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  <item rdf:about="http://www.linke-frankfurt.de/meldungen/nulltarif-einfuehrung-eines-kostenlosen-oeffentlichen-nahverkehrs-oepnv-im-tarifgebiet-50-2">
    <title>Nulltarif - Einführung eines kostenlosen öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV) im Tarifgebiet 50!</title>
    <link>http://www.linke-frankfurt.de/meldungen/nulltarif-einfuehrung-eines-kostenlosen-oeffentlichen-nahverkehrs-oepnv-im-tarifgebiet-50-2</link>
    <description>Ein kostenloser ÖPNV verbindet Klimaschutz mit Teilhabegerechtigkeit. Er wirkt gegen soziale Ausgrenzung an den Rand gedrängter Gruppen im Sinne eines nachhaltigen sozial-ökologischen Stadtumbaus. </description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>In Frankfurt, der Finanzmetropole Deutschlands, wird die soziale Spaltung immer deutlicher. Rund 20 Prozent der B&#252;rger_innen leben in Armut. F&#252;r sie ist die Frage sozialer, kultureller und politischer Teilhabe l&#228;ngst eine des Geldbeutels. So sieht etwa der Hartz IV-Regelsatz lediglich 24 Euro monatlich f&#252;r Mobilit&#228;t vor - das entspricht nach der j&#252;ngsten Fahrpreiserh&#246;hung gerade einmal neun Einzelfahrten. Aus Sicht der LINKEN stellt das Recht auf Mobilit&#228;t ein Grundrecht dar - und die Grundlage f&#252;r eine Teilhabe an der "Stadtgesellschaft", die wir anders verstanden wissen wollen, als CDU, GR&#220;NE, FDP und SPD. (<a class="internal-link" href="nulltarif-einfuehrung-eines-kostenlosen-oeffentlichen-nahverkehrs-oepnv-im-tarifgebiet-50" target="_blank" title="Nulltarif - Einf&#252;hrung eines kostenlosen &#246;ffentlichen Nahverkehrs (&#214;PNV) im Tarifgebiet 50! ">Einladung</a>)<br />Dar&#252;ber - und was wir tun k&#246;nnen - haben die Teilnehmer einer &#246;ffentlichen Mitgliederversammlung der Statdteilgruppe Heddernheim Niederursel am Di, 14 Mai 2013, miteinander und mit der Referentin Nora David, Kreisvorstand DIE LINKE. Frankfurt, gesprochen. <br />Ein kostenloser Nahverkehr reduziert die Zahl des motorisierten Individualverkehrs - also der Autos - in der Stadt, und ist daher f&#252;r alle Frankfurterinnen und Frankfurter von Nutzen; auch f&#252;r diejenigen, die nicht auf &#246;ffentliche Verkehrsmittel zur&#252;ckgreifen. Die Luftqualit&#228;t w&#252;rde verbessert, die L&#228;rmbelastung reduziert. Vor allem f&#252;r diejenigen Frankfurterinnen und Frankfurter, die an den Einfallstra&#223;en und Pendlerrouten wohnen, w&#228;re weniger motorisierter Individualverkehr eine gro&#223;e Entlastung.<br />Die existierenden Erfahrungen aus den USA und einzelnen europ&#228;ischen Gemeinden (wie Hasselt in Belgien, Templin und L&#252;bben in Deutschland) sowie aus der estl&#228;ndischen Gro&#223;stadt Tallin sollten Anregung genug sein, &#252;ber einen Nulltarif im &#214;PNV und dessen konkrete Ausgestaltung nachzudenken.<br />Erste Untersuchungen &#252;ber Auswirkungen und Umsetzung eines solchen kostenlosen &#214;PNV liegen bereits vor, k&#246;nnen jedoch - aufgrund der gro&#223;en regionalen Unterschiede in Bezug auf die Verbundstrukturen, Finanzierungsgrundlagen und Verkehrssituation - nur eingeschr&#228;nkt &#252;bertragen werden.<br />Innerhalb des Stadtgebietes w&#252;rden durch den R&#252;ckgang des ruhenden Verkehrs in allen Stadtteilen Fl&#228;chen frei, die bebaut, bewohnt, bewirtschaftet und bespielt werden k&#246;nnten. Und noch eine ganze Reihe weiterer Faktoren sprechen f&#252;r die Einf&#252;hrung eines kostenlosen &#246;ffentlichen Nahverkehrs, weil sie innerhalb der Kommune volkswirtschaftliche Rendite generieren - so hat der Nulltarif dort, wo er bisher eingef&#252;hrt wurde, zu einer Aufwertung der Innenstadt und weiterer zentraler Orte gef&#252;hrt. In der Regel profitiert au&#223;erdem der Fremdenverkehr massiv vom Nulltarif als Werbeargument. In Frankfurt, das nicht nur Touristik- sondern auch Messestadt ist, w&#228;re dies in vielfach potenzierter Form zu erwarten. Auch f&#252;r Unternehmen kann der Nulltarif ein Standortfaktor sein und als Argument bei der Werbung von Fachkr&#228;ften dienen. (<a class="internal-link" href="nulltarif-einfuehrung-eines-kostenlosen-oeffentlichen-nahverkehrs-oepnv-im-tarifgebiet-50-1" target="_blank" title="Nulltarif - Einf&#252;hrung eines kostenlosen &#246;ffentlichen Nahverkehrs (&#214;PNV) im Tarifgebiet 50! ">Material</a>)<br /><br />Finanzierbarkeit eines Nulltarifs im &#214;PNV<br />Das h&#228;ufigste Argument gegen den Nulltarif ist die Sorge, dass dieser aus dem bestehenden Etat bestritten werden und man deshalb Einsparungen in anderen Bereichen der kommunalen Daseinsvorsorge in Kauf nehmen m&#252;sse. Das stimmt jedoch nur, wenn man sich nicht gleichzeitig Gedanken &#252;ber die Steigerung kommunaler Ertr&#228;ge zur nutzerunabh&#228;ngigen Finanzierung des &#214;PNV macht.<br />Zun&#228;chst entstehen durch die Einf&#252;hrung eines kostenlosen Nahverkehrs eine ganze Reihe von Einsparungen:<br />Einsparungen:<br />Der Anteil f&#252;r die Vertriebs- und Kontrollinfrastruktur eines kostenpflichtigen &#214;PNV (Fahrscheinautomaten, Fahrscheine, Fahrscheinkontrollen, Mahnbetrieb ...) stellt zwischen 8 bis 15 Prozent der Gesamtkosten dar. Eine kostenlose Fahrt im Tarifgebiet 50 w&#252;rde diese Aufwendungen verringern.<br />Einsparungen w&#252;rden sich auch durch Verschiebungen im Modal Split und eine geringere Belastung durch den motorisierten Individualverkehr (MIV) ergeben. Dazu geh&#246;rt zun&#228;chst eine ehrliche Bewertung der Kosten, die durch den MIV entstehen und von uns Allen getragen werden. Sie reichen &#252;ber die Finanzierung von teuren Stra&#223;enbauprojekten und Instandhaltungen &#252;ber den Verlust an Lebensqualit&#228;t durch immer knapper werdende &#246;ffentliche R&#228;ume bis hin zu gesundheitlichen Belastungen durch L&#228;rm und Feinstaub, und schlie&#223;lich die schwerwiegenden gesamtgesellschaftlich getragenen Folgen zunehmender CO2-Emissionen. In Frankfurt wird dieses Argument noch durch den hohen Anteil an Pendler_innen verst&#228;rkt. Hier m&#252;sste man darauf hinwirken, "[&#8230;] dass die Leute, die von au&#223;en kommen und [&#8230;] nur Leistungen wie das Stra&#223;ennetz in Anspruch nehmen und gleichzeitig 'Negativleistungen' wie Luftverunreinigung und L&#228;rm hinterlassen, dass diese Leute auch zur Finanzierung der Zentralstadt beitragen w&#252;rden." [1]<br />Einnahmen:<br />Die Einf&#252;hrung einer sozialvertr&#228;glich gestalteten Citymaut, die Menschen, die auf ihr Auto angewiesen sind, ber&#252;cksichtigt, ist ein wichtiger Baustein zur Finanzierung des Nulltarifs.<br />Um eine Gleichbehandlung von MIV und &#214;PNV zu erreichen, ist die Etablierung eines Erschlie&#223;ungstatbestands &#214;PNV analog zur Finanzierungsregelung bei Stra&#223;enerschlie&#223;ungen zu fordern. Erschlie&#223;ungsbeitr&#228;ge werden von Grundst&#252;ckseigent&#252;mer_innen erbracht und sind eine reine Kommunalabgabe.<br />Durch die Einf&#252;hrung einer Unternehmenspauschalabgabe &#228;hnlich wie die Taxe versement transport [2] (jedoch mit dem Unterschied, dass nicht die Lohnsumme, sondern die Wertsch&#246;pfung als Grundlage dienen sollte), k&#246;nnten die f&#252;r die Unternehmen bestehenden Vorteile des &#214;PNV abgesch&#246;pft werden.<br />Weitere politische Steuerungsinstrumente zugunsten einer st&#228;rkeren Nutzung klimafreundlicher Verkehrsmittel w&#228;ren eine ver&#228;nderte Parkraumbewirtschaftung, im Sinne einer deutlichen Vermehrung autobefreiter Kernbereiche (Fu&#223;g&#228;ngerzonen) in den Quartierszentren und einer Ausweitung von verkehrsberuhigten Zonen.<br />[1] Aus einem Interview mit Boris Palmer, GR&#220;NER Oberb&#252;rgermeister der Stadt T&#252;bingen. In: ZAK[3] (Hg.), "T&#252;Bus umsonst!", T&#252;bingen 2010.<br />[2] Die "taxe versement transport" ist eine in Frankreich &#252;bliche kommunale Verkehrsabgabe f&#252;r die Bereitstellung des &#214;PNV. Die Pauschale wird auf die Bruttolohnmasse angewandt und betr&#228;gt in der Regel 0,45 bis 1,05 Prozent der Bruttoarbeitsentgelte.</p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Klaus D. Schulze</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    
      <dc:subject>Umweltschutz</dc:subject>
    
