Sommerfest im Park
Bei sommerlichen Wetter ließen es sich die Anwohner von Gutzkowstraße bis Schifferstraße nicht nehmen, die Mitglieder der Partei DIE Linke in ihrem Stadtteil einmal persönlich kennen zu lernen. Die Stimmung war durchweg bestens und auch Würstchen und Getränke waren heiß (bzw. kalt) begehrt. Und schließlich war da noch das Glücksrad der Römerfraktion und die Kinderbetreuung, um die sich Mitarbeiter der Kreisgeschäftsstelle kümmerten – beides von zwei bis sieben Uhr hoch frequentiert.
Auch das linke Ortsbeiratsmitglied im Frankfurter Süden, Ralf Bertram, konnte sich über große Resonanz freuen: Als Gittarist eines eigens für dieses Sommerfest zusammen gestellten Musik-Duos widerlegt er mit wenigen Takten das Vorurteil über die angeblich so verkrampften Theoretiker bei den Linken... .
Wer jetzt von einer eher unpolitischen Veranstaltung ausgeht, täuscht sich. Die Aktivisten der Stadtteilgruppe, die Frankfurter Stadtverordneten Silke Seitz und Hajo Viehl sowie die hessische Spitzenkandidatin zur Europawahl, Sidar Aydinlik-Demirdögen waren zwischen den Ständen und Biertischen stets begehrte Gesprächspartner.
Die Lacher – und auch ganz viel Verständnis – auf seiner Seite hatte übrigens der Sprecher der Stadtteilgruppe Süd, Thomas Murawski, als er bei der Anmoderation der Europakandidatin trotz akribischer Vorbereitung einfach deren Namen nicht mehr über die Lippen bringen wollte. Kandidatin, Bürger und Genossen nahmen es wie gesagt mit Humor: Schließlich haben alle nach der Europawahl am 7. Juni 5 Jahre Zeit zum üben... .
Sidar Aydinlik-Demirdögen betonte in ihrer kurzen aber deutlichen Ansprache, wie wichtig es ist, zur Wahl zu gehen und DIE LINKE zu stärken. Ansonsten gäbe es keinen nennenswerten parlamentarischen Widerstand im EU-Parlament, der den Vertrag von Lissabon, den EU-Verfassungsentwurf verhindert. Wer unregulierte Finanz- und Arbeitsmärkte, eine ruinöse Freihandelszone, den Zwang zur dauernden Aufrüstung, Kriegseinsätze ohne parlamentarischen Beschluss und eine repressive Politik gegenüber Flüchtlingen und Migranten nicht will – der muss am 7. Juni DIE LINKE wählen, so Sidar Aydinlik-Demirdögen.
Nach dieser gelungenen Premiere wollen die Linken im Frankfurter Süden ihr Sommerfest baldmöglichst wiederholen. Vielleicht schon im September vor der Bundestagswahl. Sidar Aydinlik-Demirdögen werden sie dann wieder einladen, die dann allerdings etwas weiter anreisen muss – aus Straßburg.
