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50 Jahre Anwerbeabkommen - Ein halbes Jahrhundert Stillstand

Anlässlich des 50. Jahrestages des Anwerbeabkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Türkei am 30. Oktober erklärt Adel Feyzi, migrationspolitischer Sprecher der LINKEN Kreisverband Frankfurt:

„Auch ein halbes Jahrhundert nach diesem Abkommen sind wir meilenweit von einem gleichberechtigten Zusammenleben von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund entfernt. Immer noch gehören Migrantinnen und Migranten zu den sozial Benachteiligten in dieser Gesellschaft. Das Armutsrisiko ist bei ihnen viel höher als bei der deutschen Mehrheitsgesellschaft. Sie sind stärker von Arbeitslosigkeit betroffen. Hinzu kommen strukturelle Barrieren, die verhindern, dass Menschen mit Migrationshintergrund ein gleichberechtigter Teil der Gesellschaft werden. In Deutschland fehlt eine Integrationspolitik, die gleichberechtigte politische, soziale und gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen zum Ziel hat“.

In Frankfurt haben mehr als ein Drittel der Menschen einen Migrationshintergrund. Doch weder die Stadtverordnetenversammlung noch die Beschäftigtenzahlen in der städtischen Verwaltung bilden diese Realität ab. Immer noch sind Menschen mit Migrationshintergrund in der Gesellschaft unterrepräsentiert.

Am 30. Oktober 1961 schlossen die Bundesrepublik Deutschland und die Türkei ein Anwerbeabkommen ab. Das Abkommen zielte auf die vorübergehende Rekrutierung von billigen Arbeitskräften für die deutsche Industrie. Heute bilden die ehemaligen „Gastarbeiter“ aus der Türkei und ihre Nachfahren die größte Gruppe von Migranten in Deutschland.

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