    
      <dc:subject>Verkehr</dc:subject>
    
    
      <dc:subject>Haushalt</dc:subject>
    
    
      <dc:subject>Stadtteilgruppe</dc:subject>
    
    
      <dc:subject>Sozialpolitik</dc:subject>
    
    <dc:date>2013-05-21T17:30:00Z</dc:date>
    <dc:type>Nachricht</dc:type>
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  <item rdf:about="http://www.linke-frankfurt.de/meldungen/80-jahre-nach-der-erstuermung-der-gewerkschaftshaeuser-1.-mai-nazifrei-erfolgreiche-veranstaltung">
    <title>80 Jahre nach der Erstürmung der Gewerkschaftshäuser - 1. Mai nazifrei!</title>
    <link>http://www.linke-frankfurt.de/meldungen/80-jahre-nach-der-erstuermung-der-gewerkschaftshaeuser-1.-mai-nazifrei-erfolgreiche-veranstaltung</link>
    <description>DIE LINKE. Frankfurt am Main lud ein zur Veranstaltung "80 Jahre nach der Erstürmung der Gewerkschaftshäuser - 1. Mai nazifrei!" am Mo, 22 Apl 2013. 60 Personen sind gekommen, um mit den Referenten des Abends einen geschichtlichen Rückblick zu werfen auf die tiefste Niederlage der deutschen Gewerkschaftsbewegung im Mai 1933. Es war eine erfolgreiche Veranstaltung. </description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Peter Scherer,&#160; lange Jahre aktiv im Hauptvorstand der IG Metall, sprach zum Thema "April 1933: Der vergessene Monat". Im Zentrum seiner Analyse stand die Kritik am Zur&#252;ckweichen f&#252;hrender Vertreter des ADGB vor den Ideen eines "nationalen Sozialismus". Anpassung an die Ideen der "Nationalsozialisten" nutzte nichts, der Apparat konnte nicht gerettet werden, es nutzte nichts, dass f&#252;hrende Vertreter des ADGB ihre Mitglieder dazu aufriefen, sich bei den Nazi-Maifeirn am 1. Mai einzureihen.</p>
<p>Am 2. Mai um 10 Uhr vormittags wurden auch in Frankfurt die B&#252;ros der Gewerkschaften von SA und SS besetzt,&#160; zahlreiche Verhaftungen folgten. Judith P&#224;kh, die sich als Historikern der Arbeiterbewegung verdient gemacht hat - u a. hat sie zwei sehr informative B&#228;nde &#252;ber die Frankfurter Arbeiterbewegung von 1848 bis 1933 herausgegeben - referierte anschlie&#223;end &#252;ber die Ereignisse in Frankfurt. Zahlreiche Betriebsr&#228;te der Frankfurter Metallbetriebe waren dem Aufruf der F&#252;hrung des ADGB nicht gefolgt, die Beteiligung der Belegschaften war&#160; eher m&#228;&#223;ig, viele "verkr&#252;melten" sich bereit gegen Mittag. Die im Keller des Gewerkschaftshauses zur Verteidigung gebunkerten Waffen wurden noch vor deren Besetzung weg geschafft. Sehr eindrucksvoll und detailliert schilderte sie den riesigen Propagandaaufwand der Nazis, um den 1. Mai als "nationalen Tag der Arbeit" politisch in Beschlag zu nehmen.</p>
<p>Janine Wi&#223;ler, Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag, schlug dann den Bogen zu heute. Sie ging auf die Verbindung des sogenannten Verfassungsschutzes mit den NSU-M&#246;rdern ein, forderte die Aufl&#246;sung des Verfassungsschutzes und rief dazu auf, den Nazis am 1. Mai in Frankfurt massenhaft und entschlossen entgegenzutreten.</p>
<p>Die anschlie&#223;ende Diskussion kreiste um die Themen NPD-Verbot ja oder nein, die politische Kontinuit&#228;t von Gestapo und Verfassungsschutz und um die Fragen,&#160; ob und wie der Aufstieg der Nazis zu verhindern gewesen w&#228;re. Eine Fortsetzung der Debatte wird am 27. Mai mit einer Veranstaltung unter dem Thema "Rassismus der Mitte und Nazim&#246;rder - 20 Jahre 'Asylkompromiss' und Brandanschlag in Solingen" stattfinden. (19:00&#160; Uhr, Haus Gallus, u. a. mit Martina Renner, innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Th&#252;ringer Landtag). <br />&#160;<br />Rede: Peter Scherer<br />Frankfurt 22. April 2013<br />DGB-Haus<br />Das Ende der Gewerkschaften im Fr&#252;hjahr 1933<br /><br />Liebe Freunde, verehrte G&#228;ste,<br /><br />die blutige Zerschlagung von Arbeiterorganisationen, Verbot und Verhaftung, Schikane und Mord sind leider in fast jedem Jahrzehnt zu finden, wenn wir die Geschichte weltweit betrachten. Wohl einmalig aber ist der Vorgang, dass nach Millionen Mitgliedern z&#228;hlende Gewerkschaften unter der Fahne ihrer grimmigsten Gegner mit Blasmusik am Montag durch die Stra&#223;en gef&#252;hrt und am Dienstag politisch ausgel&#246;scht werden.<br />&#160;Der Sozialdemokrat Julius Leber befand sich damals schon in Untersuchungshaft in L&#252;beck. "Welch eine Heuchelei!", schrieb er in sein Tagebuch, als er am 30. April davon erfuhr, dass die Nazis den 1. Mai zum Nationalfeiertag erkl&#228;rt hatten. Er durchschaute den Zwangscharakter des Aufmarsches. Am 4. Mai schrieb er bitter und in seltsamer Doppeldeutigkeit: <br />"Nun haben sie die Gewerkschaften auch hin&#252;bergeholt. Wie viele Tausend ... mit den Z&#228;hnen geknirscht haben? Aber die B&#252;rokratisierung hat die Gewerkschaften seit Jahren v&#246;llig arbeitsunf&#228;hig gemacht und leider Gottes teilweise auch die Partei."<br /><br />&#160;So gro&#223; war seine Erbitterung &#252;ber die Kollegen und Genossen, dass er den heimt&#252;ckischen Akt der Nazis als eine Art Gottesurteil deutete: Die Geschichte spreche "unerbittliche Urteile".<br />&#160;Welcher S&#252;nden hatte sich die Gewerkschaftsbewegung schuldig gemacht? Was konnte einen Sozialisten, der sp&#228;ter seinen Mut im Widerstand gegen Hitler bewiesen hat, dazu bringen, die Nazis als Werkzeug der Geschichte anzusehen, deren Urteil gegen die Gewerkschaften sie vollstreckten?<br />&#160;B&#252;rokratisierung ist ein beliebter, aber wenig pr&#228;ziser Vorwurf. Eine wirklich funktionst&#252;chtige B&#252;rokratie kann eine sehr wirkungsvolle politische Waffe sein, und es ist nicht einzusehen, weshalb gerade die Massenorganisationen der Arbeiterbewegung auf die Stufe der Improvisation festgebannt bleiben sollen.<br />&#160;Von der politischen Polizei bis zu den Konzernzentralen standen der Arbeiterbewegung immer hoch organisierte, hoch effiziente und eben "b&#252;rokratisch" durchorganisierte K&#246;rperschaften gegen&#252;ber. Der relativ junge und zahlenm&#228;&#223;ig bescheidene hauptamtliche Apparat konnte trotz all seiner Schw&#228;chen und Eitelkeiten nicht der Grund f&#252;r die Katastrophe von 1933 gewesen sein.<br />&#160;Die politisch motivierte Entt&#228;uschung &#252;ber die Gewerkschaften hat immer wieder &#228;hnliche Bilder gebraucht. Heute, im Abstand von acht Jahrzehnten, k&#246;nnen wir eine Feststellung treffen, die manchen Kritiker der fr&#252;hen 30er Jahre sicher &#252;berrascht h&#228;tte: Die Gewerkschaften sind, trotz aller politischen Katastrophen der Arbeiterbewegung und durch deren Tr&#252;mmer hindurch, die einzigen Organisationen geblieben, die heute noch f&#228;hig sind, massenhaften Arbeiterprotest, wirksamen Widerstand zu organisieren. Die Arbeiterparteien sind entweder in einem langsamen Zerfallsprozess ihren Urspr&#252;ngen entfremdet worden, oder sie sind, je h&#246;her ihre Macht gestiegen ist, umso tiefer gefallen.<br />&#160;Sp&#228;testens seit den Erfahrungen der sp&#228;ten 80er und fr&#252;hen 90er Jahre des letzten Jahrhunderts haben Gewerkschafter keinen Grund mehr, sich als das minder t&#252;chtige Fu&#223;volk der Arbeiterbewegung ansehen zu lassen, als Mittel zu h&#246;heren Zielen, die sich ihrer beschr&#228;nkten Logik entziehen.<br />&#160;Eine solche Instrumentalisierung ist keineswegs eine Erfindung der Kommunisten, wie das Schlagwort vom &#8220;Transmissionsriemen" nahe legt. Die Sozialdemokratie hat sich unter dem Schock der russischen Revolution 1905/06 nicht anders verhalten. Oder war es kein Missbrauch der Gewerkschaften, ihnen die Gleichberechtigung mit der Partei anzubieten mit dem einzigen Ziel, die Bef&#252;rworter des politischen Massenstreiks ins Abseits zu man&#246;vrieren? <br />"Gleichberechtigung" hat es danach nie gegeben, aber die Parteirechte konnte die Gewerkschaften als ihr strategisches Hinterland gebrauchen.<br />&#160;Die Sozialdemokratie hat ihre Entscheidungen selbst getroffen, von der Ablehnung des Massenstreiks 1906 &#252;ber die Kriegskredite 1914 und das Ebert-Groener-Abkommen 1918 bis zur Tolerierung der Br&#252;ning-Politik seit 1930. Diese Entscheidungen waren Hintergrund f&#252;r die Katastrophe der Gewerkschaften 1933, aber es waren keine gewerkschaftlichen Entscheidungen. Die Gewerkschaften sind 1933 zu einem betr&#228;chtlichen Teil von den Folgen einer Politik &#252;berrollt worden, auf die sie nur bedingt Einfluss hatten. Sie lebten an der Jahreswende 1932/33 mit den krassen Fehleinsch&#228;tzungen der Arbeiterparteien, wie sie heute mit deren Schw&#228;che leben m&#252;ssen.