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Politischer Aschermittwoch im LINKEN LADEN. Höchst

Bei der LINKEN ist der politische Aschermittwoch urgemütlich und nicht Anlass für vorbereitete große Reden. Unsere Gäste und wir, die wir am 25. Februar ab 18.00 Uhr im LINKEN LADEN. Höchst zusammenkamen, wollten einfach mit einander reden und ein leckeres Heringsessen genießen.

Selbst Matthias Nossek, Praktikant der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und für die Beilage „Rhein-Main-Zeitung tätig, musste das einsehen. Er ließ es in seinen Artikel, erschienen in der Ausgabe vom 26. Februar, einfließen. Nur in einem Punkt hatte er unsere Diskussionen um die Abwrackprämie, die den Hartz-IV-Beziehern nichts nutzt, und die horrenden Vorstandsgehälter falsch verstanden. Wir geben nicht der FDP mit ihrem neoliberalen Gedankengut die Schuld an der aktuellen Krise. Deren Mitglieder und Anhänger vertreten zwar vehement die Marktwirtschaft; je „freier“ desto besser, es könne nicht genug dereguliert werden. Wir sehen im Mechanismus der Marktwirtschaft, der Forderung nach immer höheren Gewinnen, die Ursache für alle Desaster, die diese Wirtschaftweise hervorbringt. Der Zusammenhang ist bei Marx und Engels, im „Kommunistischen Manifest“, nachzulesen.

Unser Gast von der F.A.Z. hatte uns bereits verlassen - der Redaktionsschluss forderte diesen Tribut - als es noch einen besonderen Gag gab. Von Mario Gesiarz vorab als Überraschung angekündigt, kam es zu einer witzigen Gründung einer Strömung. Gemeint ist die Gruppierung der „StröStrölos“, der „Strömung der Strömungslosen“. Das Dumme an der Sache:  Sollte jemand Mitglied werden, wäre er sofort Mitglied einer Strömung und würde folgerichtig wieder ausgeschlossen. Alle „Gründungsmitglieder“ und in ihrer Mitte Willi van Ooyen hatten bei den Erläuterungen des „Satzungsentwurfes“ ihren Spass.
So dürfte es niemanden wundern, dass das Treffen mit verbaler Prügel gegen den politischen Gegner nichts zu tun hatte, eher einer Feier glich und bis in den späten Abend dauerte.