Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Benutzerspezifische Werkzeuge

Sektionen

Sie sind hier: Startseite / Meldungen / Meldungen 2013 / Burger King grillt seine Betriebsräte

Burger King grillt seine Betriebsräte

Burger King, Amazon, Maredo und viele weitere Unternehmen greifen immer dreister ihre Beschäftigten und Betriebsräte an. Ziel ist es, in den Belegschaften Angst und Schrecken zu verbreiten und damit immer niedrigere Hungerlöhne durchzudrücken. Mit einer Aktion in der Frankfurter Innenstadt prangert DIE LINKE die Angriffe gegen die Löhne und Rechte der Beschäftigten bei Burger King an.

Ein aktueller Angriff auf Belegschaften und Beschäftigte findet auch unter anderem direkt in Frankfurt statt:
Burger King hat am 2. Mai 2013 die Burger King GmbH mit 91 Filialen an die Yi-Ko Holding verkauft. Hier arbeiten über 3.000 von 24.000 Beschäftigten der Burger King Deutschland. Die neuen Eigentümer Ergün Yildiz und Alexander Kolobov führen seitdem Krieg gegen Betriebsräte und Beschäftigte. Hier eine Aufstellung der Angriffe, die gegen die Belegschaften geführt werden:

  • Minijobber sollen nur noch 6,50 EUR Stundenlohn erhalten.
  • Die vereinbarte Tariferhöhung ab Juni 2013 sollte überhaupt nicht gezahlt werden.
  • In 14 Städten wurden Betriebsräte in ihrer Arbeit schwerwiegend behindert, und zu horrenden „Schuldenzahlungen“ verklagt oder sollten fristlos gekündigt werden. Auch in Frankfurt!
  • In den neuen Bundesländern zahlt Burger King zum Teil nur 5,50 EUR pro Stunde!

 Burger King GmbH (Yi-Ko) hat den berüchtigten Anwalt Helmut Naujocks beauftragt, die Betriebsräte mit Prozessen einzudecken. Naujocks ist spezialisiert auf die Zerschlagung von Betriebsräten. Gegenüber Günter Wallraff hat Naujocks zugegeben, Fachanwalt „für Mobbing von Betriebsräten, Schwangeren und Behinderten“ zu sein.

Die betroffenen Betriebsräte haben mit Unterstützung ihrer Gewerkschaft NGG (Nahrung, Genuss, Gaststätten) gegen die zahlreichen Gesetzesverstöße Gerichtsverfahren eingeleitet. In Dortmund, Bochum und Augsburg fanden schon Protestaktionen statt. Der Arbeitgeberverband BdS (Systemgastronomie) und die Burger King GmbH (Dachverband) zeigen sich besorgt wegen des drohenden „Imageschaden“. Das ist reine Heuchelei! Die Burger King GmbH ist verantwortlich! Sie könnte den Franchise Vertrag jederzeit kündigen - wegen Nichteinhaltung der vertraglichen Rechte der Beschäftigten. Yi-Ko Holding macht die Drecksarbeit, Burger King streicht die Profite ein!

Um unsere Solidarität mit den Beschäftigten auszudrücken und die Menschen in Frankfurt über die Missstände aufzuklären, die aktuell bei Burger King stattfinden, hat die AG Betrieb und Gewerkschaft der DIE LINKE gemeinsam mit Linksaktiv am Freitag einen Infostand vor der Filiale in der Innenstadt gemacht.

Die Aktion fand großen Anklang bei den Menschen, mit denen wir sprechen konnten, und wir freuen uns besonders, dass unsere Bundestagsabgeordnete Christine Buchholz und Jürgen Hinzer von der NGG uns an diesem Tag tatkräftig unterstützen.

Am Samstag, 24. August 2013, um 15:00 Uhr wollen wir dass erhöhte Publikumsaufkommen im Rahmen des Museumsuferfestes nutzen, um erneut auf die Missstände bei Burger King aufmerksam zu machen! Wir freuen uns, wenn ihr vorbei kommt!

Wir fordern:

  • Sofortige Kündigung des Franchise-Vertrags mit Yi-Ko Holding!
  • Keine Behinderung und Entlassung der Betriebsräte!
  • Tarifverträge müssen eingehalten werden!
  • Gesetzlicher Mindestlohn von 10,-- EUR je Stunde jetzt!