<br />&#160;Was die letzten Tage ihrer Existenz vor dem 2. Mai 1933 interessant macht, ist der Versuch, Gewerkschaften au&#223;erhalb der historischen Arbeiterbewegung zu definieren. Mit welchen Begriffen, mit welchen Argumentationsfiguren wurde das absurde Unterfangen eingeleitet? Denn absurd war und bleibt es, den gewerkschaftlichen Kampf aus dem Ganzen der Arbeiterbewegung l&#246;sen zu wollen. <br />&#160;Im Folgenden werden vor allem Dokumente herangezogen, die in der Zeit zwischen dem 21. April und dem 2. Mai abgefasst wurden, in jenen Tagen also, da den Gewerkschaften das Urteil mit allen Einzelheiten schon gesprochen war, ohne dass sie es ahnten, sie folglich in dem Glauben lebten, eine wie immer geartete Zukunft vor sich zu haben. <br />&#160;Es sind vor allem zwei Fixpunkte, an denen sich die Illusion gewerkschaftlicher Bewegungsfreiheit festmacht: Die Emanzipation von jedweder "Gesinnung" und die r&#252;ckhaltlose Bereitschaft, sich dem "Neuen" anzuschlie&#223;en, auch wenn es eine vollst&#228;ndige Leugnung historischer Erfahrung und sozialer Logik abverlangt. Man k&#246;nnte dies alles unter die Verrenkungen rechnen, die dem nackten Selbsterhaltungstrieb entsprangen. Aber es waren keine beliebigen Gesten der Unterwerfung, denn sonst w&#228;ren wir nicht auch in unseren Tagen mit denselben Argumenten des Ideologieverzichts und der "Modernisierung" konfrontiert, mit derselben Ausblendung und Verf&#228;lschung aller geschichtlichen Erfahrung.<br />&#160;Nicht dass es 1933 an historischen Phrasen gefehlt h&#228;tte! Franz-Josef Furtw&#228;ngler, seit 1923 Sekret&#228;r beim Bundesvorstand des ADGB und seit 1932 Mitarbeiter der Reichskommission f&#252;r Arbeitsbeschaffung, &#252;berschreibt seine Betrachtungen &#252;ber das Ende der "Gesinnungsparteien" mit der Schlagzeile: "Reichseinheit nach dreihundert Jahren". Die Entmachtung der L&#228;nder wird unter dem Begriff der Einheit interpretiert: "Das Reich ist zum Einheitsstaat erhoben." Die "L&#228;nderbarrieren" seien nun zertr&#252;mmert, die "Zerkl&#252;ftung" des Volkes aufgehoben. Mit den Grenzen sei auch die "Fraktionsidee" hinf&#228;llig geworden. Konfessionelle "Gesinnungsparteien" h&#228;tten seit dem Drei&#223;igj&#228;hrigen Krieg Deutschland ruiniert. Nun sei das Ende aller gesinnungsm&#228;&#223;igen "Scheidew&#228;nde" gekommen.<br />&#160;Den politischen Umbruch nimmt der Autor schon mit historischer Distanz zur Kenntnis:<br />"Die bolschewistische 'Gesinnungspartei' war bereits als staatsfeindlich und auslandsh&#246;rig unterdr&#252;ckt, den liberal-parlamentarischen Gruppen, besonders der SPD, durch Presseverbote und andere Ma&#223;nahmen der Lebensnerv gedrosselt und der Zusammenhang zwischen der letzteren und den beruflichen Arbeiterverb&#228;nden schon praktisch hinf&#228;llig gemacht. Das alles bedeutet eine Lahmlegung des herk&#246;mmlichen Fraktionswesens von ungeahnter Gr&#252;ndlichkeit mit dem Ziel der Herstellung der Volkseinheit auf der Ebene einer neuen Ordnung".<br />&#160;Furtw&#228;ngler baut geradezu eine Hierarchie verschiedener Arten von "Einheit" auf: die territoriale, die politische und, als Forderung f&#252;r die Zukunft, die "moralische". An dieser "moralischen Einheit" Hand in Hand mit den Nazis zu arbeiten, bieten sich die Gewerkschaften an - "unbek&#252;mmert um Ideologien".<br />&#160;Ein auch heute nicht ganz unbekanntes Element des Modernisierungsrausches ist die "Entdeckung", dass man sich mit gutem Gewissen, ja "revolution&#228;rem" Hochgef&#252;hl von der Arbeiterbewegung losl&#246;sen k&#246;nne, weil diese ganz von der "Klassenordnung des b&#252;rgerlichen Staates" gepr&#228;gt sei: <br />"So ist er (der Industriearbeiter) und seine Geisteswelt belastet mit den Traditionen des absinkenden b&#252;rgerlichen Systems, wenn sie auch bei ihm ein negatives Vorzeichen tragen."<br /><br />So neu ist der Gedanke also nicht, dass beim Anbruch des radikal Neuen, der "Moderne" und "Postmoderne" bedenkenlos alle Traditionen der Arbeiterbewegung &#252;ber Bord geworfen werden k&#246;nnen.<br />&#160;Auch das "Ende der Arbeiterklasse" geh&#246;rt schon 1933 in dieses Muster. Die soziale Frage, so argumentiert Furtw&#228;ngler, habe aufgeh&#246;rt, eine solche der industriellen Lohnarbeiter zu sein. Jenseits der Arbeiterklasse habe sich als "Stand wahrer Hoffnungslosigkeit" das Millionenheer der Arbeitslosen gebildet. <br />"Die Nation selbst wurde zur 'Proletarierklasse'". Ihre "Daseinsgrundlagen" seien nun gemeinsam umzugestalten.<br />&#160;Walther Pahl, Sekret&#228;r beim ADGB-Bundesvorstand und seit 1932 Leiter der "Zentralstelle f&#252;r den Freiwilligen Arbeitsdienst" des ADGB besch&#228;ftigt sich in der "Gewerkschafts-Zeitung" vom 29. April unter der &#220;berschrift "Der Feiertag der Arbeit und die sozialistische Arbeiterschaft" vor allem mit dem Verh&#228;ltnis von faschistischem Nationalismus und sozialistischem Internationalismus.<br />&#160;In den wenigen Tagen, die seiner Spitzfindigkeit noch verg&#246;nnt waren, wird er wohl niemanden mehr davon &#252;berzeugt haben, dass der 1. Mai 1933 aus der Sicht der sozialistischen Arbeiterbewegung ein "Tag des Sieges" sei. Man sei weder umgefallen, noch sei man verf&#252;hrt worden, nichts anderes als die Gleichsetzung von proletarischem und nationalem Interesse habe auch die sozialistische Bewegung gewollt.<br />&#160;Interessant ist, wie Pahl den Internationalismus "aufarbeitet". Zun&#228;chst stellt er fest, dass es nur eine "kleine Gruppe internationaler Utopisten" gegeben habe, deren Ideologie gl&#252;cklicherweise die "schlichte nationale Wirklichkeit der Arbeiterbewegung" nicht entscheidend beeinflussen konnte. Mit dem Internationalismus des Kapitals habe man sich ohnedies nie vergleichen k&#246;nnen.<br />&#160;Pahl ergreift hier dankbar die helfende Hand, die Ernst J&#252;nger schon 1932 allen entgegengestreckt hatte, die sich aus dem Dunstkreis der "Internationale" zu entfernen suchten. Er erinnerte in seinem Buch "Der Arbeiter: Herrschaft und Gestalt" daran, wie "sehr einheitlich" und "ganz undogmatisch" sich die Massen bei Ausbruch des Weltkrieges verhalten h&#228;tten. Als Ausnahmefall sei der August 1914 keineswegs anzusehen. Er werde sich jederzeit wiederholen "wenn die &#246;ffentliche Meinung in einen entsprechenden Zustand versetzt worden ist". Weit internationaler als jene Massen, auf die der Sozialismus angewiesen ist, seien die Dynastien, der hohe Adel, der Klerus "oder auch das Kapital".<br />&#160;Doch so "schlicht" wie bisher sollten weder die nationale noch die internationale "Wirklichkeit der Arbeiterbewegung" bleiben. Die au&#223;enpolitischen Stichworte des ADGB hei&#223;en "Friedenssicherung" und "Europa":<br />&#160;"Die deutsche Neuordnung ist ohne eine europ&#228;ische Neuordnung undenkbar, die keine unverbindliche, 'paneurop&#228;ische' Summierung der Staaten darstellen und auch keine imperialistische Vormachtstellung ... zulassen darf. (Der Friedensvertrag von) Versailles kann nur durch die Schaffung eines europ&#228;ischen Bundes ... zertr&#252;mmert werden."<br />&#160;Nur starke Nationen seien in der Lage, den Frieden zu sichern. Ziel sei eine "konstruktive europ&#228;ische Kooperation". Die Zerst&#246;rung des "international-pazifistischen Defaitismus" schaffe freie Bahn f&#252;r diese neue Art der "Zusammenarbeit". <br />&#160; Man steht immer wieder besch&#228;mt vor den intellektuellen Pirouetten dieser Tage, besch&#228;mt auch deshalb, weil wir nicht von uns aus sagen k&#246;nnen, wir seien meilenweit von diesen Illusionen entfernt. Angeblicher Verzicht auf Ideologie, Offenheit f&#252;r die Erfordernisse der Modernisierung, Losl&#246;sung aus &#252;berkommenen Traditionen, Relativierung der Geschichte, Absage an den Klassenkampf, Beschw&#246;rung der nationalen und sozialen Einheit, eine sog. "Friedenssicherung" durch Gewalt und internationale &#8222;Neuordnung&#8220;: Nichts, aber auch gar nichts aus dem Musterkoffer unserer Modernisten fehlt 1933 im Kontext der gro&#223;en Unterwerfung. <br />&#160;Man k&#246;nnte &#252;ber den fein gedrechselten Artikeln der "Gewerkschafts-Zeitung" fast vergessen, dass seit dem Reichtagsbrand am 27. Februar 1933 ein beispielloser Terror Deutschland &#252;berrollte, dass am 1. April die Boykottaktion gegen die Juden stattgefunden hatte, dass &#252;ber 40 Gewerkschaftsh&#228;user bereits besetzt waren, dass ein KZ nach dem anderen seine Tore weit &#246;ffnete. Man teilte die "Gr&#252;ndung" eines Konzentrationslagers damals noch offen in der Zeitung mit, und es gab noch Idealisten wie den Polizeioberleutnant M&#252;ller, der aus dem KZ Moringen am 28. April 1933 diensteifrig an das Regierungspr&#228;sidium meldete:<br />&#160;"Ich beabsichtige, am 1.Mai, dem Tag der nationalen Arbeit, einen Teil der Insassen (etwa 100) an der Kundgebung der Stadt Moringen unter Bewachung teilnehmen zu lassen." 