen Leerstand und Umwidmung von Wohnraum in B&#252;rofl&#228;chen hatte vorgehen k&#246;nne, hatte die CDU-Mehrheit im hessischen Landtag im Jahre 2006 auslaufen lassen. Jetzt unternimmt die LINKE im Landtag, deren Ko-Fraktionsvorsitzende Wissler ist, gerade den zweiten Anlauf nach 2008 dieses f&#252;r Frankfurt so wichtige Gesetz wieder in Kraft zu setzen. Mit dem Plakat "Mietwucher stoppen - Deine Stimme f&#252;r bezahlbare Wohnungen"r&#252;ckt die LINKE dieses Thema in den Focus der &#246;ffentliche Aufmerksamkeit.</p>
<p><br />In vielen Teilen Frankfurts gibt es derzeit nur ein Thema. Den unertr&#228;glichen L&#228;rmteppich, der sich seit der Er&#246;ffnung der neuen Bahn am Frankfurter Flughafen &#252;ber viele Stadtteile gelegt hat. "Die Gesundheit der Menschen ist wichtiger als die Profite von Lufthansa und des Flughafenbetreibers Fraport, " beschreibt die hessische Linksfraktions-Vorsitzende die Position der LINKEN. "Deine Stimme gegen Flugl&#228;rm. Neue Landebahn stilllegen!", steht auf dem dritten Themenplakat. Damit schlie&#223;t sich die LINKE der Forderung der l&#228;rmgeplagten Menschen an, die ihren Protest derzeit jeden Montag in die Abflughalle des Flughafens tragen.<br /><br /><img class="image-left" src="../bilder-und-grafiken/ob-wahl2012/Plakat_Nazifrei.jpg" />Beim letzten Themenschwerpunkt auf den Plakaten, vergeht auch der Kandidatin erkennbar das L&#228;cheln. "Frankfurt: Raum f&#252;r 170 Nationalit&#228;ten, kein Platz f&#252;r Nazis!", hei&#223;t es da. "Frankfurt war immer eine weltoffene Stadt", sagt die LINKEN-Kandidatin, "Wir m&#252;ssen uns denen, die ein Klima der Angst verbreiten wollen, entschieden entgegenstellen." Das meint Janine Wissler ganz praktisch. Am 18. Februar will sie mit vielen anderen aus Frankfurt wieder nach Dresden fahren, um dort den geplanten Gro&#223;aufmarsch der Nazis zu verhindern. <br /><br />Auf den Veranstaltungsplakaten wirbt die LINKE u.a. f&#252;r eine Gro&#223;veranstaltung zur aktuellen Bankenkrise, zu der die stellvertretende Partei- und Bundestagsfraktionsvorsitzende Sahra Wagenknecht am 10. Februar ins Bikuz nach H&#246;chst kommt, f&#252;r den Politischen Aschermittwoch zu dem sich die Partei f&#252;r den 22. Februar den Metallgewerkschaftler und Bundesgesch&#228;ftsf&#252;hrer der Partei, den Offenbacher Bundestagsabgeordneten Werner Dreibus eingeladen hat, sowie nat&#252;rlich f&#252;r die Wahlkampf-Abschlussveranstaltung mit Oskar Lafontaine am 09. M&#228;rz ab 17 Uhr an der Hautwache. Auf allen Veranstaltungen wird nat&#252;rlich auch die OB-Kandidatin Janine Wissler reden!</p>
<p>&#160;</p>
<p>&#160;</p>
<p>&#160;</p>
<p><img class="image-right" src="../bilder-und-grafiken/ob-wahl2012/Plakat_Mietwucher.jpg" style="float: left; " /></p>
<p><img class="image-left" src="../bilder-und-grafiken/ob-wahl2012/Plakat_Fluglrm.jpg" style="float: left; " /></p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Heinrich Krebs</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2012-01-30T15:55:00Z</dc:date>
    <dc:type>Nachricht</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://www.linke-frankfurt.de/meldungen/aufhebung-der-immunitaet-von-janine-wissler-und-willi-van-ooyen">
    <title>Aufhebung der Immunität von Janine Wissler und Willi van Ooyen?</title>
    <link>http://www.linke-frankfurt.de/meldungen/aufhebung-der-immunitaet-von-janine-wissler-und-willi-van-ooyen</link>
    <description>2010 gelang es 10.000 Menschen in Dresden den größten Neonazi-Aufmarsch Europas zu verhindern. Mit dabei waren u. a. auch die Fraktionen der LINKEN aus Sachsen, Thüringen und Hessen. Sie trafen sich zu "Öffentlichen Fraktionssitzungen" auf der geplanten Marschroute der Faschisten.  Statt sich mit dem offensichtlichen Nazi-Problem in ihrem Bundesland zu beschäftigen konzentriert sich die Staatsanwaltschaft Dresden seither darauf, den antifaschistischen Widerstand zu kriminalisieren. Nachdem Anzeigen gegen Spitzenpolitiker von SPD und Grünen, die ebenfalls an den Blockaden teilgenommen hatten, inzwischen wegen Geringfügigkeit niedergeschlagen sind, geht die Strafverfolgung der Fraktionsvorsitzenden der LINKEN unvermindert weiter. Dem Antrag der Dresdner Staatsanwaltschaft zur Aufhebung der parlamentarischen Immunität von Janine Wissler und Willi van Ooyen, die die Abgeordneten vor politischer Verfolgung schützen soll,  scheint die CDU im hessischen Landtag jetzt nachgeben zu wollen. Kreisvorstand und Fraktion der LINKEN in Frankfurt stellen sich in einer Resolution hinter die Vorsitzenden ihrer Landtagsfraktion. Übrigens: auch in diesem Jahr soll der Nazi-Aufmarsch am 18. Februar in Dresden wieder durch eine Massendemonstration blockiert werden. Aus Frankfurt fahren viele Busse und Janine Wissler und Willi van Ooyen wollen auch wieder dabei sein!</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Mit Emp&#246;rung reagieren Kreisvorstand und Fraktion der Frankfurter LINKEN auf Presseberichte, denen zufolge die CDU-Fraktion im hessischen Landtag f&#252;r die Aufhebung der parlamentarischen Immunit&#228;t von Janine Wissler und Willi van Ooyen eintritt. Nur so kann man die &#196;u&#223;erung der CDU-Abgeordneten Karin Wolff nach der gestrigen Sitzung des Landtagshauptausschusses verstehen. Sie nannte die Gegenwehr unserer beiden Landtagsabgeordneten einen "skrupellosen Versuch, die Justiz zu behindern". "Offensichtlich will die Dresdener Staatsanwaltschaft ein Exempel statuieren, um Protest gegen Nazi-aufm&#228;rsche zu kriminalisieren", meinte Kreisvorstandssprecher Klaus Willkomm-Wiemer. <br />Tats&#228;chlich hat die Staatsanwaltschaft so zu sagen stellvertretend f&#252;r 10 000 Demonstranten nur Fraktionsvorsitzende der LINKEN wegen angeblicher R&#228;delsf&#252;hrerschaft angeklagt.<br />Dass die CDU-Fraktion im hessischen Landtag diesem Vorsto&#223; noch R&#252;ckendeckung gibt, wo angesichts zahlreicher Nazi-Mordtaten klar ist, dass Faschismus keine Meinung ist, sondern ein Verbrechen, zeigt einmal mehr, dass die hessische CDU aus der deutschen Geschichte nichts gelernt hat.&#160; "Schlimmer noch", meint Dominike Pauli, Fraktionsvorsitzende der LINKEN im Frankfurter R&#246;mer, "wer die Kriminalisierung von demokratischem Protest unterst&#252;tzt, der gibt indirekt Nazis recht und ermutigt sie, ihre verbrecherischen Taten fortzusetzen!"<br />&#160;<br />Kontakt: Klaus Willkomm-Wiemer, Sprecher des Kreisverbands Frankfurt<br />&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160; Dominike Pauli, Fraktionsvorsitzende DIE LINKE.im R&#246;mer<br /><br /></p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Heinrich Krebs</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2012-01-22T11:15:00Z</dc:date>
    <dc:type>Nachricht</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://www.linke-frankfurt.de/meldungen/rosa-und-karl-ermordet-durch-rechte-staatsschuetzer">
    <title>Rosa und Karl - ermordet durch rechte "Staatsschützer"</title>
    <link>http://www.linke-frankfurt.de/meldungen/rosa-und-karl-ermordet-durch-rechte-staatsschuetzer</link>
    <description>Etwa 100 Menschen hatten sich am vergangenen Samstag, den 14.01. an der Bockenheimer Warte versammelt, um der vor 92 Jahren durch rechte Freicorps ermordeten Ikonen der Arbeiterbewegung Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht zu gedenken. Nach einer Auftaktkundgebung begab man sich auf einen Marsch durch Bockenheim zur Rosa-Luxemburg-Gedenktafel am Titania. An diesem Ort hatte Rosa ihre bekannte Rede gegen den 1. Weltkrieg gehalten und war dafür für Jahre ins Gefängnis geworfen worden.</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Auf der Auftaktkundgebung betonte Volkhard Mosler vom Kreisvorstand der Linken in Frankfurt, dass es hier nicht um "Traditionalismus" gehe. Vielmehr gelte es der Aufforderung "Alles Lernen, nichts vergessen!" von Karl Liebknecht nachzukommen. Als einziger Abgeordneter des Reichstags hatte es Liebknecht gewagt, gegen die Kriegskredite zur Finanzierung des 1. Weltkriegs zu stimmen. Dabei hatte er nicht nur dem Druck der kaisertreuen Mehrheit im Parlament standzuhalten, sondern auch dem aus seiner eignen, der sozialdemokratischen Fraktion, die von der generellen Kriegsgegnerschaft der internationalen Arbeitbewegung zum Hurra-Patriotismus &#252;bergelaufen war. Kurze Zeit sp&#228;ter wurde er unter fadenscheinigen Vorw&#252;rfen bis Kriegsende inhaftiert. "Das gaben zwar auch die kaiserlichen Gesetzte so nicht her", so Mosler, "Aber der Mann mit seinem starken Einfluss auf die Arbeiterjugend war den Herrschenden einfach zu gef&#228;hrlich geworden."<br /><br />Hauptredner auf der Abschlusskundgebung in der Basaltstra&#223;e war der Autor und Journalist Klaus Gietinger. Er widmete sich vor allem dem Luxemburg und Liebknecht-M&#246;rder Waldemar Pabst. Pabst war der Chef des gr&#246;&#223;ten der Freicorps, die im Auftrag der - nach dem Zusammenbruchs des Kaiserreichs sozialdemokratischen - Reichsregierung, die revolution&#228;re Arbeiter- und Soldatenbewegung der R&#228;te ausschalten sollte. Nachdem Pabst der beiden Arbeiterf&#252;hrer habhaft werden konnte, lie&#223; er sie (mit R&#252;ckdeckung der Regierung) hinterr&#252;cks ermorden. Die Morde wurden offiziell nie aufgekl&#228;rt. Kein Wunder, da die mit der Aufkl&#228;rung beauftragte "unabh&#228;ngige" Untersuchungskommission doch aus Angeh&#246;rigen eben dieses Freicorps bestand. Pabst konnte unbehelligt bis zu seinem nat&#252;rlichen Tod im Jahre 1970 als Waffenh&#228;ndler in der Bundesrepublik leben. Auch die Herausgabe einer rechtradikalen Zeitung und seine offene Unterst&#252;tzung f&#252;r die NPD gereichtem ihm nicht zum Nachteil. Im Gegenteil erfreute er sich bester Kontakte zu den westdeutschen Geheimdiensten. Ganz in dieser Tradition stehe auch noch der heutige Verfassungsschutz, der die aktuelle Mordserie aus der Neonaziszene mehr vertusche als aufkl&#228;re, so Gietinger. Unter Beifall der Versammelten forderte er deshalb die <a class="internal-link" href="../termine/demo-staatliche-unterstuetzung-fuer-nazis-beenden-verfassungsschutz-aufloesen">Aufl&#246;sung des Verfassungsschutzes</a>.<br /><br />F&#252;r den kulturellen Teil der Kundgebung sorgten die Schauspieler Erich Schaffner und Bettina Kaminski. Schaffner steuerte in seinem bekannt ironischen Unterton Beitr&#228;ge &#252;ber den Wandel der Sozialdemokratie von der revolution&#228;ren Arbeiterpartei, &#252;ber die patriotische, zur Regierungspartei bei. Bettina Kaminski vom Freien Schauspiel Ensemble Frankfurt gelang es Rosa Luxemburg vor den Augen ihrer Zuschauer wieder auferstehen zu lassen.&#160; Sie trug Teile des aus Originaltexten der Revolution&#228;rin zusammengesetzten Dramas <a class="external-link" href="http://www.freiesschauspiel.de/Rosa.html">"Ich werde sein"</a> vor.</p>
<p>Nachtrag: Auf der Kundgebung wurde auch eine Sammlung f&#252;r die Finanzierung der Busse zur Nazi-Blockade am 18.02. in Dresden gemacht. Insgesamt kamen dabei 325,- Euro zusammen, mit denen auch Geringverdienern die Teilnahme an der Demonstration erm&#246;glicht werden soll.</p>
<p>&#160;</p>
<p><img class="image-inline" src="RosaLVolkhardMosler.JPG" /></p>
<p><i>Volkhard Mosler erinnerte auch an Karl Liebknecht, der als einziger Reichstagsabgeordneter, den Kriegskrediten f&#252;r den 1. Weltkrieg seine Zustimmung verweigerte.</i></p>
<p>&#160;</p>
<p><img class="image-inline" src="RosaLErichSchaffner.JPG" /></p>
<p><i>Erich Schaffner, der auch "a capella" &#252;ber die angepasste Sozialdemokratie l&#228;sterte.</i></p>
<p>&#160;</p>
<p><img class="image-inline" src="RosaLGedenkzugdurchBockenheim.JPG" /></p>
