Bockenheim Kuhwald Westend
Stadtteilrundgang Bockenheim: Antifaschistische und antirassistische Denkmäler
Die Statteilgruppe DIE LINKE Bockenheim/Westend will während eines Rundgangs über antifaschistische und antirassistische Denkmäler in Bockenheim informieren. Wenige Namen und Plätze erinnern an die Menschen, die verfolgt, gefoltert und vernichtet wurden, erinnern an den millionenfachen Mord im Krieg als Folge einer menschenverachtenden Ideologie des Hitlerfaschismus. Heute erleben wir, wie rechtspopulistische, gegen Muslime gerichtete Hetztiraden von Sarrazin, hochgepusht durch die Medien, nationalkonservative und neonazistische Parolen und Geschichtsfälschungenen bis zu tätlichen Angriffen in der Gesellschaft zerstörerisch wirken. Wir verstehen den Stadtteilrundgang als Ausdruck gegen Rassismus und Ausländerfeindlichkeit - als Zeichen für Menschenrechte und Menschenwürde.
Treffen der Stadtteilgruppe Bockenheim Kuhwald Westend
Thema wird noch bekannt gegeben
Leipziger Strassenfest in Bockenheim
Wie in den vergangenen beiden Jahren wird die Stadtteilgruppe DIE LINKE Bockenheim/Kuhwald/Westend und die Römerfraktion mit einem Info-Stand vertreten sein. Unter dem Moto: BEZAHLBARER WOHNRAUM FÜR ALLE! KEINE VERTREIBUNG VON MENSCHEN AUS DEM STADTTEIL ! werden Materialien den Bürgern und Bürgerinnen überreicht. In unserem Flugblatt gehen wir auf die Stadtentwicklung ein. In Bockenheim will die ABG Holding Frankfurt in den nächsten Tagen den Kaufvertrag für den Campus Bockenheim zum Abschluss bringen. Wir fordern seit Jahren, dass die Bürger und Bürgerinnen bei der Planung der Neubebauung tatsächlich ein Mitspracherecht erhalten. Wir fordern auch, dass auf dem Hülya-Platz in Boclenheim eine erneuterte Figur des Denkmals antifaschistischer Hammering-Man aufgestellt wird.
BLEIBERECHT FÜR DEN HAMMERING-MAN AUF DEM HÜLYAP-PLATZ IN BOCKENHEIM
Am 29. Mai 1993 wurde die aus der Türkei stammende Familie Genç Opfer eines Brandanschlages von vier jungen Deutschen, die größtenteils zur Skinhead-Szene gehörten. Zwei Frauen und drei Mädchen, darunter die 9jährige Hülya, starben. 14 weitere Familienmitglieder erlitten zum Teil lebensgefährliche Verletzungen. Der Solinger Anschlag war 1993 der Höhepunkt einer Welle fremdenfeindlicher und rassistischer Anschläge auf MigrantInnen in Deutschland. Im Jahr 1998 wurde in Bockenheim mit dem Namen „Hülya-Platz“ zum ersten Mal ein Platz nach einem Opfer von Neonazis benannt.