90 Prozent der H&#228;ftlinge h&#228;tten sich zur Teilnahme gemeldet. <br />&#160;Was wir aus den gewerkschaftlichen Argumenten des April 1933 in der politischen Sprache unserer Gegenwart nicht mehr finden, ist die Forderung nach der Verwirklichung des Sozialismus auf deutschem Boden:<br />&#160;- &#220;berf&#252;hrung der Gro&#223;betriebe in Gemeineigentum,<br />&#160;- Nationalisierung der Banken mit dem Ziel einer planm&#228;&#223;igen Kreditpolitik,<br />&#160;- Nationalisierung der Energiewirtschaft und der Rohstoffversorgung,<br />&#160;- Schaffung eines Au&#223;enhandelsmonopols,<br />&#160;- &#220;bergang zu einer nationalen Planwirtschaft mit dem Staat als bestimmendem Arbeitgeber.<br />&#160;Das war der unbescheidene Forderungskatalog des ADGB am Vorabend des Maifeiertags 1933. Das waren immerhin Umrisse einer<br />Antwort auf die kapitalistische Krise.<br />&#160;Die Groteske bestand darin, dass Teile des ADGB sich selbst und anderen vorzumachen gedachten, ausgerechnet Hitler werde dem blo&#223;en Bekenntnis nun die "sozialistische Tat" folgen lassen.<br />&#160;Bisher habe die "unteilbare Herrschaft" als Voraussetzung der Sozialisierung gefehlt, so argumentiert Walther Pahl mit dem Pathos des "historischen Augenblicks":<br />&#160;"Diese Herrschaft ist heute da! Damit sind, geschichtlich gesehen, zum ersten Male, wirklich die Bedingungen f&#252;r die erfolgreiche Inangriffnahme der Sozialisierung erf&#252;llt. Damit ist aber zugleich der Nationalsozialismus mit einer geschichtlichen Verantwortung von ungeheurer Gr&#246;&#223;e belastet: Er muss den Sozialismus verwirklichen, weil ihm zum ersten Male die Aufrichtung einer Herrschaft gelang, die ihn nicht nur verwirklichen will, sondern auch verwirklichen kann."<br />&#160;Die Mai-Nummer der "Gewerkschafts-Zeitung" enth&#228;lt eine wohl lange hin- und her gewendete Anmerkung, die erkennen l&#228;sst, wie haltlos die F&#252;hrung des ADGB in dieser Hochflut des Opportunismus geworden war:<br />"Es ist erkl&#228;rlich, dass die Wendung der Dinge seit dem 5.M&#228;rz (der Reichstagswahl), dass namentlich aber die Erhebung der Maifeier zum Volksfeiertag durch den Entschluss der Reichsregierung in den Kreisen der Arbeiterbewegung, besonders der j&#252;ngeren Generation, Anlass zu Betrachtungen &#252;ber die Stellung zu dem nationalsozialistischen Regime bietet. Einem Beitrag von Walther Pahl, der dem Bestreben entspringt, vom Sozialismus her eine Stellung zur nationalen Revolution zu finden, geben wir namentlich darum ... gerne eine St&#228;tte, weil die M&#246;glichkeit zu einer &#246;ffentlichen Aussprache zurzeit eng begrenzt ist." <br />&#160;Kein Zweifel, Pahl, Furtw&#228;ngler und all jene, f&#252;r die sie stellvertretend den Namen hergaben, h&#228;tten nur zu gerne einen Platz im Dritten Reich eingenommen. Aber den strammen Spr&#252;chen der frischgebackenen National-Sozialisten ist am 2. Mai, 10 Uhr vormittags, ein Ende gesetzt worden.<br />&#160;Geschadet hat den beiden Vordenkern ihr Ausflug nach Rechtsau&#223;en nicht. Sie &#252;berlebten das Hitlerreich und machten nach 1945 Karriere: Furtw&#228;ngler als erster Leiter der "Akademie der Arbeit" und danach Mitglied der SPD-Fraktion im hessischen Landtag, Pahl als Chefredakteur der "Gewerkschaftlichen Monatshefte". <br />&#160;War das alles in der Tat nur eine peinliche Episode, die man zu Recht &#252;bergehen kann?<br />&#160;Der gro&#223;e Unterschied zwischen 1933 und 2013 besteht darin, dass es vor 80 Jahren starke Arbeiterparteien und starke Gewerkschaften gab, die gemeinsam in eine an sich vermeidbare Katastrophe marschierten. Heute gibt es keine starken Arbeiterparteien mehr. Die Isolation, in der die Gewerkschaften am Vorabend des 1.Mai 1933, abgetrennt von ihren Urspr&#252;ngen und nat&#252;rlichen Verb&#252;ndeten standen, dauerte nur wenige Tage. Die Illusion, in der faschistischen Diktatur nun endlich den potenten Partner f&#252;r den Aufbau eines nationalen Sozialismus auf deutschem Boden gefunden zu haben, d.h. f&#252;r eine Art St&#228;ndestaat unter ma&#223;geblicher Beteiligung der Gewerkschaften, hatte eine ebenso kurze Dauer.<br />&#160;Die politische Lage, in der sich die Gewerkschaften heute befinden, scheint von langer Dauer zu sein. Entsprechend gro&#223; ist die Versuchung, sich durch einen Salto mortale aus allen historischen Verwicklungen hinaus- und in eine sch&#246;ne neue Welt der Modernisierung hineinzukatapultieren.<br />&#160;Gewerkschaften brauchen Erfolg hier und jetzt. Sie sind keine Glaubensgemeinschaften, die um ihrer selbst willen existieren und ihre Mitglieder auf weit entfernte Zeithorizonte vertr&#246;sten k&#246;nnen. Sie sind der erfolgreiche Makler auf dem Markt der Arbeit oder sie sind nichts. Der Pakt mit dem Teufel ist ihnen gleich neben die Wiege gelegt.<br />&#160;Ihre Abneigung gegen jedwede soziale Projektmacherei, gegen Idealismen und Utopien ist in ihrer Funktion begr&#252;ndet. Aus ihr resultiert auch das Grundgef&#252;hl, mit den Tr&#228;gern der Macht ins Gesch&#228;ft kommen zu m&#252;ssen und zu k&#246;nnen, gleichg&#252;ltig wie sich diese Macht legitimiert. Sie m&#252;ssen am Ende einen Vertrag abschlie&#223;en, und ihre Tragik ist, dass ihr Gegen&#252;ber nur auf eine Gelegenheit wartet, sich des l&#228;stigen Partners zu entledigen. Das Kapital braucht keine Gewerkschaften.<br />&#160;Gewerkschaften, die sich einer wie immer gearteten "Befriedungsarbeit" widmen, machen sich nicht erst langfristig, sondern schon auf mittlere Sicht &#252;berfl&#252;ssig. <br />&#160;Die br&#252;ske Zur&#252;ckweisung der Gewerkschaften am 2. Mai 1933 hat uns ein Kapitel Geschichte erspart, das auszudenken unsere Phantasie wohl nicht ausreicht.<br />&#160;Das ist die eigentliche Lehre aus der Katastrophe von 1933: Es kann f&#252;r die Gewerkschaften keine "st&#228;ndische" oder "kooperative" Gemeinschaft mit dem Kapital geben.<br />&#160;Ein Umstand wird uns auch k&#252;nftig helfen: Die Gewerkschaften k&#246;nnen sich immer nur kurze Zeit &#252;ber ihre Funktion irren. Die Realit&#228;t des Klassenkampfes, in dessen vorderster Linie sie stehen, belehrt sie unweigerlich eines Besseren.<br /><br />Liebe Freunde, <br /><br />ich will diese R&#252;ckschau auf eine der dunkelsten Stunden in der Geschichte unserer Gewerkschaften nicht schlie&#223;en, ohne der Kolleginnen und Kollegen zu gedenken,<br />die auch 1933 an ihrem Maifeiertag festhielten,<br />die nicht mitmarschierten (und sei es z&#228;hneknirschend), sondern hinausgingen in die W&#228;lder,<br />die sich heimlich zusammenfanden wie in den Tagen des Sozialistengesetzes,<br />die sich Mut zusprachen und einander schworen, weiter zu k&#228;mpfen<br />gegen den Opportunismus in den eigenen Reihen,<br />gegen den heraufziehenden Krieg,<br />gegen die Ausbeutung in allen ihren Formen.<br /><br />Tausende sind in diesem Kampf gefallen,<br />Zehntausende wurden eingekerkert,<br />Millionen gedem&#252;tigt.<br /><br />Am Ende waren es nicht mehr viele, die durchhielten, aber diese Wenigen haben unsere Ehre gerettet.<br /><br />Und wie sie sich am 2. Mai 1933 verweigert hatten, so stellten sie sich zw&#246;lf Jahre sp&#228;ter der Aufgabe, eine neue Gewerkschaftsbewegung aufzubauen.<br /><br />Ihr Werk gilt es fortzusetzen!</p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Steffen Merte</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    
      <dc:subject>Geschichte</dc:subject>
    