<p><i>Den Genossen Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht zum Gedenken durch Bockenheim.</i></p>
<p>&#160;</p>
<p><img class="image-inline" src="RosaLKlausGietinger.JPG" /></p>
<p><i>Klaus Gietinger forderte als Lehre aus der Geschichte die Aufl&#246;sung des Verfassungsschutzes.</i></p>
<p>&#160;</p>
<p><img class="image-inline" src="RosaLBettinaKaminski.JPG" /></p>
<p><i>Bettina Kaminski lie&#223; mit ihrem mitrei&#223;enden Vortrag f&#252;r einen Moment Rosa Luxemburg wieder auferstehen.</i></p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Heinrich Krebs</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2012-01-17T14:35:00Z</dc:date>
    <dc:type>Nachricht</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://www.linke-frankfurt.de/meldungen/janine-wissler-ob-kandidatin-der-linken-frankfurt">
    <title> Janine Wissler: OB-Kandidatin der  LINKEN Frankfurt </title>
    <link>http://www.linke-frankfurt.de/meldungen/janine-wissler-ob-kandidatin-der-linken-frankfurt</link>
    <description>Janine Wissler kandiert für die LINKE Frankfurt für das Amt der Oberbürgermeisterin. Sie wurde auf der Kreismitgliederversammlung am 17. Dezember mit 93,9 Prozent der gültigen Stimmen offiziell zur Kandidatin gekürt.</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p><b>&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160; </b></p>
<p>Janine Wissler kandiert f&#252;r die LINKE Frankfurt f&#252;r das Amt der Oberb&#252;rgermeisterin. Sie wurde auf der Kreismitgliederversammlung am 17. Dezember mit 93,9 Prozent der g&#252;ltigen Stimmen offiziell zur Kandidatin gek&#252;rt.</p>
<p>Frankfurt brauche eine soziale Alternative zu den neoliberalen Parteien, so die OB-Kandidatin der LINKEN. Deshalb werden bezahlbarer Wohnraum, Flugl&#228;rm, soziale Gerechtigkeit und der Kampf gegen Nazis die zentralen Themen im Wahlkampf werden. &#8222;Im Gegensatz zu den anderen Parteien ist DIE LINKE beim Thema Flughafen glaubw&#252;rdig. W&#228;hrend Rhein Mitglied einer Landesregierung ist, die gegen das Nachtflugverbot klagt, gibt er als OB-Kandidat vor, f&#252;r ein Nachtflugverbot zu sein.</p>
<p>DIE LINKE ist auf allen Ebenen konsequent gegen Flughafenausbau und f&#252;r ein Nachtflugverbot&#8220;, so Wissler.</p>
<p>In ihrer Rede Wissler hervor, wie wichtig ein linkes Gegengewicht zu CDU, GR&#220;NE und SPD in Frankfurt n&#246;tig ist. &#8222;DIE LINKE will das Auseinanderdriften der Gesellschaft in Arm und Reich verhindern. Es ist ein Skandal, wenn in einer reichen Stadt wie Frankfurt immer mehr Menschen in Armut leben.&#8220;</p>
<p>Eine weitere zentrale Frage sei die Schaffung bezahlbaren Wohnraums. &#8222;Leerstand und Mietwucher m&#252;ssen wirksam bek&#228;mpft werden, Familien und Studierende brauchen bezahlbaren Wohnraum. Kriminell sind die, die Wohnraum zu Abschreibungszwecken leer stehen lassen und nicht die Studierenden, die mit friedlichen Besetzungen auf die Misere aufmerksam machen.&#8220;</p>
<p>&#160;</p>
<p>Zudem solle der Kampf gegen Rechts eine Rolle im Wahlkampf spielen. &#8222;Frankfurt ist eine weltoffene Stadt. Frankfurt bietet Raum f&#252;r 180 Nationalit&#228;ten, aber keinen Platz f&#252;r Nazis.&#8220;</p>
<p>&#160;</p>
<p>euer</p>
<p>Kreisvorstand Kreisverband Frankfurt am Main</p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Marcel Hoppe</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2011-12-17T14:50:39Z</dc:date>
    <dc:type>Nachricht</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://www.linke-frankfurt.de/meldungen/minister-boris-rhein-und-der-fluglaerm-2013-noch-nie-ist-ein-wahlkampfversprechen-schneller-zerplatzt">
    <title>Minister Boris Rhein und der Fluglärm – noch nie ist ein Wahlkampfversprechen schneller zerplatzt</title>
    <link>http://www.linke-frankfurt.de/meldungen/minister-boris-rhein-und-der-fluglaerm-2013-noch-nie-ist-ein-wahlkampfversprechen-schneller-zerplatzt</link>
    <description>Gestern noch hat der CDU-Kandidat für das Amt des Frankfurter Oberbürgermeisters Boris Rhein den lärmgeplagten Bürgern ein absolutes Nachtflugverbot auf dem Frankfurter Flughafen versprochen. Heute schon stimmte er im Landtag genau gegen dieses Verbot. In einer Presseerklärung prangert Janine Wissler, die Vorsitzende der Linksfraktion im Landtag, den dreisten Wortbruch an.</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Anl&#228;sslich des Abstimmungsverhaltens der Regierungsfraktionen zum Nachtflugverbot in Frankfurt, dessen Einhaltung Innenminister Boris Rhein (CDU) gestern Abend vollmundig gefordert hat und das heute mit den Stimmen von CDU und FDP im Landtag abgelehnt wurde, erkl&#228;rt Janine Wissler, Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag: &#8222;Ein solcher Start in den Frankfurter OB-Wahlkampf d&#252;rfte ohne Beispiel sein. In Frankfurt erkl&#228;rt der frisch gek&#252;rte OB-Kandidat der CDU, Boris Rhein, sich f&#252;r ein absolutes Nachtflugverbot einzusetzen. Nur einen Tag sp&#228;ter ist diese Aussage schon wertlos.&#8220;</p>
<p>Noch nie ist ein Wahlkampfversprechen schneller zerplatzt als dieses von Boris Rhein, so Wissler. Die flugl&#228;rmgeplagten Menschen w&#252;ssten nun zumindest, was sie von den Versprechungen des CDU-Kandidaten zu halten h&#228;tten: nichts!</p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Heinrich Krebs</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2011-12-14T11:25:00Z</dc:date>
    <dc:type>Nachricht</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://www.linke-frankfurt.de/meldungen/fluglaerm-macht-krank">
    <title>Fluglärm macht krank!</title>
    <link>http://www.linke-frankfurt.de/meldungen/fluglaerm-macht-krank</link>
    <description>Am 5. Dezember demonstrierten erneut etwa 3.500 Menschen im Terminal 1 des Frankfurter Flughafens gegen den zunehmenden Fluglärm. Das waren rund 1.000 Menschen mehr als in der Woche zuvor. Für DIE LINKE waren die Landtagsabgeordneten Hermann Schaus und Janine Wissler sowie der Fraktionsvorsitzende der Römerfraktion Lothar Reiniger dabei. Die Stadt und der Flughafenbetreiber Fraport hatten im Vorfeld "Lärmauflagen" für die Demonstration festgelegt: Vuvuzelas und Trillerpfeifen waren verboten, die seien zu laut. Aber was ist der Krach einer Trillerpfeife gegen ein startendes Flugzeug? </description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>&#160;</p>
<p><img class="image-inline" src="Unbenannt.jpg" /></p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Heinrich Krebs</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2011-12-06T22:28:38Z</dc:date>
    <dc:type>Nachricht</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://www.linke-frankfurt.de/meldungen/201eein-neuer-aufbruch-fuer-die-linke-201c">
    <title>„Ein neuer Aufbruch für DIE LINKE?!“</title>
    <link>http://www.linke-frankfurt.de/meldungen/201eein-neuer-aufbruch-fuer-die-linke-201c</link>
    <description>Unter diesem Motto treffen am Wochenende 10. - 11. Dezember die Mitglieder der Sozialistischen Linken (SL) zu ihrer jährlichen Hauptversammlung im Frankfurter "Haus der Jugend" zusammen.  Als Gastredner dürfen sie in diesem Jahr den Vorsitzenden der Bundestagsfraktion Gregor Gysi und mit Sahra Wagenknecht eine seiner neu gewählten Stellvertreterinnen begrüßen. Das Treffen ist parteiöffentlich.</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>&#160;</p>
<p>Der Auftritt Gregor Gysis im Sachsenh&#228;user <a class="external-link" href="http://www.jugendherberge-frankfurt.de/wegbeschreibung/">"Haus der Jugend Frankfurt"</a> ist f&#252;r Samstagabend um 18 Uhr geplant. Er soll 45 Minuten zu " Ein neuer Aufbruch f&#252;r DIE LINKE &#8211; Zum Zustand der Partei, Vorschl&#228;ge zur &#220;berwindung der Krise, Anforderungen an die SL" reden. Anschlie&#223;end ist eine Plenardiskussion geplant. Sahra Wagenknecht wird dann am Sonntag um 14:30 Uhr erwartet. Sie soll sich mit " Aufgaben der LINKEN im Jahr 2012" besch&#228;ftigen.</p>
<p>Neben den beiden RednerInnen ist noch mit viel weiterer Parteiprominenz zu rechnen. Der <a class="external-link" href="http://www.sozialistische-linke.de/ueber-uns">mitgliederst&#228;rksten politischen Str&#246;mung</a> innerhalb der Partei DIE LINKE geh&#246;ren auch viele Bundestagsabgeordnete an, so die hessischen Bundestagsabgeordneten Werner Dreibus, Wolfgang Gehrcke und Christine Buchholz. F&#252;r Sonntagmorgen ab 9 Uhr sieht die Tagesordnung die Debatte &#252;ber den <a class="external-link" href="http://www.sozialistische-linke.de/images/dateien/mv11/261011_ein_neuer_aufbruch_fuer_dielinke.pdf">Leitantrag</a> vor, in den der "Ghostwriter" von Michael Schlecht Fabio De Masi einf&#252;hren wird. F&#252;r Samstagnachmittag und Sonntagvormittag stehen dar&#252;ber hinaus eine Menge interessanter Arbeitsgruppen auf dem <a class="external-link" href="http://www.sozialistische-linke.de/veranstaltungen/mitgliederversammlung/mitgliederversammlung-2011/tagesordnung-vorschlag">Programm</a>.</p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Heinrich Krebs</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2011-12-06T09:50:00Z</dc:date>
    <dc:type>Nachricht</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://www.linke-frankfurt.de/meldungen/gedenken-an-182-opfer-rechtradikalen-hasses">
    <title>Gedenken an 182 Opfer rechtsradikalen Hasses</title>
    <link>http://www.linke-frankfurt.de/meldungen/gedenken-an-182-opfer-rechtradikalen-hasses</link>
    <description>Ca. 100 Menschen sind am Dienstagabend in der Frankfurter Biebergasse zu einer Mahnwache zusammengekommen. Sie gedachten der inzwischen mindestens 182 Opfer neofaschistischer Gewalt, die es seit 1990 in Deutschland gegeben hat. Die geplante Verlesung aller ihrer Namen mit einer kurzen Schilderung der Todesumstände drohte den zeitlichen Rahmen der Zusammenkunft zu sprengen - so viele sind es schon. </description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Jetzt ist es raus: Die Toten der sogenannten "D&#246;nermorde" und eine ermordete Polizistin sind Opfer einer rechtradikalen Terrorzelle. Doch die Aufregung scheint den zwischen der Frankfurter Hauptwache und dem Goethe-Platz Versammelten geheuchelt. Tats&#228;chlich sind die Opfer der Nazi-Terroristen vom "Nationalsozialistischen Untergrund" (NSU) nur die Spitze des Eisbergs einer rechtsradikalen Mordspur, die sich seit 1990 durch Deutschland zieht. Und es ist eine Geschichte des Wegschauens, Verharmlosens und Vertuschens. 300 Polizisten waren mit der Untersuchung der sogenannten "D&#246;nermorde" betraut, erz&#228;hlt Mustafa Kormaz vom T&#252;rkischen Volkshaus Frankfurt, dem Veranstalter der Mahnwache. Alles sei untersucht worden: illegale Gesch&#228;fte, Mafia, sogar die Verwandten wurden verd&#228;chtigt. Nur einen m&#246;glichen rassistischen oder rechtsradikalen Hintergrund hatte niemand beleuchtet. Deshalb spricht Hans Christoph Stoodt von der Frankfurter Anti-Nazi Koordination auch von T&#228;tern und "M&#246;glichmachern". Zu den "M&#246;glichmachern" z&#228;hlt er auch staatliche Organe insbesondere aus den Reihen des Verfassungsschutzes. Die h&#228;tten mit ihren vielen bezahlten Informanten in der Szene das m&#246;rderische Treiben der NSU nicht nur fr&#252;hzeitig erkennen und verhindern m&#252;ssen, sie finanzieren mit den Geldern f&#252;r die Kontaktleute in der Szene den rechtsradikalen Sumpf sogar wesentlich mit. Inzwischen g&#228;be es sogar Hinweise, dass selbst die Rechtsterroristin Beate Zsch&#228;pe als Informantin des th&#252;ringischen Verfassungsschutzes t&#228;tig gewesen sei. F&#252;r die Vorsitzende der hessischen Linksfraktion Janine Wissler sind "die Verfassungssch&#252;tzer nicht Teil der L&#246;sung sondern Teil des Problems". Deshalb waren sich die Redner des Abend weitgehend einig, dass man solche Staatssch&#252;tzer, die uns nicht sch&#252;tzen, nicht mehr braucht. Aufgekl&#228;rt werden m&#252;sse auch, inwieweit sich staatliche Akteure durch Wegschauen oder gar aktive Hilfestellung selbst strafbar gemacht haben. Einig ist man sich auch in der Forderung nach einem Verbot der NPD. Sie ist mit der gewaltbereiten Neonazi-Szene personell aufs Engste verquickt, stellt ihr die Logistik und aus den staatlichen Wahlkampfkostenerstattungen auch die Finanzierung.</p>
