Annette Ludwig im Gallus
Annette Ludwig, die neue Sprecherin der Frankfurter Linken, ist nicht auf den Mund gefallen. Und sie sucht den direkten Kontakt zu den Mitgliedern und kann gut zuhören. Gleich nach ihrer Wahl suchte sie die Treffs von möglichst vielen Frankfurter Stadtteilgruppen auf und so kam sie auch zum Stammtisch der Linken in Frankfurt Mitte.
Beeindruckt hat uns ihre Lebensgeschichte. Schon als Teenager mußte Annette viel Verantwortung übernehmen. Als ihr Vater, der einen kleineren Betrieb aufgebaut hatte, gesundheitliche Probleme hatte, mußte sie schon früh mithelfen, auch in der Führung der Firma. Die Lebenserfahrung und das Organisationstalent, das sie dabei erwarb, nutzt sie jetzt auch für die politische Abeit bei den Frankfurter Linken.
Für uns war der Besuch eine gute Gelegenheit über unsere politische Arbeit im Gallus und den anderen Stadtteilen des Ortsbezirks zu berichten. Nach wie vor sehen wir die schwierige Situation an den Schulen und die fehlenden Ausbildungsplätze für Schulabgänger als größtes Problem. Wir fordern eine gymnasiale Oberstufe für die Paul-Hindemith-Schule und ein kommunales Ausbildungszentrum. Wichtig ist uns auch die Wohnungspolitik, hier besonders der Umgang der städtischen ABG Holding (früher Hellerhof) mit den Mietern. Immer wieder hören wir Klagen über falsche Nebenkostenabrechnungen und unbegründete Mieterhöhungen. Diese Themen versuchen wir dann auch auf der politischen Ebene anzugehen (z.B. im Ortsbeirat). Wir unterstützen die Arbeit von kritischen Mietern und Selbsthilfeorganisationen, wobei wir deren politische Unabhängigkeit ausdrücklich respektieren.
Die Reaktion von Annette hat uns gezeigt, dass wir dabei im neuen Kreisvorstand auf Unterstützung bauen können. Und Annette ist mit ihrer direkten Art sicher auch richtig um unsere Partei in der Öffentlichkeit zu vertreten. Gerade auch gegenüber den Menschen in unseren Stadtteilen, die von den Linken weniger abstrakte Theorien als vielmehr praktische Interessenvertretung für die kleinen Leute erwarten.