    
      <dc:subject>Gewerkschaften</dc:subject>
    
    <dc:date>2013-04-26T15:45:00Z</dc:date>
    <dc:type>Nachricht</dc:type>
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  <item rdf:about="http://www.linke-frankfurt.de/meldungen/buergerkrieg-in-syrien-vor-allem-eine-humanitaere-katastrophe">
    <title>Bürgerkrieg in Syrien vor allem eine humanitäre Katastrophe</title>
    <link>http://www.linke-frankfurt.de/meldungen/buergerkrieg-in-syrien-vor-allem-eine-humanitaere-katastrophe</link>
    <description>Diplomatischen Lösungen eine Chance geben und den offiziellen Lügen entgegentreten, darauf setzen die Linken Bundestagsabgeordneten Sevim Dagdelen und Wolfgang Gehrcke. Die linke Migrantenorganisation "DIDF - Föderation demokratischer Arbeitervereine" hatte die beiden am Mittwoch, den 17. April 2013, zu einer Diskussions- und Informationsveranstaltung ins Bockenheimer "Wiesengrund" eingeladen. </description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>70 000 Tote, 4 Mio. Fl&#252;chtlinge, 1,5 Mio. davon in den Fl&#252;chtlingscamps der Nachbarl&#228;nder - und kein Ende des Schreckens in Sicht - das ist die Bilanz von zwei Jahren B&#252;rgerkrieg in Syrien.&#160; In den deutschen Leitmedien schien die Schuldfrage schnell gekl&#228;rt: Diktator Baschar al-Assad l&#228;sst auf die Demonstranten der demokratischen Opposition schie&#223;en und die setzten sich schlie&#223;lich bewaffnet zu Wehr. Ganz so schwarz-wei&#223; wollen das die beiden Bundestagsabgeordneten nicht sehen. Er vermeide, im Zusammenhang mit Syrien den Begriff "Arabischer Fr&#252;hling" zu verwenden, meint der au&#223;enpolitische Sprecher der Linksfraktion Gehrke. Ihm fehlen in dem Konflikt die "Guten". Gr&#252;nde f&#252;r Opposition gebe es in Syrien zwar genug, b&#252;rgerlich demokratische Freiheiten gibt es dort kaum, viele Regimekritiker sitzen in den Gef&#228;ngnissen und seit dem Versiegen der syrischen &#214;lquellen haben sich die Lebensbedingungen der Menschen deutlich verschlechtert. Aber gro&#223;e Teile der bewaffneten Opposition kommen aus dem politischen Islam, wollen in dem derzeit eher s&#228;kularen Staat das islamische Recht, die Scharia einf&#252;hren und zeigen gegen&#252;ber Minderheiten in einem Land, in dem viele V&#246;lker und Religionen bisher friedlich zusammen lebten, wenig Toleranz.</p>
<p><img class="image-inline" src="Gehrke_Web.JPG" /></p>
<p><br />Im Krieg wird nicht nur viel gelogen, dem Krieg gehen immer auch L&#252;gen voraus, die ihn erst erm&#246;glichen, findet Sevim Dagdelen, selbst Mitglied bei DIDF. Minuti&#246;s listet sie Quellen auf, darunter auch die FAZ, die belegen, dass die Opposition schon von Beginn an militant war und Sicherheitskr&#228;fte und Staatsrepr&#228;sentanten get&#246;tet hat. F&#252;r gro&#223;e Aufregung in den Medien sorgte das Massaker von Hula, bei dem mehr als 100 Menschen, - M&#228;nner, Frauen und Kinder - hingemetzelt wurden. Als Schuldige wurde zun&#228;chst die syrische Armee, dann eine der Regierung nahe stehende Miliz ausgemacht. Westliche Regierung verurteilten die Syrische Regierung und versuchten eine Resolution im UNO-Sicherheitsrat durchzusetzen, die, wie beispielsweise in Libyen, ggf. auch ein milit&#228;rischen Eingreifen auf der Seite der Opposition gerechtfertigt h&#228;tte. Nach und nach stellte sich aber heraus, dass wahrscheinlicher oppositionelle Milizen f&#252;r die Morde verantwortlich sind. Diese Information erreicht dann aber kaum noch die deutsche &#214;ffentlichkeit. Nichts zu h&#246;ren in der deutschen &#214;ffentlichkeit ist auch &#252;ber die Rolle der T&#252;rkei in dem Konflikt, die den oppositionellen K&#228;mpfern eine sicheres R&#252;ckzugsgebiet stellt. In den t&#252;rkischen Medien werde ganz offen gezeigt, berichtet die Sprecherin f&#252;r internationale Beziehungen der Fraktion DIE LINKE. im Deutschen Bundestag, wie Panzer und K&#228;mpfer der Opposition &#252;ber die Grenze ziehen, um z.B. Angriffe auf die kurdischen Selbstverwaltungsgebiete in Syrien durchzuf&#252;hren. W&#228;hrend offiziell auch f&#252;r die Opposition noch eine Waffenembargo gilt, beschlie&#223;t eine Kommission des Europ&#228;ischen Rats bereits im Februar die Lieferung von gepanzerten Fahrzeugen an die bewaffneten Assad-Gegner. Erst zwei Monate sp&#228;ter wird in den Medien berichtet, dass Frankreich und England planen, nach Auslaufen des befristeten Embargos Waffen an die Opposition zu liefern. "So wird die &#214;ffentlichkeit hinters Licht gef&#252;hrt", kommentiert Dagdelen den Vorgang. Mit gro&#223;em Bedauern m&#252;sse sie feststellen, dass die Ideologie, Menschrechte mit Gewalt durchzusetzen, sich immer mehr verbreite. Sie mache nicht einmal vor (ehemaligen) Friedensaktivisten halt.</p>
<p><img class="image-inline" src="Dagdelen_Web.JPG" /><br /><br />Eine der Unwahrheiten, die &#252;ber Syrien verbreitet wird, ist auch, dass das Assad-Regime im Zusammenbruch sei und die Armee massenhaft zur Opposition desertiere. Tats&#228;chlich aber zeichnet sich auch wegen der massiven Waffenlieferung an die Opposition aus dem Ausland, allen voran aus dem Emirat Katar und Saudi-Arabien, ein milit&#228;risches Patt zwischen den staatlichen Sicherheitskr&#228;ften und der bewaffneten Opposition ab. Der Kriegszustand mit seinen zerst&#246;rerischen Folgen f&#252;r das Land und seine Menschen kann also noch lange andauern. Welche Auswege kann es aus dieser Situation geben? Dieser Frage ging Wolfgang Gehrcke nach. Es g&#228;be im Wesentlich drei Konzepte: Da ist zun&#228;chst das Konzept der Bertelsmann Stiftung, die Aufst&#228;ndischen mit hochwertigen Waffen zu versorgen, um ihnen so einen schnellen Sieg zu erm&#246;glichen. Allerdings m&#252;ssten die Waffen nach dem Sieg schnell wieder eingesammelt werden. All zu gro&#223; ist das Vertrauen zu den islamistischen Verb&#252;ndeten dann doch nicht. Dazu w&#228;re aber nur eine starke Milit&#228;rregierung f&#228;hig. Eine demokratische Entwicklung wird in die ferne Zukunft verschoben. Hinter diesem Konzept stehen u. a.&#160; die USA, Frankreich und Gro&#223;britannien. Die Stiftung "Wissenschaft und Politik" schl&#228;gt vor, den Konflikt "ausbluten" zu lassen. Das kann 10 bis 15 weitere Jahre Krieg bedeuten, bis alle Kr&#228;fte der Kriegsparteien v&#246;llig ersch&#246;pft sind. Dieser Position neigt die Muslimbr&#252;derschaft zu. Die dritte L&#246;sung ist ein schneller Waffenstillstand mit dem Ziel, einen Verhandlungsfrieden zu erreichen. In dieser Mission ist derzeit der UNO-Beauftragte Brahimi unterwegs. Dies sei der einzige Weg, hinter den sich DIE LINKE. stellen k&#246;nne, so Gehrcke. Allerdings seien die Chancen f&#252;r einen Erfolg inzwischen sehr gering geworden. Die Anerkennung der Exil-Regierung durch westliche Staaten, der R&#252;ckzug der Diplomaten und die Verweigerung von Gespr&#228;chen mit Assad seien der falsche Weg. Wer eine diplomatischen L&#246;sung wolle, m&#252;sse mit allen reden. Das habe er auf seiner Syrienreise versucht.<br /><br /></p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Heinrich Krebs</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    
      <dc:subject>DIDF</dc:subject>
    