<p>&#160;</p>
<p>Statt sich um die Bedrohung einer pluralistischen und demokratischen Gesellschaft durch Rechtsradikale in ihrem Land zu k&#252;mmern, konzentriert sich die Staatsanwaltschaft Dresden derweil auf die Verfolgung von Antifaschisten. Wegen Aufruf und Teilnahme an den Blockadeaktionen gegen den faschistischen Aufmarsch in Dresden zu Beginn des Jahres haben die Dresdner Strafverfolger die Aufhebung der parlamentarischen Immunit&#228;t der Linksfraktion-Vorsitzenden in Sachsen, Th&#252;ringen und Hessen, darunter Janine Wissler verlangt. Trotzdem oder gerade deswegen sei es wichtig, den Aufmarsch der Rechten aus ganz Europa in Dresden auch im n&#228;chsten Jahr wieder zu verhindern, rief Wissler die Teilnehmer der Mahnwache auf. Sie zumindest sei auch im n&#228;chsten Jahr wieder in Dresden dabei - "mit oder ohne Immunit&#228;t".</p>
<p>&#160;</p>
<p><a class="external-link" href="http://www.janine-wissler.de/content/in-bewegung/berichteaktionen/609-mahnwache-gegen-nazi-terror.html" target="_blank">Hier der Redebeitrag von Janine Wissler.</a></p>
<p>&#160;</p>
<p><img class="image-inline" src="Transparent004.JPG" /></p>
<p>&#160;</p>
<p>Im Gedenken an die Opfer dokumentieren wir im Folgenden ihre Namen und die Todesumst&#228;nde. Bilden Sie sich selbst eine Meinung, ob es berechtigt ist bei diesen Menschen von Opfern rechtsradikaler Gewalt zu sprechen. Die Bundesregierung listet "nur" 47 offizielle Opfer auf:</p>
<p>&#160;</p>
<p><b>182 Todesopfer extrem rechter, rassistischer, antisemitischer und neofaschistischer Gewalt seit 1990</b></p>
<p><b>(Quelle: <a href="https://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/news/chronik-der-gewalt/todesopfer-rechtsextremer-und-rassistischer-gewalt-seit-1990">https://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/news/chronik-der-gewalt/todesopfer-rechtsextremer-und-rassistischer-gewalt-seit-1990</a>) &#160;</b></p>
<p><b>1990 </b></p>
<p><b>1. Mahmud Azhar, 40 Jahre</b><br /> Der pakistanische Doktorand Mahmud Azhar wurde am 7. Januar 1990 von einem DDR-B&#252;rger auf dem Gel&#228;nde der Freien Universit&#228;t Berlin rassistisch beschimpft und geschlagen. Als er telefonisch Hilfe rufen wollte, schlug ihn der Angreifer mit einem Feuerl&#246;scherrohr auf den Kopf. Am 6.M&#228;rz erlag er seinen Verletzungen.</p>
<p><b>2. Andrzej Fratczak</b><br /> Am 7. Oktober 1990 wurde er bei einem &#220;berfall durch drei Jugendliche vor einem Nachtclub in L&#252;bbenau (Brandenburg) totgeschlagen und -getreten. Die drei deutschen T&#228;ter wurden zu Freiheitsstrafen von acht Monaten zu dreidreiviertel Jahren verurteilt. Zwei von ihnen waren an einem Angriff auf das Asylbewerberheim in L&#252;bbenau beteiligt.</p>
<p><b>3. Amadeu Antonio Kiowa, 28 Jahre </b><br /> Am 25. November 1990 wurde er in Eberswalde (Brandenburg) bei einem Angriff von 50 Rechtsextremisten auf drei Personen afrikanischer Herkunft vor einem Gasthof mit Kn&#252;ppeln ins Koma gepr&#252;gelt. Er starb elf Tage sp&#228;ter.</p>
<p><b>4. Klaus-Dieter Reichert, 24 Jahre</b><br /> Am 11. Dezember 1990 wurde er in seiner Wohnung in Berlin-Lichtenberg von drei Skinheads, die beauftragt waren bei ihm Schulden einzutreiben, zusammengeschlagen. In Panik sprang er aus dem Fenster, fiel zehn Stockwerke tief und starb.</p>
<p><b>5. Nihad Yusufoglu, 17 Jahre</b><br /> Er wurde am 28. Dezember 1990 in Hachenburg (Rheinland-Pfalz) von einem gleichaltrigen Skinhead mit einem Messerstich ins Herz get&#246;tet.</p>
<p><b>6. Obdachloser, 31 Jahre </b><br /> Er wurde am 31. Dezember 1990 in Flensburg (Schleswig-Holstein) von jugendlichen Skinheads zusammengeschlagen und -getreten. Er starb sechs Tage sp&#228;ter an seinen Verletzungen.</p>
<p><b>7. Alexander Selchow, 21 Jahre, Bundeswehrsoldat</b><br /> Am 31. Dezember 1990 wurde er in Rosdorf (Niedersachsen) von zwei 18-j&#228;hrigen Skinheads, die der FAP (Freiheitliche Deutsche Arbeiterpartei) angeh&#246;rten, mit mehreren Messerstichen schwer verletzt. Er starb am 01.01.1991 an den Folgen des Angriffs.</p>
<p><b>1991</b></p>
<p><b>8. Jorge Jo&#227;o Gomondai, 28 Jahre (RT)</b>&#160;<b>(A)</b><br /> Am 31. M&#228;rz 1991 wurde Jorge Jo&#227;o Gomondai in Dresden (Sachsen) w&#228;hrend einer Auseinandersetzung mit Skinheads aus einer fahrenden Stra&#223;enbahn gesto&#223;en oder sah sich aus Angst dazu gezwungen, aus der Bahn zu springen. Er starb an seinen schweren Kopfverletzungen.</p>
<p><b>9. Matthias Knabe, 23 Jahre</b><br /> Matthias Knabe wurde bei Gifhorn (Niedersachsen) von 15 Rechtsextremen am 08.05.1991 angegriffen. Im Verlauf des Angriffs trieben sie den Punk auf die Bundesstra&#223;e 4, wo er von einem Auto erfasst wurde. Er erlitt schwere Hirnverletzungen, die am 4. M&#228;rz 1992 zu seinem Tod f&#252;hrten.</p>
<p><b>10. Helmut Leja, 39 Jahre, Obdachloser (HM)</b><br /> Der Obdachlose Helmut Leja wurde am 4. Juni 1991 in Gifhorn-K&#228;storf (Niedersachsen) von einem Jugendlichen erstochen. Der T&#228;ter geh&#246;rte der &#246;rtlichen Skinheadszene an und beschimpfte Helmut Leja im Vorfeld als &#8222;Abschaum&#8220;.</p>
<p><b>11. Agostinho Comboio, 34 Jahre (RT)</b>&#160;<b>(A)</b><br /> Am 15. Juni 1991 wurde Agostinho Comboio in Friedrichshafen (Baden-W&#252;rttemberg) von einem Rechtsextremen verpr&#252;gelt und erstochen.</p>
<p><b>12. Samuel Kofi Yeboah, 27 Jahre (RT)</b>&#160;<b>(A)</b><br /> Am 19. September 1991 verbrannte Samuel Kofi Yeboah in einem Asylbewerberheim in Saarlouis (Saarland), auf das ein Brandanschlag ver&#252;bt worden war.</p>
<p><b>13. Gerd Himmst&#228;dt, 30 Jahre</b><br /> Er wurde am 1. Dezember 1991 in Hohenselchow (Brandenburg) von sieben Jugendlichen mit Baseballschl&#228;gern zusammengeschlagen. Die T&#228;ter geh&#246;ren nach eigenem Bekunden &#8222;dem Kern der rechten Szene an&#8220;. Gerd Himmst&#228;dt verstarb am 3. Dezember 1991 an den Folgen des Angriffs.</p>
<p><b>14. Timo K&#228;hlke, 29 Jahre (RT)</b>&#160;<b>(A)</b><br /> Er wurde am 12. Dezember 1991 in Meuro (Brandenburg) von Mitgliedern einer &#8222;Wehrsportgruppe&#8220; erschossen, als diese sein Auto f&#252;r einen geplanten &#220;berfall stehlen wollten.</p>
<p><b>&#160;1992</b></p>
<p>15. 18-J&#228;hriger<br /> Ein 18-j&#228;hriger Jugendlicher wurde am 05. Januar 1992 in Gransee (Brandenburg) von 15 Neonazis erschlagen.</p>
<p><b>16. &#8211; 18.&#160; Dreik&#246;pfige Familie aus Sri Lanka</b><br /> Sie starben am 31. Januar 1992 bei einem Brandanschlag auf ihre Fl&#252;chtlingsunterkunft in Lampertheim (Hessen).</p>
<p><b>19. Dragomir Christinel, 18 Jahre, Asylbewerber </b><br /> Er wurde am 15. M&#228;rz 1992 bei einem &#220;berfall von 25 Skinheads auf ein Asylbewerberheim in Saal (Mecklenburg-Vorpommern) aus Rache f&#252;r eine vorausgegangene Auseinandersetzung zwischen Deutschen und Rum&#228;nen zu Tode gepr&#252;gelt.</p>
<p><b>20. Gustav Schneeclaus, 52 Jahre, Seemann</b><br /> Weil er Hitler als &#8222;gro&#223;en Verbrecher&#8220; bezeichnet hatte, wurde er am 18. M&#228;rz 1992 in Buxtehude (Niedersachsen) von Skinheads so schwer misshandelt, dass er am 22. M&#228;rz 1992 an den Folgen seiner Verletzungen starb.</p>
<p><b>21. Ingo Finnern, 31 Jahre, Obdachloser</b><br /> Nachdem er sich am 19. M&#228;rz 1992 in Flensburg (Schleswig-Holstein) gegen&#252;ber einem Skinhead als Sinto zu erkennen gegeben hatte, wurde er&#160; von diesem ins Hafenbecken gesto&#223;en und ertrank.</p>
<p><b>22. Erich Bosse</b><br /> Er kam am 4. April 1992 bei einem Brandanschlag auf ein Asylbewerberheim in H&#246;rstel (Nordrhein-Westfalen) ums Leben.</p>
<p><b>23. Nguyen Van Tu, 24 Jahre</b><br /> Am 24. April 1992 wollte er zwei vietnamesischen Freunden helfen, die in Berlin-Marzahn von einer Gruppe rechter Jugendlicher verpr&#252;gelt wurden. Er wollte die Jugendlichen zur Rede stellen und wurde jedoch von einem von ihnen mit einem Messer erstochen.</p>
<p><img class="image-inline" src="Transparent001.JPG" /></p>
<p><b>24. Thorsten Lamprecht, 23 Jahre</b><br /> Am 9. Mai 1992 wurde er in Magdeburg (Sachsen-Anhalt) bei einem &#220;berfall von 60 Skinheads auf eine Punk-Fete mit Baseballschl&#228;gern angegriffen. Er erlag seinen Verletzungen am 11. Mai 1992.</p>
<p><b>25. Emil Wendtland, 50 Jahre, Obdachloser</b><br /> Er wurde am 1. Juli 1992 von drei Skinheads, die sich zum &#8222;Penner klatschen&#8220; verabredet hatten, im Rosengarten von Neuruppin (Brandenburg) zusammengeschlagen und anschlie&#223;end erstochen.</p>
<p><b>26. Sadri Berisha, 56 Jahre</b><br /> Am 8. Juli 1992 wurde der Kosovo-Albaner von sieben Skinheads, die &#8222;Polacken klatschen&#8220; wollten, bei einem Angriff auf seine Unterkunft in Ostfildern-Kemnat (Baden-W&#252;rttemberg) mit einem Baseballschl&#228;ger erschlagen.</p>
<p><b>27. Dieter Klaus Klein, 49 Jahre, Obdachloser</b><br /> Weil er sich &#252;ber den L&#228;rm und die &#8222;Sieg Heil&#8220;-Rufe beschwert hatte, wurde er am 1. August 1992 im Stadtpark von Bad Breisig (Rheinland-Pfalz) von zwei Skinheads zusammengetreten und danach mit einem Kampfmesser erstochen.</p>
<p><b>28. Ireneusz Szyderski, 24 Jahre, Erntehelfer</b><br /> Nach dem Besuch eines Diskozeltes am 3. August 1992 in Stotternheim (Th&#252;ringen) wurde er nach dem Versuch das Gel&#228;nde &#252;ber einen Zaun zu verlassen, von drei Ordnern, die der Skinheadszene angeh&#246;rten, so schwer verpr&#252;gelt, dass er an den Verletzungen an Kopf und R&#252;cken starb.</p>
<p><b>29. Frank B&#246;nisch, 35 Jahre, Obdachloser</b><br /> Er starb am 24. August 1992, als ein 23-j&#228;hriger Skinhead auf dem Zentralplatz in Koblenz (Rheinland-Pfalz) die gesamte Munition seiner Handfeuerwaffe auf eine Gruppe Obdachloser, Punks und Drogenabh&#228;ngiger abfeuerte.</p>
<p><b>30. G&#252;nter Heinrich Hermann Schwannecke, 58 Jahre, Obdachlose</b><br /> Am 29. August 1992 wurden er und ein weiterer Obdachloser auf einer Parkbank in Berlin-Charlottenburg von einem Mitglied des Ku-Klux-Klan mit einem Baseballschl&#228;ger zusammengeschlagen. Er erlag am 5. September 1992 seinen Verletzungen.</p>
<p><b>31. Waltraud Scheffler, Aushilfskellnerin</b><br /> Sie versuchte, bei einem &#220;berfall von Neonazis auf ein Lokal in Geierswalde (Sachsen) am 11. Oktober 1992 auf die mit &#8222;Sieg Heil&#8220;-Rufen Eindringenden einzureden und wurde dabei mit einer Holzlatte auf den Kopf geschlagen. An ihren schweren Verletzungen starb sie zw&#246;lf Tage sp&#228;ter.</p>
<p><b>32. Rolf Schulze, 52 Jahre, Obdachloser</b><br /> Am 7. November 1992 wurde er bei Lehnin (Brandenburg) von zwei Skinheads getreten, geschlagen, mit einer Propangasflasche verpr&#252;gelt und mehrmals in den K&#246;lpinsee untergetaucht. Seine Leiche wurde mit Benzin &#252;bergossen und angez&#252;ndet.</p>
<p><b>33. Karl-Hans Rohn, 53 Jahre, Metzger</b><br /> Am 13. November 1992 wurde er in Wuppertal (Nordrhein-Westfalen) in einem Lokal von zwei Rechtsextremisten geschlagen, angez&#252;ndet und erstickt, nachdem er sich als Jude ausgegeben hatte.</p>
<p><b>34. Alfred Salomon, 92 Jahre</b><br /> Der j&#252;dische Holocaust&#252;berlebende Alfred Salomon wurde am 21. November 1992 in einem Altenheim in W&#252;lfrath (Nordrhein-Westfalen) von einem Oberf&#252;hrer in der Organisation &#8222;Todt&#8220; wegen seiner j&#252;dischen Herkunft beschimpft. Er starb an einem Herzinfakt nach dem ihn der T&#228;ter mehrmals schlug.</p>
<p><b>35. Silvio Meier, 27 Jahre, Drucker</b><br /> Er geh&#246;rte zu einer Gruppe von vier Linken, die am 21. November 1992 in Berlin in eine Auseinandersetzung mit f&#252;nf Neonazis gerieten, als jene einen von ihnen aufforderten, den Aufn&#228;her &#8222;Ich bin stolz, ein Deutscher zu sein&#8220; abzunehmen. Zwei der Begleiter Silvio Meiers wurden schwer verletzt, er selbst mit Messerstichen in die Lunge get&#246;tet.</p>
<p><b>36. Bahide Arslan, 51 Jahre</b><br /> Am 23. November 1992 verbrannte sie in M&#246;lln (Schleswig-Holstein) bei einem von Neonazis ver&#252;bten Brandanschlag auf ein Haus, das von aus der T&#252;rkei stammenden Familien bewohnt wurde.</p>
<p><b>37. Ayse Yilmaz, 14 Jahre</b><br /> Am 23. November 1992 verbrannte sie in M&#246;lln (Schleswig-Holstein) bei einem durch Neonazis ver&#252;bten Brandanschlag auf ein Haus, das von aus der T&#252;rkei stammenden Familien bewohnt wurde.</p>
<p><b>38 Yeliz Arslan, 10 Jahre</b><br /> Am 23. November 1992 verbrannte sie in M&#246;lln (Schleswig-Holstein) bei einem durch Neonazis ver&#252;bten Brandanschlag auf ein Haus, das von aus der T&#252;rkei stammenden Familien bewohnt wurde.</p>
<p><b>39. Bruno Kappi, 55 Jahre, Zeitungsverteiler</b><br /> Am 15. Dezember 1992 wurde er vor einem Kaufhaus in Siegen tot aufgefunden. Zwei Neonazis schlugen Bruno Kappi brutal zusammen, traten dann auf ihn ein und lie&#223;en ihn anschlie&#223;end sterbend am Boden liegen.</p>
<p><b>40. Hans-Jochen Lommatsch, 51 Jahre, Baumaschinist</b><br /> Er wollte am 18. Dezember 1992 in Oranienburg (Brandenburg) nach seinem Auto sehen, als er von zwei Skinheads angegriffen und von einem der beiden mit Tritten und Faustschl&#228;gen get&#246;tet wurde.</p>
<p><b>41. Sahin Calisir, 20 Jahre</b><br /> Er wurde am 27. Dezember 1992 auf der Autobahn 57 bei Meerbusch (Nordrhein-Westfalen) von einem Rechtsradikalen mit dem Auto verfolgt und gerammt. Aus Angst verlie&#223; Sahin Calisir seinen Wagen, wurde von einem vorbeifahrenden Auto &#252;berfahren und starb.</p>
<p><b>&#160;1993</b></p>
<p><b>42. Karl Sidon, 45 Jahre, Parkw&#228;chter</b><br /> Am 18. Januar 1993 geriet er in Arnstadt (Th&#252;ringen) mit rechten Jugendlichen, mit denen er schon mehrfach Auseinandersetzungen gehabt hatte, in einem Streit und wurde bewusstlos geschlagen. Danach zogen ihn die Jugendlichen auf die Stra&#223;e, wo er von vorbeifahrenden Autos &#252;berfahren wurde. Er starb im Krankenhaus.</p>
<p><b>43. Mario J&#246;decke, 23 Jahre</b><br /> Am 24. Januar 1993 kam es in Schlotheim (Th&#252;ringen) vor einer Pizzeria w&#228;hrend eines &#8222;Heavy-Metal-Abends&#8220; zu einer Schl&#228;gerei zwischen einer Gruppe linker Punks und einer Gruppe rechter Heavy Metals. Im Verlauf der Schl&#228;gerei wurde Mario J&#246;decke, der mit einem Baseballschl&#228;ger bewaffnet war, von einem 17-j&#228;hrigen Skinhead durch einen Messerstich ins Herz get&#246;tet.</p>
<p><b>44. Mike Zerna, 22 Jahre</b><br /> Er wurde am 19. Februar 1993 in Hoyerswerda (Sachsen) bei einem &#220;berfall von rechten Skinheads auf linke Musiker zusammengeschlagen. Sie riefen &#8222;&#8220;Schlagt die Zecken tot!&#8220;" und kippten ein Auto auf den schon am Boden liegenden Mike Zerna. Er starb sechs Tage sp&#228;ter an seinen Verletzungen.</p>
<p><b>45. Mustafa Demiral, 56 Jahre</b><br /> Am 9. M&#228;rz 1993 wurde der Herzkranke in M&#252;lheim/Ruhr (Nordrhein-Westfalen) von zwei Deutschen rassistisch angep&#246;belt. Als er sich zur Wehr setzte, zielten sie mit einer Gaspistole auf seinen Kopf. Mustafa Demiral brach zusammen und starb kurz darauf an einem Herzanfall.</p>
<p><b>46. Hans-Peter Zarse, 18 Jahre</b><br /> Am 12. M&#228;rz 1993 geriet der Skinhead mit einem weiteren Mitglied der Szene in der N&#228;he von Uelzen (Niedersachsen) w&#228;hrend einer Moped-Panne in Streit. Sein Kamerad f&#252;hlte sich in seiner &#8222;Ehre beeintr&#228;chtigt&#8220;, um sie &#8222;wieder herzustellen&#8220; erstach er den 18-J&#228;hrigen.</p>
<p><b>47. Matthias L&#252;ders, 23 Jahre, Wehrpflichtiger</b><br /> Bei einem &#220;berfall von 40 rechten Skinheads auf eine Diskothek in Obhausen (Sachsen-Anhalt) am 24. April 1993 erhielt er zwei Schl&#228;ge auf den Kopf und erlag zwei Tage sp&#228;ter seinen Verletzungen.</p>
<p><b>48. Belaid Baylal, 42 Jahre, Asylbewerber</b><br /> Am 4. November 2000 starb er an den Sp&#228;tfolgen eines Angriffs zweier Skinheads am 8. Mai 1993 in einer Gastst&#228;tte in Belzig (Brandenburg). Er war seinerzeit beschimpft und verpr&#252;gelt worden und hatte mit lebensgef&#228;hrlichen Verletzungen am D&#252;nndarm ins Krankenhaus eingeliefert werden m&#252;ssen. Er starb schlie&#223;lich am dritten Darmverschluss.</p>
<p><b>49. Jeff Dominiak, 25 Jahre</b><br /> Am 26. Mai 1993 wurde der deutsch-&#228;gyptische Schauspieler Jeff Dominiak bei Waldeck (Brandenburg) von einem betrunkenem 17-j&#228;hrigen Neonazi mit einem gestohlenen Auto &#252;berfahren.</p>
<p><b>50. G&#252;rs&#252;n In&#231;e, 27 Jahre</b><br /> Sie starb am 29. Mai 1993 bei einem Brandanschlag auf das von der Familie Gen&#231; bewohnte Haus in Solingen (Nordrhein-Westfalen).</p>
<p><b>51. Hatice Gen&#231;, 18 Jahre</b><br /> Sie starb am 29. Mai 1993 bei einem Brandanschlag auf das von der Familie Gen&#231; bewohnte Haus in Solingen (Nordrhein-Westfalen).</p>
<p><b>52. H&#252;lya Gen&#231;, 9 Jahre</b><br /> Sie starb am 29. Mai 1993 bei einem Brandanschlag auf das von der Familie Gen&#231; bewohnte Haus in Solingen (Nordrhein-Westfalen).</p>
<p><b>53. Saime Gen&#231;, 4 Jahre</b><br /> Sie starb am 29. Mai 1993 bei einem Brandanschlag auf das von der Familie Gen&#231; bewohnte Haus in Solingen (Nordrhein-Westfalen).</p>
<p><b>54. G&#252;l&#252;stan &#214;zt&#252;rk, 12 Jahre</b><br /> Sie starb am 29. Mai 1993 bei einem Brandanschlag auf das von der Familie Gen&#231; bewohnte Haus in Solingen (Nordrhein-Westfalen).</p>
<p><b>55. Horst Hennersdorf, 37 Jahre, Obdachloser</b><br /> Am 5. Juni 1993 wurde er in F&#252;rstenwalde (Brandenburg) von zwei jungen Rechtsextremisten zu Tode gequ&#228;lt. Mehrere Zeugen beobachteten die Tat ohne einzuschreiten.</p>
<p><b>56. Obdachloser, 33 Jahre</b><br /> Der Schlafende wurde am 16. Juli 1993 in Marl (Nordrhein-Westfalen) als &#8222;Judensau&#8220; beschimpft und von einem rechten Skinhead mit Schl&#228;gen und Tritten bewusstlos geschlagen. Er starb drei Monate sp&#228;ter, ohne das Bewusstsein wieder erlangt zu haben.</p>
<p><b>57. Hans-Georg Jakobson, 35 Jahre</b><br /> Am 28. Juli 1993 wurde der Schlafende von drei rechten Skinheads in einer S-Bahn nahe Strausberg (Brandenburg) geschlagen und getreten. Anschlie&#223;end warfen sie ihn aus der fahrenden S-Bahn. Er starb an seinen Verletzungen.</p>
<p><b>58. Bakary Singateh, 19 Jahre, Asylbewerber</b><br /> Er wurde am 7. Dezember 1993 im Eilzug von Hamburg nach Buchholz (Niedersachsen) von einem 54-j&#228;hrigen Deutschen durch einen Messerstich in den Bauch t&#246;dlich verletzt, weil sich dieser durch den Asylbewerber gest&#246;rt gef&#252;hlt hatte.</p>
<p><b>&#160;1994</b></p>
<p><b>59. Ali Bayram, 50 Jahre, Unternehmer</b><br /> Am Abend des 18. Februar 1994 wurde er in seiner Wohnung in Darmstadt (Hessen) von seinem Nachbarn erschossen. Auch seine Tochter wurde von einer Kugel am Arm verletzt. Der Nachbar war der Familie schon l&#228;ngere Zeit als Neonazi bekannt. Er begr&#252;ndete die Tat damit, dass die f&#252;nfk&#246;pfige Familie zu laut gewesen sei.</p>
<p><b>60. Eberhart Tennstedt, 43 Jahre</b><br /> Der Obdachlose Eberhart Tennstedt wurde am 5. April 1994 in Quedlinburg (Sachsen-Anhalt) von einer Clique im Alter von 21 bis 23 Jahren geschlagen und mit Sch&#252;ssen aus einer Gaspistole in einen Fluss getrieben. Die T&#228;ter hinderten ihr Opfer daran den Fluss zu verlassen, woraufhin der alkoholisierte Tennstedt ertrank.&#160;</p>
<p><b>61. Klaus R., 43 Jahre</b><br /> Er geriet am 28. Mai 1994 mit einer Gruppe von sechs rechten Skinheads, die eine Wohnung in einem Mietshaus in Leipzig (Sachsen) besetzt hatten, in einen Streit und wurde von diesen zu Tode gepr&#252;gelt.</p>
<p><b>62. Beate Fischer, 32 Jahre, Prostituierte</b><br /> Am 23. Juli 1994 wurde sie von drei Skinheads get&#246;tet und vor die M&#252;lltonnen eines Hauses in Berlin-Reinickendorf gelegt. Sie war den T&#228;tern zun&#228;chst freiwillig gefolgt, wollte nach einer Misshandlung jedoch gehen. Daraufhin wurde sie mehrfach vergewaltigt und anschlie&#223;end erw&#252;rgt.</p>
<p><b>63. Jan W., 45 Jahre, Bauarbeiter</b><br /> Am 26. Juli 1994 wurde der Pole von einer Gruppe junger Deutscher in die Berliner Spree getrieben, gewaltsam daran gehindert ans Ufer zur&#252;ckzuschwimmen und ertrank.</p>
<p><b>64. Gunter Marx, 42 Jahre</b><br /> Am 6. August 1994 wurde er in Velten (Brandenburg) von einer Gruppe von Rechten, die ihn ausrauben wollten, vom Fahrrad getreten. Als er ihnen sagte, dass er kein Geld bei sich habe, wurde er von einem der Rechten mit einem schweren Schraubenschl&#252;ssel erschlagen.</p>
<p><b>65. Piotr Kania, 18 Jahre</b><br /> Am 6. November 1994 geriet er auf dem Bahnhof von Rotenburg/Fulda (Hessen) in eine Auseinandersetzung mit f&#252;nf Bundeswehrrekruten. Nach Zeugenaussagen war einer der Soldaten eindeutig als Rechter erkennbar, weswegen ihn Kania als &#8222;Nazischwein&#8220; bezeichnete und ihn bis zum Bahnhofsvorplatz verfolgte, wo jener sich schlie&#223;lich pl&#246;tzlich umdrehte und ihm einen Sto&#223;dolch gezielt ins Herz rammte.</p>
<p><b>66. Michael G&#228;bler, 18 Jahre</b><br /> Am 20. November 1994 kam es in einem Jugendklub in Zittau (Sachsen) w&#228;hrend einer Party zu einem Streit mit einem Gast, der auf Grund nationalistischer Spr&#252;che Hausverbot erteilt bekam. G&#228;bler und ein Begleiter f&#252;hrten danach eine verbale Auseinandersetzung mit ihm, 150 Meter vom Klubhaus entfernt. Als sich der Begleiter zum Gehen abwandte, stach der bekennende Nazi mehrmals auf G&#228;bler ein, der daraufhin an den schweren Verletzungen starb.</p>
<p><b>1995</b></p>
<p><b>67. Horst Pulter, 65 Jahre, Obdachloser</b><br /> Am 5. Februar 1995 wurde der auf einer Parkbank im Stadtpark von Velbert (Nordrhein-Westfalen) Schlafende von sieben rechtsextremistischen Jugendlichen durch Tritte verletzt. Einer der Jugendlichen versetzte ihm zum Schluss einen t&#246;dlichen Messerstich.</p>
<p><img class="image-inline" src="Transparent002.JPG" /></p>
<p><b>68. Peter T., 24 Jahre, Bundeswehrsoldat</b><br /> Am 25. Mai 1995 wurde er bei einem Ausflug an einen Stausee bei Hohenstein/Ernstthal (Sachsen) von etwa zwanzig Skinheads, die zuvor Pakistanis angegriffen hatten, zusammengeschlagen. Er starb neun Tage sp&#228;ter.</p>
<p><b>69. Dagmar Kohlmann, 25 Jahre</b><br /> Am 16. Juli 1995 wurde sie in Altena (Nordrhein-Westfalen) vom vorbestraften und per Haftbefehl gesuchten Neonazi Thomas Lemke und seiner Freundin stundenlang auf das Schwerste misshandelt und nach ihrem gewaltsamen Tod in einem Wald verscharrt. W&#228;hrend der Gerichtsverhandlung teilte der T&#228;ter mit, dass er jemanden habe umbringen wollen, &#8222;einfach irgendjemanden, der dumm genug ist, in unsere Wohnung mitzukommen&#8220;.</p>