    
      <dc:subject>Internationalismus</dc:subject>
    
    <dc:date>2013-04-21T20:40:00Z</dc:date>
    <dc:type>Nachricht</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://www.linke-frankfurt.de/meldungen/syrien-wie-man-einen-saekularen-staat-zerstoert-und-eine-gesellschaft-islamisiert">
    <title>Syrien - Wie man einen säkularen Staat zerstört und eine Gesellschaft islamisiert</title>
    <link>http://www.linke-frankfurt.de/meldungen/syrien-wie-man-einen-saekularen-staat-zerstoert-und-eine-gesellschaft-islamisiert</link>
    <description>Der Krieg in Syrien ist täglich in den Nachrichten, verlässliche Informationen sind dennoch Mangelware. Längst ist der anfangs friedliche Protest in einen von außen geschürten und finanzierten bewaffneten Aufstand übergegangen, der einem demokratischen Wandel die Luft abwürgt. In diesem Konflikt mischen mittlerweile so viele unterschiedliche Akteure mit, dass das Geflecht widerstreitender Interessen nur schwer zu durchschauen ist. Medial und politisch werden im Westen nur jene Kräfte wahrgenommen, die den gewaltsamen Sturz von Staatschef Baschar al-Assad betreiben. Andere Stimmen finden kein Gehör. Ebenso wenig wird die Frage erörtert, wie und unter welchen Bedingungen festgestellt werden kann, was eine Mehrheit der Syrer will. Diese Lücken schließt das vorliegende Buch. Es skizziert Wege zu Verhandlungslösungen, zu einer Übergangsregierung und zu freien Wahlen. Und es entflechtet die politischen und sozialen Kräfte und Konstellationen, die in dieser Auseinandersetzung eine Rolle spielen. Namhafte syrische Regierungskritiker beleuchten aus eigener Erfahrung Aufgaben und Chancen gewaltfreier Opposition. Autorinnen und Autoren aus Ägypten, Libanon und Deutschland ordnen den Syrien-Konflikt in die Geschichte des Nahen und Mittleren Ostens ein und untersuchen seinen Stellenwert in der Politik der USA, der NATO, Israels und der aufstrebenden Regionalmacht Türkei. Sie zeichnen die Haltung der Bundesregierung nach und fassen die Debatte in Deutschland und Europa zusammen. Ergänzt werden die Beiträge durch Schlüsseldokumente und ein Who is Who der syrischen Opposition. </description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p><a class="external-link" href="http://www.waehlt-gehrcke.de/images/stories/DOKUMENTE/syrien_coupon_web.pdf" target="_blank">Die Dritte Kraft - Oder: Die Gro&#223;e Kriegs-Koalition werden Sie hier nicht finden</a><br />Dar&#252;ber - und was wir tun k&#246;nnen - haben die TeilnehmerInnen einer &#246;ffentlichen Mitgliederversammlung der Statdteilgruppe Nordend am Mo., 25. M&#228;rz 2013, miteinander und mit dem Referenten MdB Wolfgang Gehrcke, Obmann der Fraktion DIE LINKE. im Ausw&#228;rtigen Ausschuss des Deutschen Bundestages, gesprochen.<br />Angesichts der Gewalt und der menschlichen Katastrophen in Syrien sind  Friedenskr&#228;fte in Deutschland und in Europa wie gel&#228;hmt. Sie wollen das  Regime Assad nicht verteidigen und schon gar nicht von ihm  instrumentalisiert werden. Zugleich sehen sie, dass die meisten der  hierzulande bekannten Assad-Gegner und "Freunde Syriens" weder  demokratisch noch friedlich sind. Als Partner fallen sie aus. Und  nirgendwo scheint eine dritte Kraft in Sicht. Doch sie ist schon da,  aber kaum in den Medien: Die dritte Kraft sind Friedensbewegte,  Demokraten, Linke in Deutschland, in Syrien und weltweit. <br />Wenn es um  den Nahen Osten, die Auseinandersetzung Israel-Pal&#228;stina, den  Libyen-Krieg und viel mehr noch, wenn es um Syrien geht, h&#246;ren wir immer  wieder: Wir blicken nicht durch, wir kennen uns nicht aus, wir wissen  nicht, was wir tun sollen. Das w&#228;re aber n&#246;tig, denn im Syrien-Konflikt  kreuzen sich alle strategischen Konfliktlinien des Nahen und Mittleren  Ostens. Deshalb steht auf der Agenda der Friedenskr&#228;fte in Deutschland  und &#252;brigens auch in Syrien: Aufkl&#228;rung, Austausch von Wissen, Analysen,  Erfahrungen und Diskussion. Dazu m&#246;chten wir mit dieser Publikation  beitragen. <br />Hier schreiben Autorinnen und Autoren, die Gewalt als  Mittel zur L&#246;sung des Syrien-Konflikts ablehnen. M&#228;nner und Frauen aus  Syrien bringen ihre eigene Sicht mit eigener Stimme resp. Handschrift  ein. Sie alle k&#228;mpfen seit Jahren in der demokratischen Opposition f&#252;r  sozialen und politischen Wandel in ihrem Land. Sie waren politisch  verfolgt, inhaftiert, einige mussten das Land verlassen. Ihnen danken  wir ganz besonders. Auf der Basis einer Strategie von Gewaltlosigkeit  und Dialog setzen auch die Einzelnen in diesem Teil der syrischen  Opposition sehr unterschiedliche Akzente. Die haben wir als Herausgeber  nicht nur respektiert, sondern ihnen Rechnung getragen als Teil der  syrischen Wirklichkeit. Die gewaltfreie, dialogorientierte Opposition in  Syrien ist einer zweifachen Repression ausgesetzt: durch die auf einen  Regime-Wechsel ausgerichteten gewaltsamen Gruppen und durch den Staat.  Hinzu kommt: Sie werden durch die Politik der westlichen Staaten und die  Mainstream-Medien ausgegrenzt. Zusammen mit den Autorinnen und Autoren  aus Syrien beschreiben die aus &#196;gypten, Libanon und Deutschland in  dieser Publikation einen Korridor f&#252;r einen demokratischen Wandel in  Syrien, gewaltfrei und beginnend mit dem Allerdringlichsten: Ende des  Blutvergie&#223;ens. <br />Notwendig sind Verhandlungen zwischen den Konflikt-  und B&#252;rgerkriegsparteien. Sie deuten sich an. Eine politische Chance f&#252;r  Verhandlungen bietet die T&#228;tigkeit des Sonderbeauftragten der UNO und  der Arabischen Liga, Lakhdar Brahimi. Eckpunkte daf&#252;r sind von der UNO  oder unter ihrer Schirmherrschaft erarbeitet worden, so im Genfer  Kommuniqu&#233; der Syrien-Kontaktgruppe: Gewaltverzicht, Waffenruhe,  Waffenstillstand, Erhalt der staatlichen Einheit und des multireligi&#246;sen  Charakters Syriens, Freilassung von Gefangenen und Verschleppten,  vollst&#228;ndiges Waffenembargo f&#252;r alle Konfliktseiten, Vereinbarung zu  einer &#220;bergangsregierung und zu Bedingungen f&#252;r Wahlen. <br />Zugleich  wird in diesem Buch ein Gegenentwurf skizziert zur Strategie der  "Freunde Syriens", der NATO, der Bundesregierung, die einen  Regime-Wechsel ansteuern und prinzipiell eine ausl&#228;ndische  Milit&#228;rintervention nicht ausschlie&#223;en. In diesem Fall w&#228;re die NATO und  mit ihr Deutschland Teil eines Nahostkrieges mit unabsehbaren Risiken.  Einen ersten Schritt in diese Richtung ist Deutschland bereits mit der  Stationierung der Patriot-Raketen an der t&#252;rkisch-syrischen Grenze  gegangen und einen zweiten durch die exorbitante Steigerung der  R&#252;stungsexporte in die Krisenregion Nahost. In die Golfstaaten  verdoppelten sie sich 2012 im Verh&#228;ltnis zum Vorjahr und auch Israel  wird reichlich bedacht, nicht nur mit U-Booten. So tr&#228;gt Deutschland zur  Militarisierung der Konflikte bei. "Wann Krieg beginnt, das kann man  wissen, aber wann beginnt der Vorkrieg", fragt Christa Wolfs Kassandra.  "Falls es da Regeln g&#228;be, m&#252;sste man sie weitersagen. In Ton, in Stein  eingraben, &#252;berliefern. Was st&#252;nde da. Da st&#252;nde unter andern S&#228;tzen:  LASST EUCH NICHT VON DEN EIGNEN T&#196;USCHEN." Zu den T&#228;uschenden geh&#246;rt das  Interessengeflecht aus Wirtschaft - Interesse an Energie und Rohstoffen  -, Politik - Interesse an strategischem Einfluss - und Medien -  Interesse, dabei zu sein und dazu zu geh&#246;ren, zu oft "embedded". <br />Vermissen  werden Sie in diesem Buch Aufrufe zu Gewalt, zur Fortsetzung des  B&#252;rgerkrieges, zum Waffenhandel, zur "humanit&#228;ren Intervention", zur  "B&#252;ndnistreue". Gr&#252;ne, Christdemokraten, Liberale und SPD bilden im  Bundestag seit Jahren eine &#252;bergro&#223;e Koalition der Unvernunft. Sie hat  Krieg wieder zu einem Mittel der Politik gemacht im Kosovo, in  Afghanistan, am Horn von Afrika und anderswo. Doch Milit&#228;r hat  internationale Konflikte nicht gel&#246;st, sondern versch&#228;rft, die Welt ist  unfriedlicher geworden. Dem setzen wir entgegen: Realistisch ist einzig  eine unbeugsam auf Frieden ausgerichtete Politik in Syrien und anderswo.  <br />Wir danken allen Autorinnen und Autoren, dass sie so rasch ihr  Wissen f&#252;r diese Publikation zusammengetragen und zur Verf&#252;gung gestellt  haben. Wir danken f&#252;r die kenntnisreiche &#220;bersetzung aus dem  Arabischen. Wir danken dem PapyRossa Verlag, der dieses Buch erm&#246;glicht  hat, engagiert, kritisch, ermutigend.<br />Christiane Reymann und <a href="http://www.waehlt-gehrcke.de/" target="_blank">Wolfgang Gehrcke</a>&#160;</p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Klaus D. Schulze</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    
      <dc:subject>Stadtteilgruppe</dc:subject>
    
    
      <dc:subject>Internationalismus</dc:subject>
    
    <dc:date>2013-04-12T09:15:00Z</dc:date>
    <dc:type>Nachricht</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://www.linke-frankfurt.de/meldungen/brauner-terror-blinder-staat-analysen-und-auswege-aus-dem-staatsversagen">
    <title>Brauner Terror - Blinder Staat? Analysen und Auswege aus dem Staatsversagen</title>
    <link>http://www.linke-frankfurt.de/meldungen/brauner-terror-blinder-staat-analysen-und-auswege-aus-dem-staatsversagen</link>
    <description>NSU-Prozess - Aufschlussreiche Informationen und spannende Diskussion! </description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Jahrelang konnte in Deutschland die Terrorgruppe  "Nationalsozialistischer Untergrund - NSU" unbehelligt morden, Banken  &#252;berfallen und Bombenanschl&#228;ge ver&#252;ben. Zehn Tote und dutzende Verletzte  gehen auf das Konto der militanten Gruppe, die sich scheinbar v&#246;llig  frei in Deutschland bewegte. Obwohl es von Beginn an eine Vielzahl von  Hinweisen auf das Trio gab und ihr Umfeld mit staatlich bezahlten  V-Leuten durchsetzt war. Spuren wurden nicht nur bundesweit &#252;bersehen,  sondern von Politik und Beh&#246;rden auch aktiv ausgeblendet. In Hessen  untersagte z.B. der heutige Ministerpr&#228;sident Volker Bouffier im Jahr  2006 pers&#246;nlich Ermittlungen der Polizei, als diese dringend gegen den  hessischen Inlandsgeheimdienst und dessen V-Leute der Nazi-Szene  ermitteln wollte. Denn der Geheimnisschutz eines immerhin  schwerkriminellen V-Mannes war Bouffier wichtiger, als die Ermittlungen  der Polizei in einer bundesweiten Mordserie.<br />Wenn dies ein  "singul&#228;res Versagen" war, wie bis heute von Verantwortlichen behauptet  wird, stellen sich Fragen: Warum sind Politik und Beh&#246;rden allesamt  zahlreichen Hinweisen nie nachgegangen? Was sagt es &#252;ber die g&#252;ltige  Sicherheitsdoktrin aus, wenn sie Gewalt und Terror von rechts weder  erkennt noch d&#228;mpft? Wem n&#252;tzen staatlich finanzierte V-Leute, wenn sie  Schwerkriminelle und vor strafrechtlicher Verfolgung gesch&#252;tzt sind?  Warum verheimlichen und schreddern die Beh&#246;rden reihenweise die zur  Aufkl&#228;rung notwendigen Akten? Und welche Analysen und Perspektiven  entwickeln B&#252;rgerrechtler, Demokraten und Linke zur &#220;berwindung dieser  Probleme?</p>
<p>Dar&#252;ber - und was wir tun k&#246;nnen - haben die Teilnehmer einer &#246;ffentlichen Mitgliederversammlung der Statdteilgruppe Heddernheim Niederursel am Di, 09 Apl 2013, miteinander und mit den Referenten Fabian Wagner und Adrian Gabriel gesprochen. (<a class="internal-link" href="../stadtteilgruppen/OGR8/archiv/brauner-terror-blinder-staat-analysen-und-auswege-aus-dem-staatsversagen/brauner-terror-blinder-staat-analysen-und-auswege-aus-dem-staatsversagen">Einladung</a>)</p>
<p>Fabian Wagner studierte Politikwissenschaft, Philosophie und  Friedens- und Konfliktforschung und arbeitet als Bezirksjugendsekret&#228;r  beim DGB Hessen-Th&#252;ringen. Als Berater bei der Mobilen Beratung in  Th&#252;ringen (MOBIT) hat er sich ausf&#252;hrlich mit der rechten Szene  auseinandergesetzt, mit zivilgesselschaftlichen Akteuren  Handlungsstrategien entwickelt und das Auffliegen des NSU in Th&#252;ringen  und die Auswirkungen auf die dortige Szene verfolgt.<br />Der Politologe  Adrian Gabriel studierte in M&#252;nchen und Berlin und arbeitete als  Medienjournalist und Bildungsreferent. Seit 2008 ist er Referent f&#252;r  Innenpolitik und Antifaschismus der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen  Landtag und hat dort die Studien &#8222;Braunes Erbe in Hessen - Die  NS-Vergangenheit Hessischer Landtagsabgeordneter&#8220; und &#8222;CDU am rechten  Rand&#8220; erarbeitet, sowie die Arbeit der NSU-Untersuchungsaussch&#252;sse in  Th&#252;ringen und Berlin begleitet.</p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Klaus D. Schulze</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    
      <dc:subject>Stadtteilgruppe</dc:subject>
    