<p><b>70. Klaus-Peter Beer, 48 Jahre</b><br /> In der Nacht zum 7. September 1995 wurde der Homosexuelle von zwei Skinheads in Amberg (Bayern) in die Vils geworfen und ertrank.</p>
<p><b>&#160;1996</b></p>
<p><b>71. Maiamba Bunga</b><br /> Verbrannt in der Nacht zum 18. Januar 1996 bei einem Anschlag auf ein Fl&#252;chtlingsheim in L&#252;beck (Schleswig-Holstein).</p>
<p><b>72. Nsuzana Bunga</b><br /> Verbrannt in der Nacht zum 18. Januar 1996 bei einem Anschlag auf ein Fl&#252;chtlingsheim in L&#252;beck (Schleswig-Holstein).</p>
<p><b>73. Fran&#231;oise Makodila</b><br /> Verbrannt in der Nacht zum 18. Januar 1996 bei einem Anschlag auf ein Fl&#252;chtlingsheim in L&#252;beck (Schleswig-Holstein).</p>
<p><b>74. Christine Makodila</b><br /> Verbrannt in der Nacht zum 18. Januar 1996 bei einem Anschlag auf ein Fl&#252;chtlingsheim in L&#252;beck (Schleswig-Holstein).</p>
<p><b>75. Miya Makodila</b><br /> Verbrannt in der Nacht zum 18. Januar 1996 bei einem Anschlag auf ein Fl&#252;chtlingsheim in L&#252;beck (Schleswig-Holstein).</p>
<p><b>76. Christelle Makodila</b><br /> Verbrannt in der Nacht zum 18. Januar 1996 bei einem Anschlag auf ein Fl&#252;chtlingsheim in L&#252;beck (Schleswig-Holstein).</p>
<p><b>77. Legrand Makodila</b><br /> Verbrannt in der Nacht zum 18. Januar 1996 bei einem Anschlag auf ein Fl&#252;chtlingsheim in L&#252;beck (Schleswig-Holstein).</p>
<p><b>78. Jean-Daniel Makodila</b><br /> Verbrannt in der Nacht zum 18. Januar 1996 bei einem Anschlag auf ein Fl&#252;chtlingsheim in L&#252;beck (Schleswig-Holstein).</p>
<p><b>79. Rabia El Omari</b><br /> Verbrannt in der Nacht zum 18. Januar 1996 bei einem Anschlag auf ein Fl&#252;chtlingsheim in L&#252;beck (Schleswig-Holstein).</p>
<p><b>80. Sylvio Amoussou</b><br /> Verbrannt in der Nacht zum 18. Januar 1996 bei einem Anschlag auf ein Fl&#252;chtlingsheim in L&#252;beck (Schleswig-Holstein).</p>
<p><b>81. Patricia Wright, 23 Jahre</b><br /> Am 3. Februar 1996 wurde sie in Bergisch Gladbach (Nordrhein-Westfalen) von dem Neonazi Thomas Lemke misshandelt, vergewaltigt und anschlie&#223;end erstochen, weil sie bei einer fr&#252;heren Begegnung einen &#8222;Nazis Raus&#8220;-Aufn&#228;her auf der Jacke getragen hatte.</p>
<p><b>82. Sven Beuter, 23 Jahre</b><br /> Am 15. Februar 1996 wurde er in Brandenburg/Havel (Brandenburg) von einem Skinhead so schwer verpr&#252;gelt, dass er f&#252;nf Tage sp&#228;ter starb. Der T&#228;ter wollte an ihm seinen Hass auf &#8222;Zecken&#8220;, wie Linke und Punks von der rechten Szene genannt werden, ablassen.</p>
<p><b>83. Martin Kemming, 26 Jahre</b><br /> Am 15. M&#228;rz 1996 wurde der Aussteiger aus der rechten Szene in Dorsten-Rhade (Nordrhein-Westfalen) von dem Neonazi Thomas Lemke erschossen. Dieser hatte Kemming f&#252;r einen Verr&#228;ter gehalten, da er von ihm angezeigt und belastet worden war.</p>
<p><b>84. Bernd G., 43 Jahre, Gesch&#228;ftsmann</b><br /> Am 8. Mai 1996 wurde er in Leipzig-Wahren (Sachsen) nach einer Zechtour mit drei Rechtsextremisten von ihnen zusammengeschlagen und erstochen. Die Leiche versenkten die drei T&#228;ter im Ammelshainer See, wo sie eine Woche sp&#228;ter gefunden wurde.</p>
<p><b>85. Boris Morawek, 26 Jahre</b><br /> Am 11. Juli 1996 wurde er auf einem Platz in Wolgast (Mecklenburg-Vorpommern) von zwei Skinheads mit Tritten und Schl&#228;gen traktiert, weil er als &#8222;Kindersch&#228;nder keine Rechte mehr habe&#8220;. Von Zeugen gerufene Polizisten verhinderten nicht, dass weiterhin auf ihn eingetreten wurde. Zwei Tage sp&#228;ter starb er an seinen schweren Kopfverletzungen.</p>
<p><b>86. Werner Weickum, 44 Jahre, Elektriker</b><br /> Er wurde am 19. Juli 1996 am Bahnhof von Eppingen (Baden-W&#252;rttemberg) von einer rechtsgerichteten Jugendbande &#252;berfallen, ausgeraubt und zu Tode gepr&#252;gelt.</p>
<p><b>87. Andreas G&#246;tz, 34 Jahre</b><br /> Er starb an den Folgen eines &#220;berfalls durch sechs rechte Jugendliche am 1. August 1996 in Eisenh&#252;ttenstadt (Brandenburg). Sie erbeuteten 90 DM und erpressten die Geheimnummer seiner EC-Karte, indem sie auf ihn einschlugen und ihm auf den Kopf sprangen.</p>
<p><b>88. Achmed Bachir, 30 Jahre, Asylbewerber</b><br /> Er wurde am 23. November 1996 in Leipzig (Sachsen) vor einem Gem&#252;seladen mit einem Messerstich ins Herz get&#246;tet, als er zwei deutschen Kolleginnen zu Hilfe kommen wollte, die von zwei Skinheads attackiert und als &#8222;T&#252;rkenschlampen&#8220; bezeichnet worden waren.</p>
<p><b>1997</b></p>
<p><b>89. Phan Van Toau, 42 Jahre</b><br /> Er wurde am 31. Januar 1997 am Bahnhof Fredersdorf (Brandenburg) von einem 30-J&#228;hrigen und einem 36-J&#228;hrigen auf Grund ihres Ausl&#228;nderhasses mehrfach geschlagen und mit dem Kopf auf den Betonboden geworfen. Er starb am 30. April 1997 in einer Rehabilitationsklinik.</p>
<p><b>90. Frank B&#246;ttcher, 17 Jahre</b><br /> Der zur Punk-Szene Zugeh&#246;rige wurde am 8. Februar 1997 in Magdeburg (Sachsen-Anhalt) von einem Gleichaltrigen mit Springerstiefeln getreten. Anschlie&#223;end stach dieser dem am Boden Liegenden mit einem Butterfly-Messer mehrfach in den R&#252;cken. Frank B&#246;ttcher starb kurz darauf im Krankenhaus.</p>
<p><b>91. Antonio Melis, 37 Jahre</b><br /> Er wurde am 13. Februar 1997 in Caputh (Brandenburg) von einem 18-J&#228;hrigen und einem 25-J&#228;hrigen mit Schl&#228;gen und Tritten schwer misshandelt und anschlie&#223;end von dem 18-J&#228;hrigen in der Havel ertr&#228;nkt. Zeugen berichteten von rassistischen &#196;u&#223;erungen gegen&#252;ber dem Opfer.</p>
<p><b>92. Stefan Grage, Polizist</b><br /> Am 23. Februar 1997 wurde er auf dem Autobahn-Parkplatz Roseburg (Schleswig-Holstein) vom fl&#252;chtigen Rechtsextremisten Kai Diesner erschossen.</p>
<p><b>93. Olaf Schmidke</b><br /> Nach einem Streit unter vier Rechtsextremen stachen zwei von ihnen ihre Kameraden am 17. April 1997 in Berlin-Treptow nieder. Die T&#228;ter sowie die Opfer geh&#246;rten der rechtsextremen Szene in Berlin und dem angrenzenden Umland an.</p>
<p><b>94. Chris Danneil</b><br /> Nach einem Streit unter vier Rechtsextremen stachen zwei von ihnen ihre Kameraden am 17. April 1997 in Berlin-Treptow nieder. Die T&#228;ter sowie die Opfer geh&#246;rten der rechtsextremen Szene in Berlin und dem angrenzenden Umland an.</p>
<p><b>95. Horst Gens, 50 Jahre, Arbeitsloser</b><br /> Am 22. April 1997 wurde er in Sassnitz (Mecklenburg-Vorpommern) von vier jungen M&#228;nnern entf&#252;hrt, geschlagen und in einen Stra&#223;engraben geworfen. Die T&#228;ter kamen sp&#228;ter nochmals zur&#252;ck und erschlugen ihn mit einem 30 Kilogramm schweren Stein. Als Motiv f&#252;r die Tat gaben sie an, dass sie &#8222;Assis klatschen&#8220; wollten.</p>
<p><b>96. Augustin Blotzki, 59 Jahre, Arbeitsloser</b><br /> Am 8. Mai 1997 wurde er in K&#246;nigs-Wusterhausen (Brandenburg) von einer Gruppe junger Rechtsextremisten zweimal innerhalb weniger Stunden in seiner Wohnung &#252;berfallen und zuletzt zu Tode gepr&#252;gelt.</p>
<p><b>97. Matthias S., 39 Jahre</b><br /> Am 23. September 1997 wurde er in Cottbus (Brandenburg) von einem 19-j&#228;hrigen Skinhead erstochen, nachdem er diesen als &#8222;Nazisau&#8220; beschimpft hatte.</p>
<p><b>98. Erich Fisk, Obdachloser</b><br /> Am 23. September 1997 wurde er in Angerm&#252;nde (Brandenburg) mit schweren Kopfverletzungen aufgefunden, die ihm junge M&#228;nner zugef&#252;gt hatten. Ohne aus dem Koma ergewacht zu sein starb Erich Fisk am 30. August 1998 im Krankenhaus.</p>
<p><b>99. Georg V., 46 Jahre</b><br /> Er wurde am 27. September 1997 vom selben Skinhead, der vier Tage zuvor Matthias S. erstochen hatte, in Cottbus (Brandenburg) wegen geringf&#252;giger Geldschulden get&#246;tet.&#8220;</p>
<p><b>100. Josef Anton Gera, 59 Jahre, Rentner</b><br /> Am 14. Oktober 1997 wurden ihm in Bochum (Nordrhein-Westfalen) von zwei 26- und 34-j&#228;hrigen rechten Skinheads schwere innere Verletzungen mit einem Stahlrohr zugef&#252;gt, denen er am 17. Oktober 1997 erlag. Nach Angaben der beiden T&#228;ter hatte ihnen das sp&#228;tere Opfer sexuelle Avancen gemacht.</p>
<p><img class="image-inline" src="Transparent003.JPG" /></p>
<p><b>&#160;1998</b></p>
<p><b>101. Jana Georgi, 14 Jahre</b><br /> Sie wurde am 26. M&#228;rz 1998 in Saalfeld (Th&#252;ringen) auf offener Stra&#223;e von einem rechtsgerichteten 15-J&#228;hrigen erstochen, den sie zuvor als &#8222;&#8220;Fascho&#8220;" bezeichnet hatte.&#8220;</p>
<p><b>102. Nuno Lourenco, Zimmermann</b><br /> Im Juli 1998 wurde er von acht rechtsgerichteten M&#228;nnern zwischen 18 und 20 Jahren in Leipzig (Sachsen) zusammengeschlagen. Er starb am 29. Dezember 1998 in Portugal an den Folgen der Verletzungen.</p>
<p><b>1999</b></p>
<p><b>103. Farid Guendoul (alias Omar Ben Noui), 28 Jahre, Asylbewerber</b><br /> In der Nacht zum 13. Februar 1999 wurde er in Guben (Brandenburg) von einer Gruppe junger Rechtsextremisten gejagt und trat auf der Flucht eine Glast&#252;r ein, wobei er sich t&#246;dliche Verletzungen zuzog.</p>
<p><b>104. Egon Efferts, 58 Jahre, Fr&#252;hrentner</b><br /> Am 17. M&#228;rz 1999 wurde er in Duisburg (Nordrhein-Westfalen) von drei bekennenden rechten Skinheads &#8222;aus purer Lust auf Menschenjagd&#8220; totgetreten.</p>
<p><b>105. Peter Deutschmann, 44 Jahre, Obdachloser</b><br /> Am 9. August 1999 wurde er in Eschede (Niedersachsen) von einem 17-J&#228;hrigen und einem 18-J&#228;hrigen totgetreten, nachdem er sie mehrmals aufgefordert hatte, &#8222;&#8220;den Schei&#223; mit dem Skinhead-Gehabe zu lassen&#8220;.</p>
<p><b>106. Carlos Fernando, 35 Jahre</b><br /> Der Mosambikaner wurde am 15. August 1999 in Kolbermoor (Bayern) von einem 31-j&#228;hrigen Mann totgepr&#252;gelt, der sich zuvor dar&#252;ber aufgeregt hatte, dass das Auto seiner Freundin von Afrikanern zugeparkt worden war.</p>
<p><b>107. Patrick Th&#252;rmer, 17 Jahre, Lehrling</b><br /> In der Nacht zum 2. Oktober 1999 griffen rechte Skinheads ein Punkfestival in Hohenstein-Ernstthal (Sachsen) an. Th&#252;rmer und einem Freund gelang es zun&#228;chst, zu einem Bauernhof zu fl&#252;chten. Dort wurde er von drei Skinheads, die ihn verfolgt hatten, mit Fu&#223;tritten, einer Axt und einem Billardqueue bewusstlos gepr&#252;gelt. Am Morgen darauf fanden ihn Anwohner. Er starb wenige Stunden sp&#228;ter im Krankenhaus.</p>
<p><b>108. Kurt Schneider, 38 Jahre, Sozialhilfeempf&#228;nger</b><br /> In der Nacht zum 6. Oktober 1999 wurde er von vier Skinheads in Berlin-Lichtenberg zu Tode gequ&#228;lt.</p>
<p><b>109. Hans-Werner G&#228;rtner, 37 Jahre</b><br /> Am 8. Oktober 1999 wurde Hans-Werner G&#228;rtner in L&#246;bej&#252;n (Sachsen-Anhalt) aufgrund seiner geistigen Behinderungen Opfer dreier Erwachsener im Alter von 25 bis 27 Jahren. Die T&#228;ter schlugen und misshandelten ihr Opfer so sehr, dass G&#228;rtner seinen schweren Verletzungen erlag.</p>
<p><b>110. Daniela Peyerl, 18 Jahre</b><br /> Daniela Peyerl, Karl-Heinz Lietz, Horst Zillenbiller und Ruth Zillenbiller wurden am 1. November 1999 vom 16-j&#228;hrigen Martin Peyerl, dem Bruder Daniela Peyerls, in Bad Reichenhall (Bayern) erschossen. Der T&#228;ter, der &#252;ber eine rechtsextreme und gewaltverherrlichene Einstellung verf&#252;gte, t&#246;tete sich anschlie&#223;end selbst.</p>
<p><b>111. Karl-Heinz Lietz, 54 Jahre</b><br /> Daniela Peyerl, Karl-Heinz Lietz, Horst Zillenbiller und Ruth Zillenbiller wurden am 1. November 1999 vom 16-j&#228;hrigen Martin Peyerl, dem Bruder Daniela Peyerls, in Bad Reichenhall (Bayern) erschossen. Der T&#228;ter, der &#252;ber eine rechtsextreme und gewaltverherrlichene Einstellung verf&#252;gte, t&#246;tete sich anschlie&#223;end selbst.</p>
<p><b>112. Horst Zillenbiller, 60 Jahre</b><br /> Daniela Peyerl, Karl-Heinz Lietz, Horst Zillenbiller und Ruth Zillenbiller wurden am 1. November 1999 vom 16-j&#228;hrigen Martin Peyerl, dem Bruder Daniela Peyerls, in Bad Reichenhall (Bayern) erschossen. Der T&#228;ter, der &#252;ber eine rechtsextreme und gewaltverherrlichene Einstellung verf&#252;gte, t&#246;tete sich anschlie&#223;end selbst.</p>
<p><b>113. Ruth Zillenbiller, 59 Jahre</b><br /> Daniela Peyerl, Karl-Heinz Lietz, Horst Zillenbiller und Ruth Zillenbiller wurden am 1. November 1999 vom 16-j&#228;hrigen Martin Peyerl, dem Bruder Daniela Peyerls, in Bad Reichenhall (Bayern) erschossen. Der T&#228;ter, der &#252;ber eine rechtsextreme und gewaltverherrlichene Einstellung verf&#252;gte, t&#246;tete sich anschlie&#223;end selbst.</p>
<p><b>114. J&#246;rg D., 39 Jahre</b><br /> In Halle-Neustadt (Sachsen-Anhalt) wurde J&#246;rg D. von drei M&#228;nnern, einer davon ein bekennender Neonazi, aufgrund seiner geistigen Behinderungen am 29. Dezember 1999 ermordet. Die T&#228;ter traten ihn mit Springerstiefeln ins Gesicht, nachdem sie in seiner Geldb&#246;rse lediglich etwas Kleingeld fanden. Er starb sp&#228;ter an den Folgen der Tat.</p>
<p><b>2000 </b></p>
<p><b>115. Bernd Schmidt, 52 Jahre, obdachloser Glasdesigner</b><br /> Er wurde in seiner Baracke in Wei&#223;wasser (Sachsen) von zwei 15-j&#228;hrigen und einem 16-j&#228;hrigen Jugendlichen &#252;ber einen Zeitraum von drei Tagen zu Tode gepr&#252;gelt. Sie wollten 900 DM f&#252;r ein Moped erpressen, doch Bernd Schmidt konnte diese nicht zahlen. Er starb am 31. Januar 2000 an Hirnblutungen und einer Lungenentz&#252;ndung, die er sich durch das Einatmen von Blut zugezogen hatte.</p>
<p><b>116. Helmut Sackers, 60 Jahre</b><br /> Am 29. April 2000 wurde er von einem Neonazi im Treppenhaus eines Plattenbaus in Halberstadt (Sachsen-Anhalt) erstochen, weil er sich &#252;ber das laute Abspielen von Nazimusik, unter anderem des Horst-Wessel-Liedes, beschwert und die Polizei verst&#228;ndigt hatte.</p>
<p><b>117. Dieter Eich, Sozialhilfeempf&#228;nger</b><br /> Am 25. Mai 2000 wurde er von vier rechten Jugendlichen, die &#8222;einen Asi klatschen&#8220; wollten, in seiner Wohnung in Berlin-Pankow zusammengeschlagen und erstochen.</p>
<p><b>118. Falko L&#252;dtke, 22 Jahre</b><br /> Er wurde am 31. Mai 2000 in Eberswalde (Brandenburg) von einem Angeh&#246;rigen der rechten Szene vor ein Taxi gesto&#223;en und &#252;berfahren.</p>
<p><b>119. Alberto Adriano, 39 Jahre</b><br /> Er wurde am 11. Juni 2000 in der N&#228;he des Stadtparks in Dessau (Sachsen-Anhalt) von drei rechten Jugendlichen bewusstlos geschlagen und getreten, in den Park geschleift und weiter geschlagen, bis die Polizei kam. Drei Tage sp&#228;ter starb er an seinen Verletzungen.</p>
<p><b>120. Thomas Goretzky, 35 Jahre, Polizist</b><br /> Am 14. Juni 2000 erschoss der Neonazi Michael Berger in Dortmund und Waltrop (Nordrhein-Westfalen) die drei Polizisten Thomas Goretzky (35 Jahre), Yvonne Hachtkemper (34 Jahre) Matthias Larisch von Woitowitz (35 Jahre) und anschlie&#223;end sich selbst. Der im Auto sitzende T&#228;ter er&#246;ffnete w&#228;hrend einer Kontrolle pl&#246;tzlich das Feuer, t&#246;tete Goretzky und auf der Flucht Hachtkemper und von Woitowitz. In seiner Wohnung fand die Polizei sp&#228;ter weitere Schusswaffen und Mitgliedsausweise der DVU und Republikaner.</p>
<p><b>121. Yvonne Hachtkemper, 34 Jahre, Polizistin</b><br /> Am 14. Juni 2000 erschoss der Neonazi Michael Berger in Dortmund und Waltrop (Nordrhein-Westfalen) die drei Polizisten Thomas Goretzky (35 Jahre), Yvonne Hachtkemper (34 Jahre) Matthias Larisch von Woitowitz (35 Jahre) und anschlie&#223;end sich selbst. Der im Auto sitzende T&#228;ter er&#246;ffnete w&#228;hrend einer Kontrolle pl&#246;tzlich das Feuer, t&#246;tete Goretzky und auf der Flucht Hachtkemper und von Woitowitz. In seiner Wohnung fand die Polizei sp&#228;ter weitere Schusswaffen und Mitgliedsausweise der DVU und Republikaner.</p>
<p><b>122. Matthias Larisch von Woitowitz, 35 Jahre, Polizist&#160;</b><br /> Am 14. Juni 2000 erschoss der Neonazi Michael Berger in Dortmund und Waltrop (Nordrhein-Westfalen) die drei Polizisten Thomas Goretzky (35 Jahre), Yvonne Hachtkemper (34 Jahre) Matthias Larisch von Woitowitz (35 Jahre) und anschlie&#223;end sich selbst. Der im Auto sitzende T&#228;ter er&#246;ffnete w&#228;hrend einer Kontrolle pl&#246;tzlich das Feuer, t&#246;tete Goretzky und auf der Flucht Hachtkemper und von Woitowitz. In seiner Wohnung fand die Polizei sp&#228;ter weitere Schusswaffen und Mitgliedsausweise der DVU und Republikaner.</p>
<p><b>123. Klaus-Dieter Gerecke, Obdachloser</b><br /> Er wurde in der Nacht zum 24. Juni 2000 in Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern) von einem der rechten Szene zuzuordnenden 21-j&#228;hrigen Mann und zwei Frauen zu Tode gepr&#252;gelt. Eine der Begleiterinnen hatte dem T&#228;ter zugerufen: &#8222;Da ist der Assi, klatsch ihn tot&#8220;.</p>
<p><b>124. J&#252;rgen Seifert, 52 Jahre, Obdachloser</b><br /> Am 9. Juli 2000 wurde er von f&#252;nf Rechtsextremisten in einem Abrisshaus in Wismar (Mecklenburg-Vorpommern) mit Schl&#228;gen und Tritten so schwer misshandelt, dass er wenig sp&#228;ter seinen Verletzungen erlag.</p>
<p><b>125. Norbert Plath, 51 Jahre, Obdachloser</b><br /> Am 27. Juli 2000 wurde er in Ahlbeck (Mecklenburg-Vorpommern) von vier jungen Rechtsextremisten zu Tode gepr&#252;gelt, weil sie ihn f&#252;r &#8222;asoziale[n] Dreck&#8220; hielten.</p>
<p><b>126. Enver &#350;im&#351;ek, 38 Jahre</b><br /> Am 9. September 2000 wurde Enver &#350;im&#351;ek in Schl&#252;chtern (Hessen) nach aktuellem Kenntnisstand von der terroristischen Neonazivereinigung &#8222;&#8220;Nationalsozialistischer Untergrund&#8220;" an seinem mobilen Blumenstand mit acht Sch&#252;ssen aus zwei Pistolen angeschossen. Er erlag zwei Tage sp&#228;ter an seinen schweren Verletzungen.</p>
<p><b>127. Malte Lerch, 45 Jahre, Obdachloser</b><br /> In der Nacht zum 12. September 2000 wurde er in Schleswig (Schleswig-Holstein) von zwei Skinheads erschlagen, nachdem er mit ihnen auf einer Wiese gezecht hatte. Die beiden Skinheads f&#252;hlten sich beleidigt, da Malte Lerch schlecht &#252;ber die Skinhead-Szene gesprochen hatte.</p>
<p><b>128. Eckhardt R&#252;tz, 42 Jahre, Obdachloser</b><br /> Am 25. November 2000 wurde er in Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern) vor der Mensa der Universit&#228;t von drei rechten Skinheads getreten und mit Baumst&#252;tzpf&#228;hlen zusammengeschlagen, weil &#8222;so einer wie R&#252;tz dem deutschen Steuerzahler auf der Tasche liegt&#8220;. Eckhardt R&#252;tz starb an seinen schweren Kopfverletzungen.<br /> &#160;<br /> <b>2001</b></p>
<p><b>129. Willi Worg, 38 Jahre</b><br /> Am 25. M&#228;rz 2001 wurde er in Milzau (Sachsen-Anhalt) von f&#252;nf M&#228;nnern, von denen mindestens drei zur rechten Szene geh&#246;rten, vor einer Diskothek zusammengeschlagen und getreten. Drei Tage sp&#228;ter erlag er seinen Verletzungen.</p>
<p><b>130. Fred Blanke, 51 Jahre, Fr&#252;hrentner</b><br /> Am 26. M&#228;rz 2001 wurde er in seiner Wohnung in Grimmen (Mecklenburg-Vorpommern) von zwei jungen M&#228;nnern der rechten Szene getreten und mit Stuhlbeinen und Faustschl&#228;gen geschlagen. Die beiden waren auf Zechtour und ben&#246;tigten Geld, doch Fred Blanke hatte sich geweigert den ihm fl&#252;chtig bekannten Angreifern Geld zu geben. Er starb an Gehirnblutungen.</p>
<p><b>131. Mohammed Belhadj, 31 Jahre, Asylbewerber</b><br /> Am 22. April 2001 wurde er nahe Jarmen (Mecklenburg-Vorpommern) von vier M&#228;nnern mit rassistischer Gesinnung umgebracht. Zuvor hatten sie Belhadj auf Haschisch angesprochen und in ihr Auto steigen lassen. Kurz darauf kam es zu einem Streit, weil er ihnen keine Drogen besorgen konnte. Im Auto und an einem nahegelegenen Kiessee wurde er geschlagen und getreten, ehe er gezwungen wurde ins Wasser zu gehen. Im Wasser kniend wurde ihm schlie&#223;lich ein schwerer Stein an den Kopf geworfen, woraufhin er ins Wasser fiel und ertrank.</p>
<p><b>132. Abdurrahim &#214;z&#252;do&#287;ru, 49 Jahre</b><br /> Am 13. Juni 2001 wurde Abdurrahim &#214;z&#252;do&#287;ru in N&#252;rnberg Langwasser (Bayern) nach aktuellem Kenntnisstand von der terroristischen Neonazivereinigung &#8222;Nationalsozialistischer Untergrund&#8220; mit zwei Kopfsch&#252;ssen aus einer Pistole in seiner &#196;nderungsschneiderei ermordet.</p>
<p><b>133. S&#252;leyman Ta&#351;k&#246;pr&#252;, 31 Jahre</b><br /> Am 27. Juni 2001 wurde S&#252;leyman Ta&#351;k&#246;pr&#252; in Hamburg Bahrenfeld nach aktuellem Kenntnisstand von der terroristischen Neonazivereinigung &#8222;Nationalsozialistischer Untergrund&#8220; mit drei Kopfsch&#252;ssen aus zwei Pistolen im Obst- und Gem&#252;seladen seines Vaters erschossen. Einen Tag sp&#228;ter wurde er von seinem Vater tod aufgefunden.&#160;</p>
<p><b>134. Klaus-Dieter Harms, 61 Jahre</b><br /> Am 9. August 2001 wurde er von zwei M&#228;nnern in seiner Wohnung in Wittenberge (Brandenburg) zu Tode gepr&#252;gelt. Das Gericht stellte fest, dass die beiden T&#228;ter den gehbehinderten Alkoholiker als verachtungsw&#252;rdigen Menschen betrachtet und aus &#8222;Mordlust&#8220; gehandelt h&#228;tten.</p>
<p><b>135. Dieter Manzke, 61 Jahre, Obdachloser</b><br /> Am 9. August 2001 wurde er von f&#252;nf jungen M&#228;nnern in einem leer stehenden Gartenbungalow in Dahlewitz (Brandenburg) erschlagen, da sich die T&#228;ter &#8222;gest&#246;rt f&#252;hlten&#8220; und angesichts seiner Lebensweise &#8222;Ordnung schaffen wollten&#8220;.</p>
<p><b>136. Dorit Botts, 54 Jahre, Ladeninhaberin</b><br /> Am 17. August 2001 wurde sie in Fulda (Hessen) in ihrem Military Shop Opfer eines 19-j&#228;hrigen Neonazis. Der T&#228;ter stach dreizehn mal mit einem Messer auf sein Opfer und raubte Kleidung und Bargeld. Sie verblutete durch einen t&#246;dlichen Schnitt in den Hals. Bei der Tat des T&#228;ters handelte es sich um ein Aufnahmeritual in die &#8222;Deutsche Heidenfront&#8220;, eine Th&#252;ringer Neonaziorganisation.</p>
<p><b>137. Habil K&#305;l&#305;&#231;, 38 Jahre</b><br /> Am 29. August 2001 wurde Habil K&#305;l&#305;&#231; in M&#252;nchen Ramersdorf (Bayern) nach aktuellem Kenntnisstand von der terroristischen Neonazivereinigung &#8222;Nationalsozialistischer Untergrund&#8220; mit zwei Kopfsch&#252;ssen in seinem Obst- und Gem&#252;seladen erschossen.</p>
<p><b>138. Arthur Lampel, 18 Jahre&#160;</b><br /> Dem aus Russland stammenden Aussiedler wurde am 9. September 2001 bei einem Fest in Br&#228;unlingen (Baden-W&#252;rttemberg) von einem Skinhead ein Weizenbierglas auf den Kopf geschlagen. Ein Splitter drang in die Halsschlagader ein, woran Arthur Lampel schlie&#223;lich verblutete.</p>
<p><b>139. Ingo B., 36 Jahre</b><br /> Am 6. November 2001 wurde der Herzkranke in einer Berliner Wohnung von drei angetrunkenen Rechtsextremisten getreten, geschlagen und gew&#252;rgt, da sie angeblich 40 DM Schulden eintreiben wollten. Er starb daraufhin an einem Herzinfarkt.</p>
<p><b>2002</b><br /> <b>&#160;</b><br /> <b>140. Kajrat Batesov, 24 Jahre</b><br /> Am 4. Mai 2002 wurde der Aussiedler zusammen mit einem Freund in Wittstock (Brandenburg) von mehreren jungen M&#228;nnern mit Schl&#228;gen und Tritten traktiert. Kajrat Batesov wurde anschlie&#223;end ein 18 Kilogramm schwerer Feldstein auf die Brust geworfen. Am 23. Mai 2002 erlag er schlie&#223;lich seinen schweren Verletzungen. W&#228;hrend des Gerichtsprozesses stellte die Kammer eine &#8222;diffuse Fremdenfeindlichkeit&#8220; bei den T&#228;tern fest.</p>