    <dc:date>2013-04-10T09:15:00Z</dc:date>
    <dc:type>Nachricht</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://www.linke-frankfurt.de/meldungen/dominike-pauli-ist-direktkandidatin-im-wahlkreis-34-zur-landtagswahl-am-22.09.13">
    <title>Dominike Pauli ist Direktkandidatin im Wahlkreis 34 zur Landtagswahl am 22. September 2013</title>
    <link>http://www.linke-frankfurt.de/meldungen/dominike-pauli-ist-direktkandidatin-im-wahlkreis-34-zur-landtagswahl-am-22.09.13</link>
    <description>Die LINKE. Stadtteilgruppe Höchst &amp; westliche Stadtteile hat in ihrer Wahlkreisversammlung am Mi., 27. März 2013, Dominike  Pauli, Ortsbeirätin im OBR 6 und Fraktionsvorsitzende der DIE LINKE. im Frankfurter Römer, einstimmig zur Direktkandidatin für die hessische Landtagswahl 2013 gewählt</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Pauli, die seit ihrer Kindheit im Frankfurter Westen lebt,&#160; kandidierte bereits 2009 f&#252;r DIE LINKE.&#160; im Wahlkreis 34 f&#252;r den Landtag und erzielte ein &#252;berdurchschnittliches Ergebnis.<br /><br />Auch der Ersatzkandidat Frank Ritz aus Griesheim wurde ohne Gegenstimme gew&#228;hlt.<br /><br />"Wir werden unseren Wahlkampf hier im Frankfurter Westen unter der Devise f&#252;hren:<br />'Je st&#228;rker die LINKE. desto sozialer die Demokratie'", erkl&#228;rte&#160; Dominike Pauli und f&#252;gte hinzu: "Schwarz-gelb muss weg. An uns wird das nicht scheitern. Aber die SPD soll nicht glauben, von uns einen Freifahrtschein&#160; zu bekommen. Der Politikwechsel mu&#223; erkennbar sein. Im &#220;brigen freuen wir uns auf den Wahlkampf." <br /><br />Frank&#160; Ritz fasste das Ergebnis aus der Diskussion des Abends zusammen: "Ohne DIE LINKE. wird es keine zuverl&#228;ssig soziale Politik in Hessen geben.&#160; Und f&#252;r einen Politikwechsel muss DIE LINKE. m&#246;glichst stark im hessischen Landtag vertreten sein." <br /><br />Kontakt: Dominike Pauli 069 - 315376</p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Steffen Merte</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    
      <dc:subject>Wahlen</dc:subject>
    
    <dc:date>2013-04-08T13:25:00Z</dc:date>
    <dc:type>Nachricht</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://www.linke-frankfurt.de/meldungen/knut-doerfel">
    <title>Knut Dörfel ist Direktkandidat für den Wahlkreis 37 zur Landtagswahl in Hessen am 22. September 2013</title>
    <link>http://www.linke-frankfurt.de/meldungen/knut-doerfel</link>
    <description>Ein Flughafenausbaugegner kandidiert für DIE LINKE. im Frankfurter Süden


</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Ein engagierter Ausbaugegner wird f&#252;r die Partei DIE LINKE. im Frankfurter S&#252;den in den Wahlkampf zum Hessischen Landtag ziehen. Knut D&#246;rfel, der ehemalige Schulleiter der Ernst-Reuter-Schule II, setzt sich seit der  Er&#246;ffnung der neuen Landbahn mit gro&#223;em pers&#246;nlichen Einsatz gegen die Verl&#228;rmung des Frankfurter S&#252;dens und der Region durch den Flughafen ein und ist innerhalb der Bewegung der B&#252;rgerinitiativen vernetzt und aktiv.</p>
<p>"Es ist f&#252;r die Menschen in der vom Flugl&#228;rm betroffenen Region von gr&#246;&#223;ter Bedeutung, dass die Partei, die als einzige im Landtag mit aller Entschiedenheit vertreten hat, dass der Ausbau raumunvertr&#228;glich ist und deshalb unbedingt gestoppt werden muss, auch in Zukunft ihre parlamentarische Arbeit in diesem Sinne fortsetzen kann. Daf&#252;r m&#246;chte ich pers&#246;nlich eintreten und sehe mich dabei zu 100% in &#220;bereinstimmung mit den Zielen der B&#252;rgerinitiativen", erl&#228;utert D&#246;rfel die Gr&#252;nde f&#252;r sein Engagement.</p>
<p>Gleichzeitig gelte: "Je mehr Menschen sich in allen Parteien f&#252;r Fragen des L&#228;rmschutzes und die daraus folgenden Ziele einsetzen, umso gr&#246;&#223;er wird die Chance, dass sich tats&#228;chlich etwas Wesentliches im Interesse der betroffenen B&#252;rger bewegt."</p>
<p>Auf das Thema "Flugl&#228;rm" reduzieren will sich Knut D&#246;rfel aber nicht. Als ehemaliger Schulleiter der Ernst-Reuter-Schule II, einer integrierten Gesamtschule mit gemeinsamem Unterricht in der Nordweststadt, bringt er auch seine bildungspolitischen Kompetenzen und sein Engagement f&#252;r das Menschenrecht auf Inklusion in die Partei ein.</p>
<p>Mehr Bildungsgerechtigkeit und ein gut ausgestattetes Schulwesen, in dem es keine Verlierer gibt, stehen seit vielen Jahren auf seiner Agenda. Knut D&#246;rfel ist seit fast 40 Jahren in der Gewerkschaft und hat stets auch seine Stimme f&#252;r mehr soziale Gerechtigkeit erhoben.</p>
<p>"Meine Unterst&#252;tzung der DIE LINKE. ist alles andere als eindimensional motiviert. Aber nat&#252;rlich ist in der aktuellen Situation f&#252;r mich als aktiven Ausbaugegner der Kampf gegen den Flugl&#228;rm und f&#252;r die Schlie&#223;ung der neuen Landebahn von besonderem Stellenwert f&#252;r den Frankfurter S&#252;den und die Region."</p>
<p>Als Stellvertreterin wurde Marlis Gutmann gew&#228;hlt. Sie ist die Seniorenbeauftragte im Ortsbeirat 5 und setzt sich besonders f&#252;r die Belange &#228;lterer Menschen und Behindeter ein. Sie will sich auch im Alter von 76 Jahren noch lange nicht zur Ruhe setzen.</p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Steffen Merte</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2013-04-02T15:30:00Z</dc:date>
    <dc:type>Nachricht</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://www.linke-frankfurt.de/meldungen/100-prozent-sozial-regionalkonferenz-zum-bundestagswahlprogramm">
    <title>100 Prozent sozial - Regionalkonferenz zum Bundestagswahlprogramm</title>
    <link>http://www.linke-frankfurt.de/meldungen/100-prozent-sozial-regionalkonferenz-zum-bundestagswahlprogramm</link>
    <description>In fünf Regionalkonferenzen berät die Linke-Mitgliedschaft derzeit über den ersten Entwurf ihres Wahlprogramms zu den anstehenden Bundestagswahlen im September. Am vergangenen Sonntag, 17. März 2013, hatten trotz der schwierigen Wetterlage immerhin gut 200 Genossinnen und Genossen aus Baden-Württemberg, dem Saarland, Rheinland-Pfalz und Hessen den Weg zur Regionalkonferenz Südwest ins Frankfurter Gewerkschaftshaus gefunden.
</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Nur ein Teil der Parteiprominenz, die aus Berlin mit dem Flugzeug anreisen wollte, schaffte es nicht. So musste die Konferenz ohne den angek&#252;ndigten aktuellen Vorsitzenden Bernd Riexinger und seinen Vorg&#228;nger im Amt Klaus Ernst auskommen. "Zug statt Flug!", der hessische Landesvorspitzende Ulrich Wilken konnte sich diese kleine L&#228;sterei, Bezug nehmend auf die Auseinandersetzung um den Ausbau des Frankfurter Flughafens, in seinem Gru&#223;wort nicht verkneifen. Ansonsten verwies er auf die besondere Situation in Hessen, wo zeitgleich mit den Bundestags- auch die Landtagswahlen stattfinden werden.</p>
<p><br />Inhaltlich zur Sache ging es dann beim Gastbeitrag des politischen Gesch&#228;ftsf&#252;hrers des DGB Hessen-Th&#252;ringen Frank Herrmann. Lobend hob der Gewerkschaftler hervor, dass der Programmentwurf gerade in der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik viele &#220;berschneidungen mit den Forderungen der Gewerkschaften aufweise. Er halte es f&#252;r wichtig, dass die Linke wieder im neuen Bundestag ebenso wie im hessischen Landtag vertreten sei. Gleichzeitig mahnte Hermann aber auch an, die Linke m&#252;sse anschlussf&#228;hig gegen&#252;ber den anderen Parteien bleiben. Es sei nicht gut, wenn ein Wettstreit darum, wer die weitestgehenden Forderungen habe, dazu f&#252;hre, dass m&#246;gliche Mehrheiten im Bundestag f&#252;r eine sozialere und arbeitnehmerfreundlichere Politik verspielt w&#252;rden. In der anschlie&#223;enden Diskussion wandten viele Redner ein, dass es bisher ausschlie&#223;lich an SPD und Gr&#252;nen gelegen habe, dass keine Mehrheiten z.B. f&#252;r einen fl&#228;chendeckenden Mindestlohn zustande gekommen seien. Selbst die von ihnen selbst formulierten Forderungen zum Mindestlohn habe die SPD im Bundestag abgelehnt, als die Linke sie als Antrag eingebracht habe.</p>
<p><br />Christine Buchholz, der es zugedacht war, das Programm f&#252;r den Bundesvorstand kurz vorzustellen, fand es auch wichtig, dass die Linke mit ihren eigenen Forderungen, wie einen armutsfesten Mindestlohn antrete, und nicht mit m&#246;glichen vorweggenommenen Kompromissformeln. Als wenig hilfreich kritisierte sie auch vereinzelte Vorst&#246;&#223;e aus Reihen der Linken in Richtung einer m&#246;glichen Zusammenarbeit mit SPD und Gr&#252;nen im n&#228;chsten Bundestag. Ein Blick auf die wichtigsten Forderungen der Linken mache deutlich, wie gro&#223; die Unterschiede zwischen den Parteien noch sind. Das gilt insbesondere f&#252;r den Kanzlerkandidaten der SPD, den Agenda 2010-Politiker Peer Steinbr&#252;ck. Die Schwerpunkte des Programmentwurfs "100 Prozent sozial" liegen auf die Themenfelder gute Arbeit, soziale Gerechtigkeit, Verteilungsgerechtigkeit, Friedenspolitik und demokratische Teilhabe. Wichtige Einzelforderungen sind z.B. ein fl&#228;chendeckender gesetzlicher Mindestlohn mit einer Einstiegsh&#246;he von 10 &#8364;, armutsfeste Renten und eine R&#252;cknahme der Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre, keine Bundeswehreins&#228;tze im Ausland und der sozial-&#246;kologischer Umbau der Wirtschaft.</p>
<p><br />Im zweiten Teil des Kongresses wurde dann in Arbeitgruppen weiter diskutiert. Eine der Gruppen besch&#228;ftigte sich mit Krisenpolitik, Friedens- und Au&#223;enpolitik. Nach den Einstiegsbeitr&#228;gen der beiden hessischen Bundestagsabgeordneten Christine Buchholz und Wolfgang Gehrke gab es zahlreiche Anregungen zur Erg&#228;nzung oder Ver&#228;nderung des Programmentwurfs. So wurde vorgeschlagen, statt von einer "friedlichen Durchsetzung von Menschenrechten" in anderen L&#228;ndern zu sprechen, lieber das Augenmerk auf die strukturelle Gewalt in Form von Armut durch die krasse Ungleichverteilung der Verm&#246;gen zwischen den L&#228;ndern der Welt zu richten. Andere Diskutanten forderten in diesem Zusammenhang m&#252;sse deutlich die imperialistische Politik der reichen Staaten benannt werden. Mit allen ihnen zur Verf&#252;gung stehenden Mitteln setzten die reichen L&#228;ndern ihre wirtschaftlichen Interessen in der Welt durch.&#160; Aktuell werde dabei vermehrt auf Stellvertreterkriege gesetzt, bei denen Verb&#252;ndete mit modernen Waffen versorgt werden. Bei der Positionierung zur NATO d&#252;rfe das Wahlprogramm nicht hinter das Parteiprogramm zur&#252;ckfallen, wo ein Austritt Deutschlands aus den milit&#228;rischen Strukturen der NATO und perspektivisch deren vollst&#228;ndige Aufl&#246;sung gefordert wird.<br />In einem anderen Diskussionsstrang ging es um die Krisenpolitik in Europa. Die Forderung nach einem anderen, solidarischen Umgang mit der Krise, der auch die Menschen im S&#252;den Europas nicht im Stich lasse, m&#252;sse einen breiteren Raum im Programm einnehmen.</p>
<p><br />Zum Schluss der Konferenz wurde das Wichtigste aus den Arbeitgruppen nochmals im Plenum vorgetragen. Die Diskussionen aus den Regionalkonferenzen will der Bundesvorstand bis Mitte April noch in einen neuen Entwurf einflie&#223;en lassen. Danach k&#246;nnen dann regul&#228;re &#196;nderungsantr&#228;ge f&#252;r den abschlie&#223;enden Bundesparteitag gestellt werden. Bis dahin kann man noch z.B. &#252;ber das <a class="external-link" href="http://www.die-linke.de/dielinke/wahlen/debattezumbundestagswahlprogramm/mitmachmoeglichkeiten/">Internet</a> mitdiskutieren.&#160;</p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Heinrich Krebs</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2013-03-19T22:50:00Z</dc:date>
    <dc:type>Nachricht</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://www.linke-frankfurt.de/meldungen/janine-wissler-ist-direktkandidatin-im-wahlkreis-35-fuer-die-landtagswahl-in-hessen-am-22.-september-2013">
    <title>Janine Wissler ist Direktkandidatin im Wahlkreis 35 für die Landtagswahl in Hessen am 22. September 2013</title>
    <link>http://www.linke-frankfurt.de/meldungen/janine-wissler-ist-direktkandidatin-im-wahlkreis-35-fuer-die-landtagswahl-in-hessen-am-22.-september-2013</link>
    <description>Auf einer gut besuchten Wahlkreismitgliederversammlung der Partei DIE LINKE. im Landtagswahlkreis 35 (Frankfurt II) stellten die anwesenden Mitglieder Janine Wissler (31), Fraktionsvorsitzende der DIE LINKE. im Hessischen Landtag, als Direktkandidatin und Dr. Peter Gärtner (58), Mitglied der  Frankfurter Stadtverordnetenversammlung, als Ersatzkandidat zur Landtagswahl in Hessen am 22. September 2013 auf. 
Beide Bewerber wurden einstimmig gewählt. </description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[Dazu erklärt Janine Wissler: "Ich freue mich über das einstimmige Votum und auf den Wahlkampf. Wir wollen einen aufsuchenden Wahlkampf führen und dahin gehen, wo die Menschen sind. Ein wichtiges Thema im Wahlkreis wird die Schaffung von mehr bezahlbarem Wohnraum sein. Auch die Umverteilung von Reichtum, die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns und der Kampf gegen prekäre Beschäftigungsverhältnisse werden eine wichtige Rolle spielen."
Janine Wissler ist 31 Jahre alt, Politikwissenschaftlerin, wohnt in Bockenheim und gehört seit 2008 dem Hessischen Landtag an. Sie ist gemeinsam mit Willi van Ooyen Fraktionsvorsitzende. Zudem ist sie Kreisvorsitzende der DIE LINKE. in Frankfurt.
Peter Gärtner wohnt in Rödelheim. Er ist Stadtverordneter für DIE LINKE. im Römer, parteilos und hat bereits 2008 und 2009 im Wahlkreis 35 für DIE LINKE. kandidiert. - 