<p><b>141. Klaus Dieter Lehmann, 19 Jahre</b><br /> Am 15. Mai 2002 lud der geistig und k&#246;rperlich Behinderte zwei betrunkene rechte Skinheads in sein Zimmer in Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern) ein. Dort rissen sie Poster afroamerikanischer HipHop-S&#228;nger von den W&#228;nden. Danach gingen sie gemeinsam zu einem See, und da er &#8222;genervt&#8220; habe, schlugen ihn die beiden T&#228;ter zu Boden, ehe einer der Skinheads ihm mit Tritten den Kopf zertr&#252;mmerte. Klaus Lehmann starb an Hirnquetschungen.</p>
<p><b>142. Ronald Masch, 29 Jahre, Dachdecker</b><br /> Am 1. Juni 2002 wollten vier Rechtsextremisten den betrunkenen Ronald Masch in der N&#228;he von Neu Mahlisch (Brandenburg) ausrauben. Sie schlugen ihn zusammen, und einer der T&#228;ter stach etwa vierzigmal in Niere, Brustkorb und Hals. Der Fahrer eines M&#228;hdreschers fand die Leiche elf Tage sp&#228;ter.</p>
<p><b>143. Marinus Sch&#246;berl, 17 Jahre</b><br /> Marinus Sch&#246;berl wurde am 12. Juli 2002 von drei Rechtsextremisten in einer Wohnung in Potzlow (Brandenburg) auf das Schwerste erniedrigt und misshandelt. Anschlie&#223;end wurde er zu einem Schweinestall gebracht und weitermaltr&#228;tiert. Nach stundenlanger Qu&#228;lerei wurde er schlie&#223;lich am Morgen des 13. Juli mit einem &#8222;Bordsteinkick&#8220; ermordet. Seine Leiche wurde im November 2002 in einer Jauchegrube gefunden. Die beiden 17-j&#228;hrigen und der 23-j&#228;hrige T&#228;ter hatten Sch&#246;berl f&#252;r &#8222;minderwertig&#8220; gehalten, weil er Sprachschwierigkeiten hatte und mit seinem HipHop-Outfit nicht ihrem Geschmack entsprach.</p>
<p><b>144. Ahmet Sarlak, 19 Jahre, Lehrling</b><br /> Am 9. August 2002 wurde er auf einem Volksfest in Sulzbach (Saarland) von einem Rechtsextremisten mit f&#252;nf Messerstichen in Bauch und Brust verletzt, nachdem er ihn versehentlich mit einer weggeschnippten Zigarettenkippe getroffen hatte. Sarlak starb einen Tag sp&#228;ter an seinen schweren Verletzungen.<br /> &#160;<br /> <b>2003</b></p>
<p><b>145. Hartmut Balzke, 48 Jahre</b><br /> Am 25. Januar 2003 hatte er seinen Sohn zu einer Punk-Party in Erfurt (Th&#252;ringen) begleitet. Als er mit einer Gruppe Punks auf der Stra&#223;e stand, wurden sie &#252;berraschend von einer Gruppe Rechtsextremer angegriffen. Zeugen fanden einen Punk und Hartmut Balzke mit schweren Kopfverletzungen auf der Stra&#223;e liegend. Er erlag am 27. Januar 2003 seinen Verletzungen.</p>
<p><b>146. Andreas Oertel, 40 Jahre</b><br /> Er wurde Opfer einer Gruppe zweier Erwachsener (26 und 29 Jahre) und zweier Jugendlicher im Alter von 15 bis 17 Jahren, die ihr Opfer aufgrund seiner geistigen Behinderung und homosexuellen Orientierung ermordeten. Oertel starb nachdem er misshandelt und geschlagen wurde an den Folgen schwerer Schl&#228;ge und Tritte gegen seinen Kopf am 21. M&#228;rz 2003 in seiner Wohnung in Naumburg (Sachsen-Anhalt).</p>
<p><b>147. Enrico Schreiber, 25 Jahre</b><br /> In der Nacht zum 29. M&#228;rz 2003 wurde der Punk in der Wohnung einer Plattenbausiedlung in Frankfurt/Oder (Brandenburg) von drei rechtsgesinnten M&#228;nnern so schwer misshandelt, dass er im Krankenhaus seinen Verletzungen erlag.</p>
<p><b>148. G&#252;nter T., 35 Jahre</b><br /> Er war am 20. April 2003 in Riesa (Sachsen) in einem Jugendhaus &#252;ber mehrere Stunden Misshandlungen ausgesetzt gewesen und starb sp&#228;ter an schweren Kopfverletzungen. Die vier T&#228;ter (29 bis 36 Jahre) verurteilte das Gericht wegen Totschlags und kritisierte zugleich das ganze Dorf Stauchitz, dass dem Tod von G&#252;nter T. kaum Beachtung schenkte.</p>
<p><b>149. Gerhard Fischh&#246;der, 49 Jahre</b><br /> Er wurde am 10. Juli 2003 in einer Obdachlosenunterkunft in Scharnebeck bei L&#252;neburg (Niedersachsen) von einem 38 Jahre alten Mann mit Tritten zu Tode getreten. Bereits vorher p&#246;belten Neonazis vor dem Obdachlosenheim und wendeten Gewalt gegen die Obdachlosen an.&#160;</p>
<p><b>150. Hartmut Nickel, 61 Jahre</b><br /> Am 7. Oktober 2003 fuhr der 45-j&#228;hrige Neonazi Thomas Adolf zusammen mit seiner 19-j&#228;hrigen Freundin Jennifer D. zum Haus des Rechtsanwalts Hartmut Nickel in Overath (Nordrhein-Westfalen). Dort erschoss er zuerst Nickels Ehefrau Mechthild, dann fesselte D. den Rechtsanwalt und seine Tochter Alja, ehe Adolf sie durch Kopfsch&#252;sse aus n&#228;chster N&#228;he t&#246;tete. Im Gerichtsverfahren beschrieb der T&#228;ter sich selbst als &#8222;engagiertes Mitglied der Nazi-Szene&#8220;. Weiterhin &#228;u&#223;erte er rechtsextreme Hasstiraden gegen &#8222;das deutsche Rechtswesen&#8220; und meinte: &#8222;Alle Juristen m&#252;ssen vernichtet werden.&#8220; Die Morde nannte er eine &#8222;von mir selbst durchgef&#252;hrte Ma&#223;nahme zur Gesundung des deutschen Volkes&#8220;, die &#8222;mehr als notwendig&#8220; gewesen sei.</p>
<p><b>151. Mechthild Bucksteeg, 53 Jahre</b><br /> Am 7. Oktober 2003 fuhr der 45-j&#228;hrige Neonazi Thomas Adolf zusammen mit seiner 19-j&#228;hrigen Freundin Jennifer D. zum Haus des Rechtsanwalts Hartmut Nickel in Overath (Nordrhein-Westfalen). Dort erschoss er zuerst Nickels Ehefrau Mechthild, dann fesselte D. den Rechtsanwalt und seine Tochter Alja, ehe Adolf sie durch Kopfsch&#252;sse aus n&#228;chster N&#228;he t&#246;tete. Im Gerichtsverfahren beschrieb der T&#228;ter sich selbst als &#8222;engagiertes Mitglied der Nazi-Szene&#8220;. Weiterhin &#228;u&#223;erte er rechtsextreme Hasstiraden gegen &#8222;das deutsche Rechtswesen&#8220; und meinte: &#8222;Alle Juristen m&#252;ssen vernichtet werden.&#8220; Die Morde nannte er eine &#8222;von mir selbst durchgef&#252;hrte Ma&#223;nahme zur Gesundung des deutschen Volkes&#8220;, die &#8222;mehr als notwendig&#8220; gewesen sei.</p>
<p><b>152. Alja Nickel, 26 Jahre</b><br /> Am 7. Oktober 2003 fuhr der 45-j&#228;hrige Neonazi Thomas Adolf zusammen mit seiner 19-j&#228;hrigen Freundin Jennifer D. zum Haus des Rechtsanwalts Hartmut Nickel in Overath (Nordrhein-Westfalen). Dort erschoss er zuerst Nickels Ehefrau Mechthild, dann fesselte D. den Rechtsanwalt und seine Tochter Alja, ehe Adolf sie durch Kopfsch&#252;sse aus n&#228;chster N&#228;he t&#246;tete. Im Gerichtsverfahren beschrieb der T&#228;ter sich selbst als &#8222;engagiertes Mitglied der Nazi-Szene&#8220;. Weiterhin &#228;u&#223;erte er rechtsextreme Hasstiraden gegen &#8222;das deutsche Rechtswesen&#8220; und meinte: &#8222;Alle Juristen m&#252;ssen vernichtet werden.&#8220; Die Morde nannte er eine &#8222;von mir selbst durchgef&#252;hrte Ma&#223;nahme zur Gesundung des deutschen Volkes&#8220;, die &#8222;mehr als notwendig&#8220; gewesen sei.</p>
<p><b>153. Petros C., 22 Jahre&#160;</b><br /> Petros C. und Stefanos C. starben am 6.12.2003 nach einem Brandanschlag eines 22 Jahre alten Mannes aus Kandel (Rheinland-Pfalz) auf ein Haus, indem mehrheitlich Migrantinnen und Migranten wohnten. Der T&#228;ter betrank sich vor der Tat mit befreundeten Neonazis des &#8222;Nationalen Widerstands Kandel&#8220;.</p>
<p><b>154. Stefanos C., 23 Jahre</b><br /> Petros C. und Stefanos C. starben am 6.12.2003 nach einem Brandanschlag eines 22 Jahre alten Mannes aus Kandel (Rheinland-Pfalz) auf ein Haus, indem mehrheitlich Migrantinnen und Migranten wohnten. Der T&#228;ter betrank sich vor der Tat mit befreundeten Neonazis des &#8222;Nationalen Widerstands Kandel&#8220;.&#160;</p>
<p><b>155. Viktor Filimonov, 15 Jahre</b><br /> In der Nacht zum 20. Dezember 2003 wurden die Aussiedler in Heidenheim (Baden-W&#252;rttemberg) von einem 17-j&#228;hrigen, der Skinheadszene zuzurechnenden Jugendlichen erstochen. Der T&#228;ter wollte in eine Diskothek, hatte dort jedoch wegen einer vorherigen Pr&#252;gelei bereits Hausverbot. Vor dem Lokal kam es zu einer Auseinandersetzung mit den Opfern, in deren Verlauf die drei Jugendlichen t&#246;dlich verletzt wurden.</p>
<p><b>156. Aleksander S., 17 Jahre</b><br /> In der Nacht zum 20. Dezember 2003 wurden die Aussiedler in Heidenheim (Baden-W&#252;rttemberg) von einem 17-j&#228;hrigen, der Skinheadszene zuzurechnenden Jugendlichen erstochen. Der T&#228;ter wollte in eine Diskothek, hatte dort jedoch wegen einer vorherigen Pr&#252;gelei bereits Hausverbot. Vor dem Lokal kam es zu einer Auseinandersetzung mit den Opfern, in deren Verlauf die drei Jugendlichen t&#246;dlich verletzt wurden.</p>
<p><b>157. Waldemar I., 16 Jahre</b><br /> In der Nacht zum 20. Dezember 2003 wurden die Aussiedler in Heidenheim (Baden-W&#252;rttemberg) von einem 17-j&#228;hrigen, der Skinheadszene zuzurechnenden Jugendlichen erstochen. Der T&#228;ter wollte in eine Diskothek, hatte dort jedoch wegen einer vorherigen Pr&#252;gelei bereits Hausverbot. Vor dem Lokal kam es zu einer Auseinandersetzung mit den Opfern, in deren Verlauf die drei Jugendlichen t&#246;dlich verletzt wurden.</p>
<p><b>2004</b></p>
<p><b>158. Oleg V., 27 Jahre</b><br /> In der Nacht zum 21. Januar 2004 wurde der Aussiedler in Gera/Bieblach-Ost (Th&#252;ringen) von drei der Skinheadszene zuzurechnenden Jugendlichen mit Schl&#228;gen, Tritten und Messerstichen traktiert, sodass Oleg V. schlie&#223;lich an seinen schweren Verletzungen starb.</p>
<p><b>159. Martin G&#246;rges, 46 Jahre</b><br /> Am 30. Januar 2004 wurde der wohnungslose G&#246;rges Opfer zweier junger Neonazis in Burg (Sachsen-Anhalt). Die beiden T&#228;ter im Alter von 16 und 22 Jahren schlugen ihr Opfer vor einer Diskothek zusammen, nachdem sie ihn daran hinderten mit ihrer Mutter zu tanzen und erfuhren, dass er wegen Kindesmissbrauch eine Haftstrafe abgesessen habe. Anschlie&#223;end t&#246;teten die beiden Neonazis G&#246;rges durch Fu&#223;tritte auf seinen Hinterkopf auf einer Bordsteinkante. Diesen &#8222;Bordsteinkick&#8220; entnahmen sie aus einer Szene des amerikanischen Films &#8222;American History X&#8220;.</p>
<p><b>160. Yunus Turgut, 25 Jahre</b><br /> Am 25. Februar 2004 wurde Yunus Turgut in Rostock (Mecklenburg-Vorpommern) nach aktuellem Kenntnisstand von der terroristischen Neonazivereinigung &#8222;Nationalsozialistischer Untergrund&#8220; mit einem Kopfschuss in einem Imbissstand erschossen.</p>
<p><b>2005&#160;</b></p>
<p><b>161. Oury Jalloh, 21 Jahre</b><br /> Oury Jalloh starb am 7. Januar 2005 in einer Zelle des Polizeireviers Dessau (Sachsen-Anhalt). Der Asylbewerber aus Sierra Leone kam unter bis heute nicht genau aufgekl&#228;rten Umst&#228;nden w&#228;hrend eines Brandes ums Leben. Zum Zeitpunkt seines Todes war der B&#252;rgerkriegsfl&#252;chtling mit ausgestreckten Armen und Beinen auf einer Matratze liegend angebunden. Nachdem die Matratze aus schwer entflammbarem Material aus ungekl&#228;rter Ursache in Flammen aufgegegangen war, verstarb der Gefangene an einem Hitzeschock. W&#228;hrend die Polizei von einem Freitod sprach, kamen im Laufe der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen zahlreiche Widerspr&#252;che zutage, die zumindest unterlassene Hilfeleistung der diensthabenden Polizisten wahrscheinlich machen. Der Prozess wird wieder neu aufgenommen.</p>
<p><b>162. Thomas Schulz, 32 Jahre</b><br /> Am 28. M&#228;rz 2005 trafen in Dortmund (Nordrhein-Westfalen) ein 17-j&#228;hriger Neonazi und seine 16-j&#228;hrige Freundin gegen 19 Uhr in der U-Bahn-Station Kampstra&#223;e auf den 32-j&#228;hrigen Punk Thomas Schulz. Nach einer verbalen Auseinandersetzung zog der Neonazi ein Messer und stach auf das Opfer ein. Thomas Schulz verstarb noch am selben Abend im Krankenhaus.</p>
<p><b>163. Mann, 44 Jahre</b><br /> Er wurde am 1. Juli 2005 in Essen von zwei 15 und 17 Jahre alten Neonazis zu Tode gepr&#252;gelt. Die beiden Br&#252;der waren bereits zuvor wegen diverser Gewalt- und Verm&#246;gensdelikte auff&#228;llig geworden.</p>
<p><b>164. Ismail Ya&#351;ar, 50 Jahre</b><br /> Am 9. Juni 2005 wurde Ismail Ya&#351;ar in N&#252;rnberg (Bayern) nach aktuellem Kenntnisstand von der terroristischen Neonazivereinigung &#8222;Nationalsozialistischer Untergrund&#8220; mit f&#252;nf gezielten Sch&#252;ssen in seinem D&#246;nerstand ermordet.</p>
<p><b>165. Theodorus Boulgarides, 41 Jahre</b><br /> Am 15. Juni 2005 wurde Theodorus Boulgarides in M&#252;nchen Westend (Bayern) nach aktuellem Kenntnisstand von der terroristischen Neonazivereinigung &#8222;Nationalsozialistischer Untergrund&#8220; in seinem Schl&#252;sselladen mit einem gezielten Kopfschuss ermordet.</p>
<p><b>166. Tim Maier, 20 Jahre&#160;</b><br /> Er wurde am 26. November 2005 in Bad Buchau (Baden-W&#252;rttemberg) Opfer eines Neonazis. Der T&#228;ter, ein ehemaliges NPD-Mitglied, stach mit einem Messer w&#228;hrend eines Handgemenges auf sein 20-j&#228;hriges Opfer ein, nachdem er zuvor mit einem weiteren Neonazi sein Opfer und seine Begleiter rassistisch beschimpft hatte. In der Wohnung des 24-j&#228;hrigen T&#228;ters fand die Polizei neben einer Pistole, Hakenkreuzfahnen und Landser-Hefte.</p>
<p><b>2006</b></p>
<p><b>167. Andreas Pietrzak, 41 Jahre</b><br /> Der Obdachlose Andreas Pietrzak wurde in der Nacht vom 5. zum 6. Mai 2006 Opfer eines 19-j&#228;hrigen Neonazis in Plattling (Bayern). Zun&#228;chst trank der T&#228;ter mit seinem Opfer, schlug aber dann mit einem Holzpflock und mit Tritten auf ihn ein, bis dieser bewusstlos wurde. Daraufhin raubte er sein Opfer aus und z&#252;ndete Pietrzak mit Spiritus an. Gemeinsam mit einem weiteren Bekannten hatte der T&#228;ter sein Opfer schon einmal misshandelt.</p>
<p><b>168. Mehmet Kuba&#351;&#305;k, 39 Jahre</b><br /> Am 4. April 2006 wurde Mehmet Kuba&#351;&#305;k in Dortmund (Nordrhein-Westfalen) nach aktuellem Kenntnisstand von der terroristischen Neonazivereinigung &#8222;Nationalsozialistischer Untergrund&#8220; mit mehreren Sch&#252;ssen in seinem Kiosk niedergeschossen und starb an seinen schweren Verletzungen.</p>
<p><b>169. Halit Yozgat, 21 Jahre</b><br /> Am 6. April 2006 wurde Halit Yozgat in Kassel (Hessen) nach aktuellem Kenntnisstand von der terroristischen Neonazivereinigung &#8222;Nationalsozialistischer Untergrund&#8220; in seinem Internetcaf&#233; durch zwei gezielte Kopfsch&#252;sse ermordet.</p>
<p><b>2007</b></p>
<p><b>170. Andreas F., 30 Jahre</b><br /> Nach einem Streit am Morgen des 1. Januar 2007 wurde der 30-j&#228;hrige Familienvater aus der rechtsextremen Szene in Wismar (Mecklenburg-Vorpommern) von &#246;rtlichen Kameraden ermordet.</p>
<p><b>171. Mich&#232;le Kiesewetter, 22 Jahre&#160;</b><br /> Am 25. April 2007 wurde die Polizistin Mich&#232;le Kiesewetter in Heilbronn (Baden-W&#252;rttemberg) nach aktuellem Kenntnisstand von der terroristischen Neonazivereinigung &#8222;Nationalsozialistischer Untergrund&#8220; mit einem Kopfschuss in ihrem Streifenwagen ermordet. Ihr zwei Jahre &#228;lterer Kollege wurde ebenfalls schwer verletzt.</p>
<p><b>172. M. S., 17 Jahre</b><br /> Er wurde in der Nacht zum 14. Juli 2007 von seinem 23-j&#228;hrigen T&#228;ter mit einer Eisenstange in Brinjahe (Schleswig-Holstein) erschlagen. Das Opfer, das zuvor Kontakte zur rechten Szene hatte, wurde auf einer Feier von seinem T&#228;ter, ein ehemaliges NPD-Mitglied und Bundeswehrsoldat, bereits mehrfach geschlagen. Daraufhin erstatte M.S. bei zwei Polizisten Anzeige gegen Unbekannt. Auf dem Heimweg traf er erneut auf den T&#228;ter, der ein Merkblatt der Polizei zum Thema Opferschutz bei ihm fand und aufgrund dessen ihn als &#8222;Spitzel&#8220; beschimpfte und mit einer Eisenstange auf ihn einschlug.</p>
<p><b>2008</b></p>
<p><b>173. Peter Siebert, 40 Jahre</b><br /> Er wurde am 26. April 2008 von einem 21-j&#228;hrigen Neonazi in Memmingen (Bayern) mit einem Bajonett erstochen. Bereits zuvor beschwerte sich Siebert mehrmals &#252;ber die rechtsextreme Musik seines M&#246;rders. In der Tatnacht waren beide alkoholisiert und hatten erneut Streit &#252;ber die zu laute Musik und die rechte Gesinnung des M&#246;rders.&#160;</p>
<p><b>174. Bernd K&#246;hler, 55 Jahre</b><br /> Bernd K. wurde in der Nacht zum 22. Juli 2008 in Templin (Brandenburg) von zwei Rechtsextremen zun&#228;chst massiv misshandelt, gew&#252;rgt und schlie&#223;lich get&#246;tet. In der Gerichtsverhandlung hielt der Richter fest, dass das neonazistische Menschenbild des T&#228;ters bei der Auswahl des als &#8222;asozial&#8220; angesehenen Opfers entscheidend war.</p>
<p><b>175. Karl-Heinz Teichmann, 59 Jahre</b><br /> Am 23. Juli 2008 wurde der Obdachlose Teichmann von einem 18-j&#228;hrigen Neonazi in Leipzig mit massiven Schl&#228;gen und Tritten misshandelt. Er erlag zwei Wochen sp&#228;ter an seinen schweren k&#246;rperlichen Verletzungen. Der betrunkene T&#228;ter besuchte eine Mahnwache unter dem Motto &#8222;Todesstrafe f&#252;r Kindersch&#228;nder&#8220; und war auf dem Weg nach Hause, als er auf sein wehrloses Opfer stie&#223;.</p>
<p><b>176. Hans-Joachim Sbrzesny, 50 Jahre (HM)</b><br /> Am 1. August 2008 wurde Hans-Joachim S. vor dem Hauptbahnhof in Dessau (Sachsen-Anhalt), wo er auf einer Parkbank &#252;bernachtete, von zwei der rechtsextremen Szene nahestehenden M&#228;nnern getreten und geschlagen. Au&#223;erdem pr&#252;gelte einer der beiden mit einem f&#252;nf Kilogramm schweren Metall-M&#252;lleimer so lange mit voller Wucht auf Kopf und Oberk&#246;rper des Opfers ein, bis die T&#228;ter von dessen Tod &#252;berzeugt waren. Vor Gericht zeigten beide eine &#8222;tiefe innere Miss- und Verachtung&#8220; f&#252;r ihr Opfer und ein &#8222;Gef&#252;hl der &#220;berlegenheit&#8220; &#252;ber den Mann, der in ihren Augen ein &#8222;Penner&#8220; und &#8222;Asozialer&#8220; war, so der Oberstaatsanwalt.</p>
<p><b>177. Rick Langenstein, 20 Jahre (RT)</b>&#160;<b>(A)</b><br /> Der Kunststudent Rick L. verweigerte am Abend des 13. August 2008 in der N&#228;he der Diskothek &#8222;Funpark&#8220; in Magdeburg (Sachsen-Anhalt) dem gleichaltrigen, wegen K&#246;rperverletzung und Volksverhetzung vorbestraften Neonazi Bastian O. eine Zigarette. Dieser schlug und trat daraufhin sein Opfer zusammen. Die m&#246;rderische Reaktion des T&#228;ters auf eine Nichtigkeit l&#228;sst sein menschenverachtendes Weltbild erkennen. Rick L. erstickte an einer nahegelegenen Bushaltestelle an seinem eigenen Blut.</p>
<p><b>178. Marcel W., 18 Jahre</b><br /> Marcel W. wurde am 24. August 2008 in Bernburg (Sachsen-Anhalt) &#252;ber mehrere Stunden von David B. misshandelt und in Brust und Bauch gestochen, ehe er an seinen Verletzungen starb. David B. hatte Marcel W. erstmals im November 2007 zusammengeschlagen und wollte eine Zeugenaussage W.s im Prozess zur Tat verhindern. Der T&#228;ter war als rechtsextremer Gewaltt&#228;ter polizeilich in Erscheinung getreten. W&#228;hrend des Gerichtsprozesses betonten Zeugen dar&#252;ber hinaus, die feste Verankerung des T&#228;ters in der Neonaziszene.</p>
<p><b>&#160;</b></p>
<p><b>&#160;2009 </b></p>
<p><b>179. Marwa El-Sherbiny, 31 Jahre</b><br /> W&#228;hrend einer Strafverhandlung am 1. Juli 2009 im Landgericht Dresden (Sachsen), zu der Marwa El-Sherbini als Zeugin geladen war, wurde sie vom Angeklagten Alex W., einem bekennenden Sympathisanten der NPD, aus antimuslimischem Rassismus heraus erstochen.</p>
<p><b>&#160;2010</b></p>
<p><b>180. Sven M., 27 Jahre</b><br /> In einem Neonazi-Hinterhofclub in Hemer (Nordrhein-Westfalen) wurde Sven M., selbst in der rechten Szene aktiv, am 14.Mai 2010 vom Betreiber des Neonazi-Clubs mit einem Jagdmesser die Kehle bis zur Wirbels&#228;ule durchschnitten. Vier weitere Tatbeteiligte halfen ihm anschlie&#223;end die Leiche in einem Waldst&#252;ck zu verscharren.</p>
<p><b>181. Kamal Kilade, 19 Jahre</b><br /> Er starb nach einem Angriff zweier Nazis am 24. Oktober 2010 an den Folgen eines Messerstiches in den Bauch am Leipziger Bahnhof (Sachsen). Die beiden T&#228;ter waren zuvor mehrfach wegen Gewaltdelikten vorbestraft.</p>
<p><b>&#160;2011</b></p>
<p><b>182. Andr&#233; K., 50 Jahre</b><br /> Am 27.Mai 2011 wurde der Obdachlose Andr&#233; K. in Oschatz (Sachsen) von drei M&#228;nnern im Alter von 25 bis 36 mit Schl&#228;gen und Tritten schwer misshandelt. Der 50-j&#228;hrige starb sechs Tage sp&#228;ter in einem Krankenhaus in Leipzig.</p>
<p>Weitere F&#228;lle sind noch im Zustand der &#220;berpr&#252;fung. Die Dunkelziffer ist dar&#252;ber hinaus hoch.</p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Heinrich Krebs</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2011-11-30T15:25:00Z</dc:date>
    <dc:type>Nachricht</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://www.linke-frankfurt.de/meldungen/mahnwache-des-gedenkens-und-des-zorns">
    <title>Mahnwache des Gedenkens und des Zorns</title>
    <link>http://www.linke-frankfurt.de/meldungen/mahnwache-des-gedenkens-und-des-zorns</link>
    <description>13 Jahre Nazi-Morde – Warum?

13 Jahre hat ein Netzwerk von Nazis rassistisch motivierte Morde an Menschen mit überwiegend türkischer Abstammung verüben können. Mindestens 10 Menschen fielen ihnen zum Opfer. Wir trauern und wir sind wütend.

Wir möchten den Angehörigen der Opfer unsere tiefe Anteilnahme aussprechen.

Zugleich sind wir wütend über das an Komplizenschaft grenzende Verhalten der Staatsschutzbehörden - allen voran des Verfassungsschutzes.

Hunderttausende von DM und Euros hat dieser an so genannte V-Leute, angeworbene Informanten aus der Neonaziszene ausgegeben.

Die NPD und so genannte Freie Kameradschaften brüsten sich damit, dass sie mit diesem Geld Aufmärsche, Konzerte und andere Aktionen finanzieren konnten.

Mit dem System der V-Leute wurden nicht nur großzügig Neonaziaktivitäten finanziert, zugleich war und ist dieses System bis heute ein wesentlicher politischer Schutz gegen ein NPD-Verbot.

Wir fragen: Wer hat wen unterwandert? Der Staatsschutz die Neonazis oder die Neonazis den Staatsschutz?

Jetzt wird viel über die „Inkompetenz“ kommunaler und regionaler Behörden geklagt und eine Zentralisierung des Staatsschutzes gefordert.

Dabei waren es politische Entscheidungen auf höchster Ebene, die Gefahr von „Rechtsextremisten“ zu verniedlichen und zu verharmlosen.</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Wir fordern:<br /><br />&#160;<br /><br />L&#252;ckenlose Aufkl&#228;rung &#252;ber die Rolle des hessischen Verfassungsschutzes beim Mord in Kassel und beim Aufbau des Verfassungsschutzes in Th&#252;ringen.<br /><br />Sofortige Einstellung des V-Leute-Systems.<br /><br />Sofortige Einstellung aller Ermittlungsverfahren gegen Antifaschisten im Zusammenhang mit den Massenblockaden gegen NPD-Aufm&#228;rsche in Dresden und anderswo.<br /><br />&#160;<br /><br />Wann: Dienstag, 29.11.2011, 18-20 Uhr<br /><br />Wo: Biebergasse (R&#252;ckseite Buchhandlung Hugendubel, Richtung Fressgass)<br /><br />&#160;<br /><br />Veranstalter: T&#252;rkisches Volkshaus Frankfurt e.V.<br /><br />Unterst&#252;tzer: SPD Frankfurt am Main, DIE LINKE.Kreisverband Frankfurt am Main, B&#252;ndnis 90/Die Gr&#252;nen in Frankfurt am Main, Jugend Kultur Zentrum e.V., Volkshaus/Halkevi Darmstadt e.V., Anti-Nazi-Koordination Frankfurt a.M., DIDF Frankfurt, Mesopotamisches Kulturzentrum e.V.</p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Steffen Merte</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2011-11-28T14:05:00Z</dc:date>
    <dc:type>Nachricht</dc:type>
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