Die Anwesenden, darunter auch viele Gäste, waren sich darin einig, ab sofort überall in den beteiligten Stadtteilen (Bockenheim, Hausen, Heddernheim, Niederursel, Praunheim, Rödelheim) Informationsstände und öffentliche Veranstaltungen anzubieten, zB einen Informationsstand am Freitag, 05. April 2013, von 17:00 Uhr bis 19:00 Uhr auf dem Walter-Möller-Platz, als auch eine Informations- und Diskussionsveranstaltung zu NSU und Inlandsgeheimdiensten am Dienstag, 09. April 2013, ab 18:00 Uhr im Saalbau Titusforum, jeweils im Nordwestzentrum, 60439 Frankfurt am Main.]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Klaus D. Schulze</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    
      <dc:subject>Wahlen</dc:subject>
    
    <dc:date>2013-04-02T13:50:28Z</dc:date>
    <dc:type>Nachricht</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://www.linke-frankfurt.de/meldungen/die-linke-nominiert-margarete-wiemer-und-wolfgang-gehrcke">
    <title>DIE LINKE nominiert Margarete Wiemer und Wolfgang Gehrcke</title>
    <link>http://www.linke-frankfurt.de/meldungen/die-linke-nominiert-margarete-wiemer-und-wolfgang-gehrcke</link>
    <description>Auf einem Kreisparteitag am Dienstag, 12. März 2013, wurden die DirektkandidatInnen für beide Frankfurter Wahlkreise zur Bundestagswahl nominiert: im Wahlkreis 182 wird Margarete Wiemer, Betriebsratsvorsitzende des Klinikums Höchst für DIE LINKE. antreten. Im Wahlkreis 183 kandidiert MdB Wolfgang Gehrcke, Obmann der Fraktion DIE LINKE. im Auswärtigen Ausschuss des Deutschen Bundestages.</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[
<p>Margarete Wiemer, Betriebsratsvorsitzende im Klinikum H&#246;chst, wurde im Wahlkreis 182 mit einer Gegenstimme nominiert. Sie erkl&#228;rte: <i>&#8222;Besonders liegt mir die Gesundheitspolitik am Herzen. Gesundheit darf nicht zu einer Ware verkommen, die sich ein immer gr&#246;&#223;erer Teil der Bev&#246;lkerung nicht mehr leisten kann. Ich trete f&#252;r eine B&#252;rgerversicherung ein. Das hei&#223;t  alle B&#252;rgerinnen und B&#252;rger sollten in die Gesetzliche Krankenversicherung einbezogen werden. Zur Zeit engagiere ich mich insbesondere gegen die Verschmelzung des H&#246;chster Klinikums mit den Main-Taunus-Kliniken. Bei einer Fusion bleiben die Interessen der Patientinnen und Patienten ebenso auf der Strecke, wie die der Besch&#228;ftigten.&#8220; </i></p>
<p class="western">Wolfgang Gehrcke ist von den Mitgliedern im Wahlkreis 183 - Frankfurt/Main II - einstimmig als Direktkandidat f&#252;r die Bundestagswahl 2013 gew&#228;hlt worden.</p>
<p class="western">Zu den Schwerpunkten seines Wahlkampfes erkl&#228;rte Gehrcke:</p>
<p class="western"><i>&#8222;Soziale Gerechtigkeit, Umverteilung und Friedenspolitik geh&#246;ren zusammen. Jeder Euro, der in Krieg und Hochr&#252;stung gesteckt wird, fehlt in der Bildung, im Gesundheitswesen, im Sozialsystem und in der Kultur. Der Wahlkampf der DIE LINKE. wird oppositionell, lebendig und angriffslustig sein. <br />Die deutsche Beteiligung am Afghanistaneinsatz muss beendet werden. Nach 11 Jahren Krieg in Afghanistan ist es h&#246;chste Zeit, die Bundeswehr endlich sofort und vollst&#228;ndig abzuziehen. Ebenso macht DIE LINKE. Druck, damit die Patriot-Raketensysteme von der t&#252;rkisch-syrischen Grenze zur&#252;ckgeholt und die Verwicklung in den Mail-Krieg umgehend gestoppt werden.&#8220;</i></p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>kai</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    
      <dc:subject>Wahlen</dc:subject>
    
    <dc:date>2013-03-14T19:50:00Z</dc:date>
    <dc:type>Nachricht</dc:type>
  </item>





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